Der kleine Hui Buh – 14. Der verrückte Zeugnistag / Das Fest im Dunkeln



Pepe soll vor der gesamten Klasse einen Vortrag über Dinosaurier halten-doch gerade zu dieser Stunde ist auch schlecht gelaunt die Direktorin anwesend. Und das macht Pepe ganz schön nervös… (Der verrückte Zeugnistag)
An einem Herbstabend fällt in ganz Burgeck der Strom aus. Frederik entschließt sich, dass unter diesen Umständen eine neue Aufgabe für seine Schützlinge keinen Sinn macht und sie lieber den Bewohnern helfen sollen – wobei sie allerdings auch einiges lernen... (Das Fest im Dunkeln)

Hörspiele für ein jüngeres Publikum sind oft deutlich kürzer als Produktionen für Erwachsene, um die eher kurze Aufmerksamkeitsspanne nicht über Gebühr zu strapazieren. Auch die Geschichten um den „kleinen Hui Buh“ und die aufgeweckte Hexe Hedda folgen diesem Schema, dafür sind auf den CDs aber auch jeweils zwei Geschichten versammelt. Die 14. Folge kommt damit auf fast 80 Minuten, sodass es dann eben doch ziemlich viel zu hören gibt. Die erste Episode „Der verrückte Zeugnistag“ bricht gleich die ansonsten übliche Erzählweise auf, da zunächst Pepe vorgestellt wird. Erst später kommen Hui Buh und Hedda Hex dazu, die natürlich wieder eine knifflige Aufgabe lösen müssen. Ab dann verläuft die Folge wieder in normalen Bahnen, geht aber sehr gut auf die Emotionen von Pepe ein. Gepaart mit der witzigen und abwechslungsreichen Atmosphäre funktioniert das äußerst gut, da auch die charmanten Einfälle der Serie gekonnt eingebracht sind. Und auch der gutmütige Lehrmeister Frederik bekommt hier einen größeren Auftritt und greift aktiver als sonst ins Geschehen ein. Die zweite Episode „Das Fest im Dunkeln“ um den Stromausfall ist ebenfalls sehr gut gelungen, die kurzen Abschnitte mit den vielen Bewohnern, denen geholfen werden muss, bringt viel Abwechslung mit ein und ist wegen vieler kreativer Einfälle sehr bunt geraten. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind dabei das Salz in der Suppe, ebenso wie die einzelnen Fäden gekonnt zusammengeführt werden. Zwei sehr kurzweilige Episoden, die mir wieder sehr gefallen haben.

Pepe wird in der ersten Episode von Paul Wenzl gesprochen, der die Unsicherheit, aber auch die Energie des Jungen glaubhaft umsetzt und meist spontan wirkt, gerade für sein Alter eine überzeugende Leistung. Sein Lehrer Herr Fröhlich wird wahrscheinlich nicht ganz zufällig von Andreas Fröhlich gesprochen, der seiner Stimme einen sehr freundlichen und motivierenden Klang verleiht und dabei sehr sympathisch wirkt. Als Frederik ist natürlich wieder Bert Franzke zu hören, der seiner Rolle viel Charme verleiht und ziemlich niedlich wirkt. Weitere Sprecher sind Bennet Grunwald, Louis Böhme und Karen Schulz-Vobach.

Die akustische Umsetzung der beiden Episoden ist wieder mit viel Pfiff geraten und kombiniert eine Vielzahl von passenden Geräuschen mit stimmungsvoller und fröhlicher Musik. Dabei stehen die Dialoge aber durchgängig im Vordergrund, sodass die Zuhörer nie abgelenkt werden, sondern eine passende Atmosphäre geboten bekommen.

Die liebevoll gestalteten Hauptfiguren kommen nicht nur im Hörspiel selbst, sondern auch immer wieder auf den Covern sehr gut zur Geltung. Hedda Hex und Hui Buh helfen gerade Pepe bei einem kleinen Problem, was zusätzlich mit einer sehr urigen Farbstimmung umgesetzt ist. Dieses Motiv wiederholt sich bei der restlichen Gestaltung immer wieder, im Inneren gibt es wieder ein kleines Ratespiel.

Fazit: Die beiden Episoden sind wieder mit sehr viel Witz und Esprit umgesetzt, die selbst gesteckten Pfeiler der Serie werden dabei weiter verfolgt. Dennoch gibt es immer kleine Besonderheiten oder eine andere Stimmung, sodass für Überraschungen und Abwechslung gesorgt ist. Besonders die tolle Atmosphäre am Ende der zweiten Episode ist sehr gelungen, aber auch der Weg dorthin hat mir sehr gut gefallen.

VÖ: 13. September 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758785226

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