TKKG Junior – 13. Das verpfuschte Gemälde



Tag der offenen Tür im Internat von TKKG – für Klößchen eine weitere Gelegenheit, den köstlichen Schokokuchen der Köchin Berta zu probieren. Doch dieser ist völlig versalzen, und das ist nicht das einzige Ärgernis auf der Feier: Aus dem Toilettenspülkasten scheint Blut statt Wasser zu laufen und das Kunstwerk von Jens Gutmann, einem ehemaligen Schüler, ist mit roter Ölfarbe verschmiert. Klar, dass TKKG sofort die Ermittlungen aufnehmen…

„TKKG“ sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Jugendkultur und hatten natürlich vor allem in den 80er Jahren ihre Hochzeiten bei Jugendlichen. Eine kleine Renaissance findet mittlerweile mit „TKKG Junior“ an, die sich an noch jüngere Zuhörer widmet und nicht nur jüngere Protagonisten, sondern präsentiert auch einfachere und gradlinigere Handlungen. Die 13. Episode „Das verpfuschte Gemälde“ lässt dabei kaum Zeit vergehen, um die Charaktere oder die Szenerie vorzustellen und präsentiert mit dem versalzenen Kuchen gleich eine erste Missetat, bevor diese aufgeklärt wird, werden aber auch die beiden anderen oben beschriebenen „Verbrechen“ dargestellt. Die Ermittlungen verlaufen sehr konsequent und entwickeln sich von Punkt zu Punkt weiter, Nebenarme oder parallel spielende Szenen gibt es nicht, sodass auch jüngere Hörer einfach folgen können. Die Befragungen der vier Juniordetektive, ihre Beobachtungen und einige Tricks sind unterhaltsam aneinandergereiht. Schön ist, dass dabei nicht immer der offensichtliche Weg gegangen wird, sondern auch ein paar kleine Überraschungen eingebaut sind. Motiv und Vorgehensweise des Täters passen in die Lebensrealität der Kinder, ebenso wie die technischen Neuerungen und die modern wirkende Umsetzung, was den überzeugenden Eindruck der Episode unterstreicht.

Konstantin Graudus ist in der Rolle des Künstlers Jens Gutmann zu hören, der seine jahrelange Sprechererfahrung nutzt, um einen authentischen und überzeugenden Eindruck seines Charakters zu erschaffen und ihn mit einigen passenden Facetten zu verleihen. Stefan Brönneke hat mir als Dr. Hitzbein sehr gut gefallen, da er seine Figur wunderbar verschroben und vergesslich wirken lässt, was für einige humorvolle Momente sorgt. Flemming Stein und Tim Kreuer sind als Ben und Nick ebenfalls gut eingebunden und verleihen den rebellischen Schülern ein markantes Auftreten, sodass ihre dominante Art gut zur Geltung kommt. Weitere Sprecher sind Ursula Illert, Gerhard Garbers und Martin May.

Der Titelsong der Serie ist sehr prägnant– einerseits, wegen der augenzwinkernden Beschreibung der Figuren, andererseits aber auch, weil sich einfach gar nicht reimen will. Die Stimmung der Handlung ist aber gekonnt umgesetzt, besonders die vielen Geräusche im Hintergrund sorgen für eine lebendige Szenerie und werden mit passenden Melodien unterlegt, die die jeweilige Szenerie mit viel Atmosphäre unterlegen.

Auf dem Titelbild zur Episode wird eine der Eröffnungsszenen dargestellt, auf dem das verschmierte Gemälde dargestellt ist, aber auch das festlich geschmückte Foyer samt Rednerpunkt und verwirrtem Hausmeister. Klar, dass auch die vier Juniordetektive und Oscar auf dem Cover zu sehen sind und der kindgerechte, moderne und harmonische Zeichenstil Anwendung findet. Der Raum hinter der CD wird noch genutzt, um ein wenig Wissen über Kunst zu vermitteln.

Fazit: Temporeich erzählt und mit gut nachvollziehbaren Ermittlungen versehen ist „Das verpfuschte Gemälde“ eine hörenswerte Episode der Serie geworden. Schon der Einstieg ist kindgerecht aufregend geraten, auch später sind einige spannende Szenen eingebaut. Die markanten Figuren und die lebendige Stimmung sind ebenfalls gelungen, sodass auch die 13. Episode der Serie überzeugend ist.

VÖ: 14. Oktober 2020
Label: Europa
Bestellnummer: 190759942420

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