Asterix – 33. Gallien in Gefahr



Eigentlich sollte es für Asterix und Obelix eine normale Wildscheinjagd im Wald werden, doch sämtliche Tiere scheinen wie versteinert zu sein. Nur murrend folgt Obelix unverrichteter Dinge seinem Freund ins Dorf, doch auch dessen Bewohner regen sich nicht mehr, nur Miraculix ist dem Fluch entkommen. Plötzlich bekommen die drei Besuch von einem kleinen violetten Wesen, das sich als Bewohner eines fremden Planeten entpuppt und die Gallier warnt: Die Nagmas, ein kriegerisches Sternenvolk, wollen den Zaubertrank stehlen und so die Herrschaft über das Universum erlangen…

Anspielungen auf die moderne Popkultur sind bei Asterix nichts Neues, schon früh wurden ganz verschiedene Referenzen eingebaut und haben für nette Gags am Rande gesorgt, während die eigentliche Handlung mit der Zeit Julis Cäsars verbunden blieb. Einen anderen Weg ist man im 33. Band „Gallien in Gefahr“ gegangen, der nun auch bei Karussell in der Hörspielumsetzung erhältlich ist. Dort tauchen nämlich Außerirdische auf, ein Kampf der intergalaktischen Völker bringt eine ungewöhnliche Science Ficiton-Komponente mit ein. Hier kann man sicherlich geteilter Meinung sein, ich persönlich mag diese Kombination aber nicht allzu sehr und erlebe die Helden lieber in dem liebevoll-skurrilen Dorf mit seinen Bewohnern oder auf Reisen in andere Teile der Erde. Denn auch wenn es durchaus einige Momente gibt, die den Charme der Serie und der witzigen Figuren aufgreifen, konzentriert sich die vorrangige Handlung eben doch auf die Jagd der außerirdischen Wesen auf den Zaubertrank und dessen unerwartete Wirkung. Zugegeben, dabei gibt es einige gelungene Überraschungen und niedliche Momente, da die Wesen Tadsylweni (Achtung – Anagramm-Alarm) durchaus putzige Sprüche auf Lager haben. Das fühlt sich trotz gelungener Umsetzung aber zu wenig nach Asterix an und entfernt sich zu weit vom Grundgedanken der Serie.

Tuun, der Außerirdische, der die Gallier zuerst besucht, wird von Jonas Minthe gesprochen, der eine überzeugende und spontan wirkende Sprecherleistung zeigt, zumal er dem violetten Wesen eine putzige Aura verleiht. Der feindliche Nagma wird von Volker Hanisch gesprochen, der ebenfalls eine sehr solide Leistung abliefert und das kriegerische Sternenvolk gekonnt und mit feinem Humor darstellt. Douglas Welbat darf als Obelix natürlich nicht fehlen, seine charmante Art und sein leicht dümmliches Auftreten sorgen für einen passenden Ausdruck der liebenswerten Figur. Weitere Sprecher sind Carla Becker, Tetje Mierendorf und Wolf Frass.

Das ungewöhnliche Thema der Episode ist auch akustisch mit einigen anderen Elementen umgesetzt. So gibt es beispielsweise einen eigenen Klang für das Schweben des Raumschiffs oder einen deutlichen Verzerreffekt für die Stimmen der Außerirdischen, aber auch die restliche Umsetzung mit zahlreichen Geräuschen ist gelungen und schafft eine lebendige Atmosphäre. Die Musikuntermalung ist recht präsent und manchmal sogar in meinen Augen zu häufig im Einsatz, allerdings auch gut auf die Handlung und die jeweiligen Szenen angepasst.

Das Titelbild zeigt natürlich das Cover der Comicvorlage, um den Wiedererkennungswert zu erhalten, allerdings sind darauf aber auch nur Asterix, Obelix und Idefix zu sehen, das riesige Raumschiff oder die Außerirdischen sind darauf leider nicht zu sehen. Auf der Rückseite der Hülle ist aber ein Blick auf das violette Wesen zu erhaschen, auch in der restlichen Gestaltung sind kleine Zeichnungen aus dem Comic zu sehen.

Fazit: Sicherlich wird mit dem ungewöhnlichen Science Fiction-Thema viel Abwechslung eingebaut, das ist für meinen Geschmack aber nicht allzu passend und weicht dann doch zu stark von den Grundzügen der Serie ab. Auch wenn die Umsetzung sehr solide ist und einige charmant-liebenswerte Szenen vorkommen, will diese Episode bei mir deswegen leider nicht so recht zünden.

VÖ: 24. Juli 2020
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602508509094

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