Die Schule der magische Tiere - Eingeschneit



In der Wintersteinschule wird gebacken – ein einem Freitagnachmittag bereitet die Klasse von Miss Cornfield Plätzchen und Kekse für die Bewohner des Altenheims zu. Doch der Schnee fällt unaufhörlich, sodass die Kinder mit ihren magischen Tieren eingeschneit sind und festsitzen. Und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als gemeinsam in der Schule zu übernachten – und das geht natürlich nicht ganz reibungslos zu…

Normalerweise gehört zum Muster der Episoden von „Die Schule der magischen Tiere“, dass ein oder mehrere Kinder im Mittelpunkt stehen, weil sie ein sprechendes Tier zugeteilt bekommen haben und deswegen eine bestimme Lektion lernen. „Eingeschneit“ verfolgt dieses Muster nicht und ist deswegen auch nicht als reguläre Folge erschienen, sondern als Sonderepisode – als „Winterabenteuer“. Dabei ist auch keine wirklich starke Handlung eingebaut, alles dreht sich darum, wie die Schulklasse mit den zahlreichen Tieren und Lehrerin Miss Cornfield eine Nacht in der eingeschneiten Schule verbringen. Sie bereiten sich vor, unternehmen kleine Streifzüge, finden Lösungen für auftretende Probleme oder geraten auch schon mal in Streit – eben genau so, wie es in einer normalen Schulklasse auch der Fall wäre. Die Tiere haben dabei aber ihren festen Platz und bringen ihre speziellen Eigenheuten gekonnt mit ein, sodass trotz der oft eher gedrückten Stimmung in der Schule Heiterkeit aufkommt. Mit über 70 Minuten Laufzeit ist die Geschichte auch recht lang geraten und bietet dafür für meinen Geschmack zu wenig Inhalt, sodass sich manche Szenen leider ziemlich ziehen. Zwar kommt die Atmosphäre der Serie dabei gut zur Geltung, wie auch einige Szenen markant geraten sind oder einige wichtige moralische Aspekte eingebunden sind, so aufregend und unterhaltsam wie andere Episoden ist „Eingeschneit“ allerdings nicht geraten.

Achim Buch ist natürlich wieder als Erzähler zu hören, seine ruhige und angenehme Stimme führt die Zuhörer gekonnt durch die Handlung und sorgt für eine positive Grundstimmung, zumal er auch gut auf die jeweils vorherrschende Atmosphäre eingeht. Als Anna-Lena ist Selina Böttcher zu hören und bringt das fröhliche Mädchen gut herüber, sie wirkt in ihren Szenen authentisch und bringt die besondere Stimmung der Handlung gut zur Geltung. Anne Moll spricht Eule Muriel wieder mit ihrem hochgestochenen Ausdruck und bedächtigem Auftreten, was ein liebenswertes Tier entstehen lässt. Weitere Sprecher sind Gabriele Libbach, Daniel Axt und Joanna Semmelrogge.

Die Inszenierung des Hörspiels ist dem Label wie immer professionell und stimmig geraten, wobei insbesondere die vielen eingebauten Geräusche für eine lebendige Stimmung sorgen. Die Musik ist wie bereits bei den anderen Episoden fröhlich und kindgerecht, sodass die Szenenübergänge stimmungsvoll geraten sind. Insgesamt sind die Dialoge aber nicht überladen inszeniert, sodass die junge Zielgruppe nicht allzu sehr von den Gesprächen abgelenkt werden.

Auf dem Cover sind zahlreiche der Kinder mit ihren magischen Tieren zu sehen, die auf einem riesigen Schneeberg herumtollen. Der Spaß dabei kommt gut zur Geltung, aber auch ansonsten ist die Gestaltung hübsch gelungen – beispielsweise weil auch die Tiere im Logo der Serie mit Schnee ausgestattet wurden oder weitere kleine Zeichnungen eingebaut wurden. Im Inneren gibt es noch eine Trackübersicht und eine Auflistung der bisher beim Label erschienenen sind.

Fazit: Auch wenn die Idee der eingeschneiten Schulklasse für einige spannende oder atmosphärische Momente sorgt, ist die Stimmung oft gedrückt und die Handlung zu lang gezogen, sodass sich viele eingebaute Elemente zu sehr in die Länge ziehen. Die niedlichen magischen Tiere und ihre Eigenheiten sind allerdings wieder gut eingebaut, ebenso wie die Schulklasse gelungen portraitiert wurde.

VÖ: 23. Oktober 2020
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602508516252

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