Foster – 16. Der letzte Tag der Menschheit



Zebuul und seine Häscher bereiten weiterhin die Öffnung des Portals vor, um die Höllenheere auf die Erde zu bringen. Auch wenn Parker nicht an die Kompetenz des Zerstörers und die Wahl des richtigen Ortes glaubt, will er dem Dämon vollkommen dienen. Währenddessen versucht Foster nicht nur, Marie nach ihrem schweren Unfall zu retten, sondern auch den aufkommenden Wahnsinn zu unterdrücken – und bekommt dabei Hilfe von ebenso überraschender wie unerwünschter Seite…

Dass der große Abschluss, ein letzter Knall, das Finale von „Foster“ kurz bevorsteht, ist der 16. Episode mit dem Titel „Der letzte Tag der Menschheit“ deutlich anzumerken – und das nicht nur wegen des Titels. Mehr noch als in den vorigen Episoden werden die Figuren in Stellung gebracht, einige überraschende Wendungen eingebaut und die Messer für die letzte Schlacht geschärft. Dazu gehört aber auch, einige Dinge in Reihe zu bringen, die bisherigen Handlungsfäden und die vielen Charaktere in einen sinnigen Zusammenhang zu bringen und jeweils ihren Teil in dem ganzen Puzzle aufzudecken. Das Tempo ist deswegen auch ein wenig langsamer als gewohnt, da es einige geschickt eingebaute Rückblicke gibt und eher auf Klarheit denn auf Spannung und Action gesetzt wird. Das mindert den Unterhaltungswert der Folge jedoch kaum, da die düstere Szenerie mit dem religiösen Hintergrund sehr gut zur Geltung kommt. Auch die magische Komponente der Serie wird gekonnt eingeführt und überzeugend eingebaut, was den Reiz der Geschichte schärft. Und da im Laufe der Episode wieder die Dramatik steigt und große Gefahr für einige wichtige Charaktere besteht, kommt eben doch einiges an Spannung auf. Eine weitere sehr starke Episode der Serie, die viele Feinheiten in die Geschichte einbringt und die vielen Stränge sinnvoll und glaubhaft zusammenführt, aber auch hörbar das große Finale einläutet.

Philipp Schepmann ist wieder in der Rolle des Parker zu hören, den er mit sehr präsenter Aura und viel Ausdruck in der Stimme einen sehr vielschichtigen Charakter schafft, den er sehr betont und eindringlich vertont. Bernd Vollbrecht spricht Anthony nicht minder markant und setzt die Düsternis in seiner Stimme gekonnt ein und lässt seine Szenen dadurch sehr prägnant wirken, ohne übertrieben zu wirken. Als Sniffer ist natürlich wieder Asad Schwarz zu hören, der nicht nur eine leicht komödiantische Art mit einbringt, sondern auch wunderbar in die finstere Ausstrahlung der Serie passt. Weitere Sprecher sind Bodo Wolf, Yvonne Greitzke und Luisa Wietzorek.

Hervorragend ist auch in dieser Episode wieder die akustische Umsetzung, die extrem gut aufeinander abgestimmt ist und bis ins Detail durchdacht ist. Oliver Döring versteht es, eine dynamische Stimmung zu schaffen, indem sich ruhig inszenierte Szenen mit heftigen Actionszenen abwechseln, die Musik an- und wieder abschwillt, gekonnt Geräusche eingebaut sind und die Dialoge auch mal ohne Hintergrundlänge für sich alleinstehen.

Das Cover zeigt ein sehr düsteres Bild von einem Hochhaus, von dessen Spitze sich spiralförmig schwarzer Nebel auszubreiten scheint. Das Chaos und die Angst, die diese Szenerie verbreitet, werden sehr gekonnt eingebunden – ein ebenso passendes wie ansehnliches Titelbild. Das Innere des Booklets ist wieder übersichtlich und schlicht aufbereitet, wobei leider wieder nicht alle wichtigen Rollen ihren Sprechern zugeordnet sind.

Fazit: Dass das große Finale kurz bevor steht, merkt man an den vielen Vorbereitungen für den Showdown, die hier getroffen werden. Das nimmt ein wenig Schnelligkeit, fügt aber dafür gekonnte Details hinzu und bringt die bisherigen Ereignisse in eine gelungene Ordnung. Und da die Inszenierung auch hier wieder hervorragend funktioniert, ist „Der letzte Tag der Menschheit“ sehr hörenswert.

VÖ: 29. Mai 2020
Label: Imaga
Bestellnummer: 9783946207627

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