TKKG - 213. Das unheimliche Dorf



Es sollte ein erholsamer Ausflug für Tim, Karl, Klößchen und Gaby sein, doch an einem abgelegenen Waldsee können sie nur mit knapper Not einen Mann vor dem Ertrinken retten. In dem kleinen Dorf in der Nähe erfahren sie von einem unheimlichen Fluch, der die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt und auch für den Badeunfall verantwortlich sein soll...

2019 gab es erstmals eine Live-Tour von TKKG, bei der die vier Hauptsprecher nebst anderen Schauspielern einen Fall auf der Bühne gesprochen haben: "Das unheimliche Dorf". Und eben diese Geschichte wurde nun auch als reguläre Episode für die eigentliche Serie umgesetzt - im Studio aufgenommen, nicht in der Live-Version. Zu Anfang gibt es einige der typischen Neckereien zwischen den Bandenmitgliedern, die sich anscheinend alternativlos um Klößchens Körpergewicht drehen - sicherlich könnte man auch mal ein anderes Thema wählen, das als Einstieg dienen kann. Schnell schwenkt die Handlung aber auf die Rettung von Arne Aalreiter aus dem kleinen See um, die darauf aufbauende Handlung ist mal unheimlich und gruselig, mal spannend und abenteuerlich gestaltet. Mir gefällt, dass es hier mal ernster zugeht als bei vorigen Episoden und der Fall komplexer gestaltet ist als sonst. Es fügen sich viele Elemente zusammen, die zunächst nicht in Einklang gebracht werden können, am Ende aber stimmig kombiniert wurden und alles einen Sinn ergibt. So ist beispielsweise eine fliegende Drohne zunächst abgekoppelt vom Fall, nimmt aber noch eine wichtige Rolle ein. So gibt es einige Überraschungen in der Handlung, was sehr flüssig und unterhaltsam wirkt. Das Tempo ist dabei genau richtig gewählt, auch die Dialoge klingen insgesamt deutlich stimmiger als in den letzten Folgen. Eine starke Episode, die mir sehr gut gefallen hat.

Luise Lunow ist als Greta Wessel wunderbar unheimlich und düster, ihre raue Stimme setzt sie dabei energisch und ausdrucksstark ein, sodass ihre Szenen viel Atmosphäre ausstrahlen. Auch Michael Lott hat mir als Eduard Möllen gut gefallen, er schafft eine markante Aura um den Mann und wirkt hart und zwielichtig, sodass die Stimmung der Episode gekonnt unterstrichen wird. Arne Aalreiter wird von Peter Kaempfe gesprochen, der seiner Stimme einen variablen Klang verleiht und damit die verschiedenen Szenen glaubhaft vertont. Natürlich sind auch Sascha Draeger, Tobias Diakow, Manou Lubowski und Rhea Harder in den Hauptrollen zu hören.

Akustisch ist die Episode prägnanter umgesetzt als viele ihrer Vorgänger, besonders die unheimlichen Vorgänge im Dorf sind mit vielen lebendigen, gruseligen und recht lauten Geräuschen umgesetzt. Auch ansonsten wird eher auf glaubhafte Geräusche denn auf Musik gesetzt, was mir sehr gefallen hat und für eine passende Kulisse für die Dialoge sorgt.

Auch wenn das Zelt der vier Jugendlichen auf dem Cover eine Spur zu ausladend wirkt, ist das Cover sehr stimmig geraten. Durch das dünne Tuch scheint der unheimliche Schatten eines Mannes, die vier Hobbydetektive schauen recht erschrocken darauf. Im Inneren des Booklets sind leider keine weiteren Informationen zu der Tour enthalten, nur die üblichen Produktionsangaben und eine Episodenübersicht sind – wie immer – vorhanden.

Fazit: Unheimlich, atmosphärisch dicht und spannend erzählt - die 213. Episode von TKKG hat meinen Geschmack vollkommen getroffen und dürfte sowohl die aktuelle Zielgruppe, aber auch die "alten" Fans überzeugen. Dabei gibt es einige Wendungen und spannende Momente, sodass ein lebendiger Erzählfluss entsteht. Hörenswert!

VÖ: 6. Dezember 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190759888421

Datenschutzerklärung