Macabros - 14. Knochensaat



Als Björn Hellmark von dem Mann erfährt, der mit einer Knochenhand ein kleines Mädchen zu Tode erschreckt hat und dann spurlos verschwunden ist, wittert er gleich eine neue Attacke der dunklen Mächte. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf die Spur der alten Inka, die bereits ebenfalls von dem Fluch der Knochensaat wussten...

Dan Shocker hat sich für seine Serie „Macabros“ die Freiheit genommen, die Themenwahl sehr frei zu gestalten, und zwar einen markanten Hauptgegner für die Titelfigur zu schaffen, aber eben auch immer wieder neue Feinde und übernatürliche Bedrohungen aufkommen zu lassen. So ist auch die 14. Episode der Umsetzung von WinterZeit mit einem ganz neuen Ansatz versehen, der dem Hörer innerhalb der ersten Szenen näher gebracht wird. Die unheimliche Knochensaat wird sehr markant dargestellt und ist kreativ erdacht, die Hintergründe sind es umso mehr. Denn hier spielt das längst untergegangene Reich der Maya und Inka eine große Rolle, eine Expedition durch den dichten Urwald, die Götterwelt der alten Stämme und weitere markante Elemente sind dabei eingebaut. Das sorgt für eine ganz andere Stimmung, als es bisher in der Serie der Fall war, auch die Erzählstruktur unterscheidet sich deutlich. Ich mag die dynamische Entwicklung der Episode, der ruhige, bedrohliche und actionbetonte Szenen abwechslungsreich kombiniert und dabei dennoch sehr stringent die Handlung weitergeführt wird. Gemeinsam mit der gelungenen Idee hinter der Folge und dem lebendigen Abschluss ist so eine weitere hörenswerte Folge entstanden, die die Serie weiter voranbringt.

Die Sprecher der Episode sind wieder gut auf die Rollen abgestimmt und überzeugen durchweg mit ihrem großen Engagement in ihrer Sprechweise. Als Delware ist Oliver Feld zu hören, dessen markante Stimme sehr gut in die Szenerie der Handlung passt, zumal er der Figur einige gelungene Facetten entlockt. Auch Christin Marquitan sorgt in einer der ersten Szenen als Diana Owen für eine sehr unheimliche Stimmung und hat hörbaren Spaß daran, ihre ungewöhnliche Rolle auszuleben. Lediglich Milos Pelweckyi konnte mich als Pepe nicht überzeugen, er spricht sehr monoton und wirkt abgelesen, was der wichtigen und interessanten Rolle leider nicht gerecht wird. Weitere Sprecher sind Mario Gavrillis, Johannes Berenz und Isabella Götze.

Wie übliche wurde auch hier eine sehr lebendige Szenerie geschaffen, die die Handlung unterstützen und für eine düstere Stimmung sorgen. Dabei sind die Geräusche sehr gut auf die Dialoge abgestimmt, während die Musik sehr präsent eingebaut ist und sehr druckvoll wirkt, an einigen Stellen aber vielleicht auch eine Spur zu laut gedreht wurde.

Die unheimlichen Auswirkungen der Knochensaat werden auf dem Cover im nostalgischen Zeichenstil gekonnt aufbereitet. Der Mann mit dem grimmigen Gesichtsausdruck, der zur Hälfte Skelett ist, ist durch seine Individualität und seine Ausdrucksstärke gelungen geraten. Das Booklet enthält neben einigen einleitenden Worten von Markus Winter noch einen Ausblick auf die kommende Episode.

Fazit: Nach dem rätselhaften Intro wird die Geschichte dynamisch weiterentwickelt, wobei zahlreiche interessante Ideen eingeflossen sind. Besonders der Einfluss der alten Maya auf die Handlung bringt eine spannende und dichte Stimmung mit ein. Schade nur, dass eine der wichtigsten Rollen nicht sonderlich überzeugend vorgetragen wurde, was dem Finale etwas die Kraft nimmt.

VÖ: 13. Dezember 2019
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978360661467

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