Schlau wie 4 – 18. Altes Rom – Abenteuer in der Antike



Die schlauen Vier sollen für ein Schulfest ein Theaterstück einstudieren, das das Leben im alten Rom beschreibt. Zwar scheint en Gladiatorenkampf eine gute Idee, doch sie haben nicht bedacht, dass Lisa und Pia dann als Frauen nicht mitkämpfen durften. Um sich neue Inspirationen zu holen, aktivieren sie den Navinauten und begeben sich in die Hochzeiten des Stadtstaates und treffen die junge Sklavin Helena, der von ihrer Herrin ein Diebstahl vorgeworfen wird…

Der Rahmenhandlung der pfiffigen Wissensserie „Schlau wie 4“ von Europa ist zugegebenermaßen nicht immer sonderlich kreativ, meist stolpern die wissbegierigen Jugendlichen wegen eines Schulprojekts über ein bestimmtes Thema, wollen mehr darüber erfahren und machen sich mit ihrer Raum- und Zeitmaschine auf, um direkt vor Ort nachzuforschen. „Altes Rom“ macht da keine Ausnahme, bündelt aber auch schon während der ersten Szenen viel Wissen und vermittelt den Zuhörern auf unterhaltsame Weise die grundlegende Gesellschaftsstruktur der antiken Stadt und des dazugehörigen Reiches (inklusive einiger Auswirkungen auf die heutige Zeit), sodass man sich später besser zurecht findet. Die eigentliche Handlung spielt aber – nicht gerade überraschend – im alten Rom und ist wesentlich mehr am täglichen Leben der Bewohner orientiert. Man lernt Sklaven, deren Herren und andere Mitbürger kennen, ist mit ihnen auf dem Markt unterwegs und erfährt mehr über Glauben, Ernährung, Verkehr und viele andere Sachen. Darin eingebettet ist aber auch ein kleiner Krimi, nicht gerade sonderlich komplex und sogar recht leicht zu erraten, aber doch ausreichend, um einen unterhaltsamen Verlauf zu schaffen. Das liegt auch an den lebendigen und liebenswerten Charakteren der vier Hauptfiguren, die wieder Esprit verströmen und so dafür sorgen, dass viel von dem vermittelten Wissen auch hängen bleibt.

Helena wird in dieser Episode von Elise Eikermann gesprochen, die die junge Sklavin lebendig und überzeugend spricht, sodass sie schnell die Sympathien der Zuhörer gewinnt in ihre Not und Verzweiflung nicht übertreibt. Daniel Kirchberger spricht Gaius ebenso spontan wirkend und freundlich, sodass er ein verlässlicher neuer Freund für die Kinder wird und einen positiven Eindruck hinterlässt. Franciska Friede sorgt als Elektro für eine passende Attitüde und legt viel Härte und Abweisung in ihre Stimme, passt sich aber auch gut dem antiken Hintergrund der Folge an. Weitere Sprecher sind Liza Ohm, Frank Jordan und Michael Bideller.

Sicherlich sind auch hier einige Melodien eingebaut, aber nur an wenigen Stellen und in den Szenenübergängen, dann passen sie aber auch gut zu der Stimmung der Handlung. Dafür gibt es aber zahlreiche unterschiedliche Geräusche, sodass wirklich jede Szene mit einem passenden Hintergrund unterlegt sind – vom leisen Gurren einer Taube bis hin zu lebendigem Stimmgewirr auf den Straßen Roms, was sehr stimmig wirkt.

Das Leben in der Stadt Rom in der Zeit noch vor Christi Geburt wird auf dem Cover ziemlich quirlig dargestellt. Die Bewohner werden in ganz verschiedenen Alltagssituationen dargestellt, doch auch der Hintergrund mit den vielen Säulengebäuden geben einen gelungenen Eindruck von der alten Zeit. Klar, dass auch die schlauen Vier in ihren Tuniken zu sehen sind und in der restlichen Gestaltung viele kleine Infoboxen mit zusätzlichem Wissen untergebracht sind.

Fazit: Sicherlich, die Handlung ist nicht die abwechslungsreichste, den groben Verlauf kennt man aus vorigen Episoden und den kleinen Krimi in der eigentlichen Geschichte hat man schnell gelöst. Doch das ist hier wieder sehr lebendig und voller Charme geraten, lässt das antike Rom auferstehen und bietet unterhaltsam vermitteltes Wissen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, was mir wieder sehr gefallen hat.

VÖ: 7. März 2020
Label: Europa
Bestellnummer: 194397271720

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