Teufelskicker – 82. Das Triple



Norbert und sein Kollege vom VfB nehmen beide an einer Fortbildung teil und haben ihren Schützlingen einen Trainingsplan aufgegeben. Doch die Teufelskicker haben in der Ligapause keine Lust auf Langstreckenschwimmen oder Fahrradfahren und gehen lieber in die örtliche Eisdiele – sogar mit ihren Konkurrenten vom VfB. Doch der Besitzer Antonio hat Probleme damit, genügend Kundschaft an den abgelegenen See zu locken, sodass sich die Fußballer eine ungewöhnliche Werbeaktion einfallen lassen…

Bei den „Teufelskickern“ gibt es vordergründig natürlich spannende Geschichten um die gleichnamige Jugendfußballmannschaft in verschiedenen Variationen, aber nebenbei werden auch immer wieder verschiedene Themen angesprochen, die nicht direkt etwas mit der Handlung zu tun haben, was in der 82. Episode „Das Triple“ besonders auffällig ist. In der ersten Viertelstunde wird beispielsweise erklärt, warum man Enten nicht mit altem Brot füttern sollte, der Klimawandel wird angesprochen und sogar noch etwas Werbung für die Schwesterserie „Die Punkies“ gemacht. Danach wird schnell auf den besonderen Wettbewerb eingegangen, der den Kern der Handlung bildet. Dabei ist der Start recht unglaubwürdig geraten: Nacheinander werden von den Kindern die durchaus komplexen Regeln zusammen erarbeitet, wobei jeder Vorschlag direkt ein Volltreffer ist und sofort begeistert angenommen wird – von der Rivalität der beiden Mannschaften ist nichts mehr zu spüren, zudem passt das Ganze leider nicht zum Alter der Jugendlichen. Auch dass Ulli Potofski als Radiokommentator bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit als handelnde Person in die Handlung eingebaut ist, hat bereits seinen Reiz etwas verloren. Davon abgesehen ist die Folge insgesamt recht stimmig geraten, die Handlung wirkt dann kurzweilig, hätte nur an einigen Stellen etwas gestrafft werden können. Doch das Training und der aufregende Wettbewerb selbst werden unterhaltsam dargeboten, da jede der Sportarten recht ausführlich behandelt wird und deswegen gut zur Geltung kommt. Nicht immer ganz glattgebügelt, aber dennoch eine solide Episode der Serie mit einem der guten Einfälle, die kreativ mit dem Thema Fußball umgeht.

Die Besetzung der Episode ist etwas reichhaltiger als sonst, die Sprecher machen insgesamt aber einen gelungenen Eindruck und lassen eine lebendige Stimmung entstehen. Antonio, der freundliche Eisverkäufer am örtlichen Badesee, wird von Tommaso Cacciapuoti gesprochen, der den freundlichen Eisverkäufer mit sehr glaubhaftem und nicht allzu überzogenem italienischem Akzent spricht. Tilman Borck spricht Richard von dem VfB zugänglich und wirkt spontan, sodass er gut in die lebendige Atmosphäre der Serie passt. Natürlich ist Julia Fölster wieder in der Rolle der Catrina zu hören und gibt ihrer Rolle eine fröhliche, engagierte aber auch bodenständige Vorstellung, die die junge Fußballspielerin sehr sympathisch wirken lässt. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Tim Kreuer und Florian Marissal.

Die meisten eingebauten Melodien sind bereits aus den vorigen Folgen bekannt, gerade wenn man mehrere Episoden am Stück hört kann das schon mal etwas nervig wirken. Es erlaubt den eher jüngeren Zuhörern aber auch eine schnellere Einordnung der jeweiligen Situation, da Spannung, Ruhe und Enttäuschung der Charaktere sehr plastisch dargestellt werden. Ein bisschen mehr Abwechslung wäre in meinen Ohren aber schön gewesen. Die Geräuschkulisse ist aber wieder gut gelungen und bildet für die verschiedenen Szenen eine passende Kulisse.

Die Kombination der verschiedenen Sportarten aus der Handlung wird auf dem Cover gekonnt dargestellt, Catrina und ein paar andere Jugendlicher sind mit Fußbällen mitten im Wasser bei augenscheinlich hoher Geschwindigkeit zu sehen. Der Zeichenstil ist etwas eckiger und kantiger, gerade das Gesicht von Catrina kantiger, was dem Titelbild nochmal einen anderen Look verleiht. Im Inneren bleibt es aber natürlich bei der witzigen Sprecherliste, die an eine Spieleraufstellung beim Fußball erinnert.

Fazit: Mir gefällt, dass mal wieder überraschend mit dem Thema Fußball umgegangen wird, dieses aber immer noch gut erkennbar bleibt. Der Einstieg wirkt zwar recht konstruiert, die Kinder werden dabei wieder etwas in ihren Fähigkeiten überspitzt dargestellt. Doch das Training und vor allem der Wettkampf selbst machen Spaß und werden unterhaltsam dargestellt, wobei auch die lockere Stimmung der Serie wieder gut zur Geltung kommt.

VÖ: 27. März 2020
Label: Europa
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