Die Playmos – 72. Ein Geheimcode für die Galaxy Police



Die Playmos landen an Bord eines Raumschiffes, gerade als es angegriffen wird. Emil, Liv, Sam und Captain Tolle können zwar heimlich beobachten, wie der schurkische Captain Darkside den Kapitän ihres Schiffes einsperrt und den Tresor mit wertvollem Inhalt stielt, den Angriff aber nicht verhindern. Ranger Menkent von der Galaxy Police setzt zwar nicht gerade auf die Hilfe der Playmos, dennoch brechen sie bald zu einer gefährlichen Jagd auf…

Ein großer Vorteil der wundervollen Hörspielserie „Die Playmos“ ist die Vielseitigkeit der Themen und der Stimmungen, sodass sich der Hörer immer wieder überraschen lassen kann – und das gilt auch für die 72. Episode der Reihe „Ein Geheimcode für die Galaxy Police“. Wie immer gibt es auch hier ein kurzes Intro um en spielenden Paul, der dieses Mal spontan seine erkrankte Lieblingstante besuchen kann und die Playmos in eine fantasievolle Weltraum-Szenerie mit vielen Planeten und Raumschiffen zurücklässt. Schon kurz darauf geht es mit der eigentlichen Handlung los, schnell werden Schurken und Helden vorgestellt, die neue Aufgabe der Playmos thematisiert, die ersten Handlungsfäden gelegt. Was danach folgt, ist überraschend actionreich für die Serie und beherbergt einige sehr körperliche Herausforderungen für die Figuren, die aber allesamt gut beschrieben sind und sich auch den jüngeren Hörspielen schnell erschließen, sodass auch diese der Handlung gut folgen können. Eine besondere Herausforderung gibt es auch für Liv, die im Zentrum eines pfiffigen und gefährlichen Tricks steht und so die Aufmerksamkeit ihrer Feinde auf sich zieht – eine gelungene Idee, die der Folge eine besondere Stimmung hinzufügt. Ansonsten gibt es natürlich wieder einige sehr prägnante Charaktere, witzige Wortspiele und eine wendungsreiche Handlung, wie man es auch von den restlichen Episoden der Serie gewohnt ist. Eine starke Episode, die mir wieder sehr gut gefallen hat.

Maßgeblich zum Gelingen des Hörspiels tragen auch hier wieder die Sprecher bei, die den Charme und den Witz des Drehbuchs gekonnt aufgreifen – allen voran natürlich Ricardo Richter, Nicolas Artajo und Giuliana Jakobeit als Playmos, die mit den Eigenschaften von Sam, Emil und Liv zu spielen verstehen und immer den richtigen Ton treffen, ohne auch nur ansatzweise zu routiniert zu klingen. Doch auch die Gäste in dieser Episode haben mir sehr gefallen, beispielsweise Mario Hassert als Ranger Menkent, der mit seiner markanten Stimme und viel Ausdruck eine präsente Figur schafft, die sich sehr gut in die Stimmung der Geschichte einfügt. Auch Daniel Zillmann hat mir äußerst gut gefallen, durch sein exaltiertes Auftreten bekommt Captain Darkside genau die richtige Ausstrahlung, die dem Bösewicht der Folge gebührt. Weitere Sprecher sind Stefan Stauinger, Charles Rettinghaus und Dirk Petrick.

Wie auch bei den übrigen Episoden der Serie wird auch klanglich einiges geboten, wobei sich die Musik während der Geschichte zurückhält und zahlreichen Geräuschen Platz macht. Dabei wird sehr gelungen auf das Weltraumthema eingegangen, im Hintergrund piept und rattert es oft, was aber recht leise geschehen ist und nicht von den Dialogen ablenkt. Auch die restliche Geräuschkulisse ist äußerst stimmig und sehr gut auf die Handlung angepasst, beispielsweise mit Stimmverzerrern oder variablen Lautstärken der Stimme zur gelungenen Darstellung von Bewegungen.

Was man so alles aus Playmobil-Figuren herausholen kann, wird eindrucksvoll auf dem Cover bewiesen: Verschiedene Figuren, Gefährte auf dem Boden und im All, dazu jede Menge Geschosse, denen durch grafische Elemente Schwung verliehen wird, dazu ein Hintergrund voller Asteroiden – und fertig ist ein ansprechendes Titelbild, auf dem es sehr viel zu entdecken gibt. Auch im Inneren gibt es noch weitere kleine Fotos der Spielfiguren, auch eine aktuelle Folgenübersicht darf natürlich nicht fehlen.

Fazit: Viele Actionszenen sind kennzeichnend für diese Episode der Playmos, was das Weltraumthema gekonnt aufgreift und eine aufregende Handlung präsentiert. Das ist alles sinnvoll beschrieben und gut aufgebaut, das Tempo nicht zu hoch, sodass auch die Zielgruppe dem Geschehen gut folgen kann. Die markanten Charaktere und die charmante Sprachnutzung sind natürlich auch hier wieder vorhanden.

VÖ: 11.9.2020
Label: floff
Bestellnummer: 4260229664131

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