Foster - 15. Im Auge des Sturms



Foster ist mittlerweile auf sich allein gestellt, nur wenige Unterstützer sind ihm geblieben. Und so zieht er im Untergrund einige Fäden, um seine Feinde von sich abzulenken und einen neuen Gegenschlag vorzubereiten. Besonders um Isabelle und ihre Tochter Marie kümmert er sich und bringt sie durch eine List in Sicherheit. Doch immer mehr hat er dabei mit seiner Natur als Halbdämon zu kämpfen...

Mittlerweile hat sich die düstere Fantasy-Serie "Foster" zu einem komplexen Geflecht unterschiedlicher Elemente entwickelt, der Überblick über die verschiedenen Handlungssträngen fällt nicht gerade einfach. Und somit fordert auch die 15. Episode "Im Auge des Sturms" die volle Aufmerksamkeit des Hörers, um die verschiedenen Szenarien wieder korrekt zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Die vorigen Ereignisse sollten bestenfalls noch präsent sein, sonst fällt das Verständnis sicherlich schwer. Doch hat man die wichtigsten Charaktere und Zusammenhänge verinnerlicht, kann man die neuen Entwicklungen der Episode in vollen Zügen genießen. Denn die vielen dynamischen Entwicklungen mit den schnellen Schnitten sind äußerst unterhaltsam, die Handlungen der einzelnen Personen sorgen für spannende neue Entwicklungen. Der Stil der vorigen Episoden wird dabei gekonnt fortgesetzt, doch auch neue Elemente sorgen für viel Abwechslung. So wird Fosters dämonische Seite, innere Zwiegespräche oder düstere Vorahnungen, sogar eine Art medialer Kontakt thematisiert, was sehr unterhaltsam in eher ruhigen Szenen sehr gut zur Geltung kommt. Die Figuren werden hier weiter in Stellung für den großen Höhepunkt gebracht, was unterhaltsam und spannend geraten ist.

Hervorragend sind wieder die Sprecher, die die düstere Szenerie zum Leben erwecken. Xavier Parker wird von Philipp Schepmann gesprochen, der sehr markant spricht und seiner Rolle so eine starke Präsenz verleiht. Er fokussiert sich dabei gekonnt auf die Aura des Charakters und lässt diese eingängig wirken. Als Alex ist Daniela Thuar zu hören, die ihrer Stimme einen harten, abweisenden Klang verleiht und damit die Atmosphäre der Episode unterstreicht, aber auch ihre Gefühlsregungen glaubhaft präsentiert. Mit Klaus-Dieter Klebsch hat ein weiterer erfahrener Sprecher die Rolle des Cooper übernommen, der wie immer sehr professionell agiert und seiner Rolle so einige interessante Facetten entlockt. Weitere Sprecher sind Julia Kaufmann, Jan Single und Helmut Gauß.

Bei der akustischen Gestaltung ist die Serie stark wie eh und je, alles ist sehr gekonnt aufeinander abgestimmt und unterstützt die jeweils vorherrschende Stimmung. Dafür sorgt sehr abwechslungsreiche Musik, mal leise im Hintergrund, mal laut und fordernd, aber auch zahlreiche Geräusche, die sich ebenfalls sehr dynamisch präsentieren. Gut, dass es immer wieder auch eher ruhige Momente gibt, in denen nur die Dialoge zu hören sind und den Fokus der Hörer auf die Handlung legen.

Das Cover ist in einem computeranimierten Look gehalten und hat dennoch eine mystische, düstere Wirkung. Die Explosion bringt mit ihrem dunkelroten Feuerschein eine faszinierende Wirkung mit sich, wobei die Perspektive und die ruhig vor dem Feuer stehende Frau gekonnt umgesetzt sind. Das kleine Booklet enthält nur die nötigsten Informationen, nicht alle Sprecher sind dabei ihren Rollen zugeordnet.

Fazit: Die komplexe Handlung wird an vielen offenen Enden fortgeführt, was Übersicht und Konzentration vom Hörer fordert. Das ist sehr spannend umgesetzt und mit immer neuen Wendungen und markanten Szenen umgesetzt, aber auch stille Momente und die Weiterentwicklung der Charaktere wird zugelassen. Eine weitere sehr starke Episode der Serie.

VÖ: 31. Januar 2020
Label: Imaga
Bestellnummer: 9783946207597

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