Punkies – 16. Hai Life



Die Punkies wurden von Duke und Sharko nach Sylt eingeladen, die beiden begeisterten Surfer wollen ihr gemeines Verhalten der Band gegenüber wieder gutmachen. Die Freude wird etwas getrübt, als die fünf im Van schlafen müssen, dafür werden die Punkies zum Essen in ein feines Fischrestaurant eingeladen. Doch dabei beobachten sie eine seltsame Menschengruppe, die sie später noch beschäftigen wird...

Mal hoffnungsvolle Nachwuchstalente, die zumindest regionale Bekanntheit erlangt haben, mal absolute Newcomer, die um jeden Gig kämpfen müssen – „Die Punkies“ erleben in der nach ihnen benannten Hörspielserie viele Aufs und Abs. Und auch wenn die 16. Episode „Hai Life“ einen Urlaub der Band auf der Insel Sylt thematisiert, geht es doch eher hart für Leonie, Nicolas und die anderen zu. Wie immer wird dabei darauf geachtet, dass die Handlung nicht nur ausschnittsweise, sondern in einem größeren Zusammenhang mit einigen kleinen Nebenarmen erzählt wird. Doch genau das ist in dieser Episode nicht allzu gut gelungen, da nicht so recht klar ist, was nun eigentlich erzählt werden will. Das nimmt gerade am Anfang viel Spannung aus der Handlung, da der Hörer auch nicht weiß, worauf die Folge eigentlich hin will, baut sich auch keine wirkliche Bindung auf. Und als klar ist, was der Kern der Handlung ist, wird erst ein wenig herumgeeiert, dann ist aber auch schnell alles klar. Schade, dass das recht langwierig wirkt, denn es wäre durchaus Potenzial für eine lebendige Geschichte vorhanden gewesen. Dass sich dann noch einige Unglaubwürdigkeit einschleicht, die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehbar sind und vieles eher in der Vergangenheitsform erzählt wird, als dass der Hörer es miterlebt, nimmt weitere Spannung aus der Handlung. Die Stimmung bei den Punkies und auf der Insel leidet darunter zum Glück nicht, auch der Ansatz des Naturschutzes ist durchaus positiv. Überzeugen konnte mich diese Episode aber leider nicht.

Rodrigo, den die Punkies auf der Insel kennenlernen, wird von Felix Stüven gesprochen, der mit seiner lockeren Art und glaubhafter Betonung eine stimmige Figur schafft, die sich gut in das Ambiente der Episode einfügt. Willi wird von Christian Rudolf mit nicht ganz natürlich wirkendem Akzent gesprochen, sodass der Wirt des Fischrestaurants etwas überzogen, aber dennoch sympathisch wirkt. Nicolas wird von Patrick Bach gesprochen, der wie immer einen sehr patenten Eindruck hinterlässt und die vielen Feinheiten des Charakters und seine positive Energie gekonnt umsetzt. Weitere Sprecher sind Daniel Welbat, Timo Kinzel und Michael Bideller.

Die Dialoge werden von einer passenden akustischen Gestaltung begleitet, die vor allem viele passende Geräusche enthält und so die Atmosphäre auf Sylt lebendig wirken lässt – pfeifender Wind, kreischende Möwen, sanfte Wellen oder das Knistern eines Feuers wirken stimmig. Musik wird natürlich auch eingesetzt, mal als passende Hintergrundbegleitung, mal als Musik von den Punkies – meist bereits bekannte Songs der Serie in Akustik-Versionen.

Auf dem Cover wird eine Band-Szene der Punkies dargestellt, wobei erst auf den zweiten Blick klar wird, dass es sich um eine Unterwasser-Welt handelt, was mit kleinen Seebewohnern und angedeuteten Wellen umgesetzt ist. So richtig passt das jetzt nicht zur Handlung, allerdings ist es schon, mal wieder die ganze Band auf dem Titelbild zu sehen.

Fazit: So recht mag mich diese Episode trotz einiger guter Ansätze und einer stimmigen Atmosphäre nicht überzeugen. Zu langsam entwickelt sich die Handlung, zumal nicht ganz klar ist, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Zudem treten die Band-Aktivitäten ziemlich in den Hintergrund, der Kernpunkt der Serie kommt somit nicht so recht zur Geltung - und das trotz der eigentlich ganz stimmig eingebauten Songs.

VÖ: 2. August 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 889854549725

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