Star Wars – Episode 9: Der Aufstieg der Skywalkers (Filmhörspiel)



Rey trainiert hart, um die Kontrolle über ihre Macht zu erhalten und zeigt sich dabei als hoffnungsvolle Schülerin Leia Organas. Als Gerüchte aufkommen, dass der als tot geltende Imperator doch am Leben sein könnte, entschließt Rey sich, ihn aufzuspüren und so endlich den Frieden der freien Welten zu sichern. Doch sie hat die Hinterlist des Imperators unterschätzt, der Kylo Ren manipuliert und so ein gefährliches Werkzeug für seine Pläne formt…

Lange erwartet wurde die neunte Episode aus dem „Star Wars“-Zyklus, denn trotz aller anderen Filme, Serien, Bücher und Hörspielen ist dies immer noch der Kern der Handlung. Wie bei den anderen Teilen ist auch zu „Der Aufstieg Skywalkers“ ein Filmhörspiel entstanden und bei Folgenreich veröffentlich worden – die Dialoge wurden also der Filmsynchronisation entnommen, deutlich gekürzt und mit einem Erzähler versehen, um fehlende optische Informationen auszugleichen. Nun steht ja schon bereits der Film in der Kritik, zu hektisch erzählt zu sein und es so zu erschweren, der Handlung wirklich zu folgen – und dieser Effekt ist durch die Kürzung des Skripts für das Hörspiel noch erschwert worden. Das wirkt erst einmal verwirrend und lässt sich eigentlich nur auffangen, wenn man die Handlung des Filmes gut kennt. Dennoch ist die charakterliche Entwicklung einiger Figuren – allen voran Rey, aber beispielsweise auch von Kylo – gelungen umgesetzt, ebenso wie die sich verändernden Machtverhältnisse in der Galaxie ansprechend und unterhaltsam dargestellt werden. Das Ende schließt nicht nur die Sequeltrilogie, sondern die gesamte Hauptserie gelungen ab und präsentiert ein zwar erwartbares, in Details aber eben doch überraschendes Finale.

Joachim Kerzel ist hier als Erzähler ausgewählt worden, wozu sich seine markante und volltönende Stimme auch sehr gut eignet. Er passt sich dabei geschickt der Wirkung der Handlung an und bringt eine angenehme, aber nicht übertriebene Dramatik mit ein, spielt mit verschiedenen Tonhöhen und gestaltet seine Texte auch ansonsten sehr lebendig. Die anderen Sprecher sind qualitativ ebenfalls sehr überzeugend, haben ihre Anteile aber eben als Synchronisation eingesprochen und deswegen nicht ganz so stark agiert wie für ein Hörspiel – mit dem Effekt, dass sie nun eben etwas zu ruhig klingen. Das ist aber eben der Umsetzung der Tonspuren geschuldet, wie man bei renommierten Namen wie Kaya Marie Möller, Julien Haggege und Hans-Georg Panczak schon vermuten kann.

Auch die Soundeffekte sind natürlich auf ein möglichst treffendes Erlebnis beim Schauen des Films ausgerichtet, ohne die optischen Informationen wirken diese teilweise etwas zusammenhanglos und können nur schwer zugeordnet werden. Leider wirken sowohl Stimmen als auch Musik und Sounds hier recht metallisch, teilweise etwas dumpf, was durch die sehr klare und gut abgemischte Erzählerstimme nur noch deutlicher wirkt.

Wenig überraschend wurde ein Ausschnitt des Filmplakates auch für das Cover des Hörspiels verwendet und an die quadratische Form angepasst, wobei der strahlend weiße Rahmen dem ganzen noch einmal eine passende Optik verleiht. Das Titelbild ist prägnant und gut in Szene gesetzt, sodass man sich einen ersten Eindruck einiger Charaktere machen kann.

Fazit: Filmhörspiele haben es natürlich etwas schwerer, eine runde Geschichte zu erzählen, weil die Aufnahmen eben nicht extra an das andere Medium angepasst werden konnte. Insofern wurde hier schon gute Arbeit geleistet, durch die zusätzliche Kürzung der Handlung und den etwas blechernen Ton der Aufnahmen wird aber der Hörfluss etwas gestört. Für Fans und Kenner des Films dennoch eine gute Alternative für zwischendurch.

VÖ: 8. Mai 2020
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0050087445072

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