Schlau wie 4 – 13. Vulkane – Expedition ins Innere der Erde



Auf einem Ausflug mit der Schule in die Vulkaneifel geraten Tobi und dem Checker Friedrich-Wilhelm ordentlich aneinander - und beide sollen als Strafaufgabe ein Referat über eine Vulkangegend halten. Klar, dass Samir, Pia und Lisa ihren Freund unterstützen wollen und einen Ausflug mit dem Navinauten zum Stromboli machen - nicht ahnend, wer ihnen dort über den Weg laufen wird...

Vulkane üben eine große Faszination auf, die zerstörerischen Lavamassen, die unaufhaltsame Naturmacht, die vielen Legenden sorgen auch heute noch für eine geheimnisvolle Aura. Die Wissensserie „Schlau wie 4“ widmet sich in seiner 13. Episode diesem Thema und fügt den vielen Mysterien zahlreiche Erklärungen und einen wissenschaftlichen Exkurs zu. Dazu wurde ein geradezu märchenhafter Einstieg gewählt - eine schöne Idee, die zugleich mit der Landschaft der Vulkaneifel verbunden wird. Natürlich läuft das alles auf einen Ausflug mit dem Navinauten hinaus, bei dem die Kinder hautnah einen aktiven Vulkan miterleben, wobei natürlich wieder zahlreiche Fakten eingebunden werden. Mir gefällt, wie dies auf ganz unterschiedlichea Weise aus zahlreichen Quellen eingebunden ist und die Entwicklung der Handlung nicht dadurch behindert wird. Witzig wird es beispielsweise, wenn in romantischen Liebesschwüren die Superlative der Vulkane der Welt eingebracht werden. Und auch wenn man sich sicherlich nicht alles merken kann, bekommt man einen guten Eindruck von den Dimensionen und Auswirkungen des Naturphänomens. Doch das war nicht alles, denn in den Ausflug zum Stromboli sind weitere kleine Nebenarme eingebaut. Besonders eine zwielichtige Gestalt bereitet den schlauen 4 Kopfzerbrechen und sorgt für eine leicht bedrohliche Atmosphäre. Gegen Ende wird es dann noch einmal richtig aufregend, eine gefährliche Situation und eine unerwartete Auflösung sorgen für Überraschungen. Nur dass der alte Konflikt mit dem Checker wieder auf eine ähnliche Art wie sonst aufgelöst wird, hätte etwas mehr Abwechslung vertragen. Dennoch ist eine abwechslungsreiche Episode entstanden, die mich wieder voll überzeugt hat.

Die Sprecher der Episode machen ihre Sache wieder richtig gut und sorgen für eine lebendige Grundstimmung. Tobi wird natürlich wieder von Flemming Stein gesprochen, der den energiegeladenen Jungen mit seinen Gefühlsausbrüchen, aber auch seiner freundlichen Art glaubhaft darstellt. Die Bergführerin Lucia wird von Nadine Schreier gesprochen, auch sie hinterlässt mit ihrer authentisch wirkenden Stimme einen positiven Eindruck und bringt ihre Erklärungen passend herüber. Auch Thomas Karallus hat mir gut gefallen, er verleiht der Figur einen aufdringlichen Eindruck, der der Szenerie noch einmal eine andere Note verleiht. Weitere Sprecher sind Robin Brosch, Jürgen Holdorf und Max König.

Die positive Ausstrahlung der Folge wird durch die akustische Gestaltung unterstrichen. Die Musik ist meist fröhlich, bei etwas spannenderen Stellen passen sich die Melodien aber gelungen an, während die Geräusche die jeweilige Szenerie im Hintergrund gut gestalten. Mal geht es dort natürlich, mal modern zu, was gut zusammengebaut wurde.

Die comichafte Gestaltung des Covers gefällt mir auch hier wieder sehr gut, wobei die Szene aus dem Hörspiel rund um den Vulkan ansprechend gestaltet wurde, die Figuren aber in den Mittelpunkt rückt. Nicht fehlen dürfen die kleinen Boxen mit vielen zusätzlichen Informationen, die weiteres Wissen vermitteln.

Fazit: Die lockere Atmosphäre der Serie kommt auch hier wieder gut zur Geltung, wird aber auch mit vielen spannenden und aufregenden Szenen angereichert. Der grundsätzliche Verlauf mag etwas vorhersehbar sein, in Nebenarmen der Handlung kommen dennoch einige Überraschungen auf. Und die kreative Art, wie hier wissenswerte Fakten eingebunden sind, gefällt mir in dieser Folge besonders gut.

VÖ: 12. Juli 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190759116821

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