John Sinclair - 135. Ninja, Zombies und Shimada



Um ihren neuen Freund und Gefährten Yakup Yalcinkaya bei der Rettung seiner Partnerin Helen Price zu unterstützen und seinen Feind Shimada aufzuhalten, reist John Sinclair mit Yakup nach San Francisco. Doch auch fernab des heimatlichen Londons steht der Geisterjäger im Fadenkreuz der dämonischen Mächte, muss sich aber auch mit einem unmoralischen Angebot beschäftigen...

Der aktuelle Handlungsstrang um Shimada, der eigentlich bereits in der 133. Episode gestartet wurde, ist in „Ninja, Zombies und Shimada“ immer noch das zentrale Thema und wird nach dem etwas starren Bericht von Yakup Yalcinkaya in der direkten Vorgängerfolge deutlich lebendiger fortgeführt. Dabei ist die japanische Mythologie um Götter und Dämonen weiterhin sehr präsent und fügt eine sehr mystische Stimmung bei, die wieder einen sehr individuellen Ausdruck hinterlässt. Viele Fäden aus den vorigen Episoden werden aufgegriffen und fortgeführt, durch die geradlinige Erzählweise wird der Überblick über die Ereignisse aber erleichtert. Und dabei wird auch sehr viel Abwechslung geboten, da viele unterschiedliche Stimmungen präsentiert werden. Es gibt actionreiche Kampfsequenzen, viele Hintergrundinformationen um die Mythologien, packende und wuchtige Momente, aber eben auch ein bisschen leisen Grusel, der hier sehr wohl dosiert und geschickt platziert wurde. Gut gefällt mir auch die sehr dichte Stimmung mit den lebendigen Beschreibungen, die in jeder Szene eine individuelle Atmosphäre verleihen. Und am Ende hat man dann das Gefühl, dass die Handlung um Yakup zu einem überraschenden, aber auch markanten Ende geführt wurde, es gibt aber auch noch offene Fragen, sodass die Figurenwelt noch weiter in der Serie eingebaut werden kann. Insgesamt eine sehr gelungene Episode der Serie.

Kirsten Hesse sorgt als für einen sehr markanten, gruseligen Moment und bringt die Rolle so sehr präsent zur Geltung, zumal sie ihrer Stimme ganz andere Facetten entlockt, als man es von der Serie gewohnt ist. Jossip Semec taucht wieder auf und wird wieder von Tobias Lelle gesprochen, der seine Stimme sehr hart klingen lässt und den skrupellosen Mann sehr ausdrucksstark spricht. Auch Maria Koschny hinterlässt als Mamiko Tamamoto einen sehr guten Eindruck, auch sie passt sehr gut in die Handlung und sorgt durch einen prägnanten Eindruck für starke Momente. Weitere Sprecher sind Herbert Tennigkeit, Peter Kirchberger und Jesse Grimm.

Wie man es von der Serie nicht anders kennt, ist die akustische Gestaltung der Episode sehr lebendig, abwechslungsreich und prägnant umgesetzt. Die Geräusche sind durchgängig sehr präsent und gestalten ganz unterschiedliche Hintergründe, während die temporeiche Musik für einen sehr dynamischen Eindruck sorgt. So wirken auch die Erzähltexte von John Sinclair aufregend und markant.

Das Cover der Folge ist genau wie der direkte Vorgänger eher schlicht geraten, durch die Ninja-Kämpfer wird aber die Stimmung der Episode gut aufgegriffen, zumal auch der Hintergrund mit dem weißen Baum und dem rötlichen Himmel eine gelungene Atmosphäre schafft. Wie immer ist die restliche Gestaltung des Booklets sehr schlicht geraten, neben den üblichen Angaben und der Folgenübersicht im Inneren sind keine weiteren Extras vorhanden.

Fazit: Die in den vorigen Episoden gestreuten Handlungsfäden werden hier sehr abwechslungsreich fortgeführt, die eine Vielzahl an Stimmungen präsentieren. Die Atmosphäre ist dicht und packend, die Szenerie um die japanische Dämonenwelt markant umgesetzt. Ein starker Abschluss des Zweiteilers, der mich voll überzeugen konnte.

VÖ: 20. Dezember 2019
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785759356

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