Der Todeskünstler – 3. Nie zu Ende



Das Tagebuch von Sarah liefert Smoky Barret und ihrem Team wertvolle Hinweise auf den Todeskünstler, aber auch die weiteren Morde des perfiden Täters führen die Ermittler auf seine Spur. Unermüdlich folgen sie jeder Fährte und stoßen dabei auf eine erstaunliche Wendung, die das Leben von Sarah weiter beeinflussen wird...

Die zwei sehr unterschiedlichen ersten Episoden von „Der Todeskünstler“ haben die Grundzüge des zweiten Falles von Smoky Barret beschrieben und sich dann auf Sarahs Lebenslauf konzentriert, der dritte Teil mit dem Namen „Nie zu Ende“ führt noch einmal in eine andere Richtung. Die bisher gelegten Spuren und Puzzleteile werden hier weiter ausgeführt, das Team um Smoky Barret zieht seine Schlüsse und nähert sich so langsam dem Profil des Täters. Die Ermittlungen sind klassisch aufgebaut und wesentlich temporeicher als die ersten Teile, fügen immer neue Details hinzu. Mal werden bekannten Motiven neue Details hinzugefügt, aber auch neue kleine Wendungen sorgen für einen sehr unterhaltsamen Verlauf. Der Fokus rückt ab von den grausigen Szenen, die Gewalt wird eher angedeutet als ausgeführt, verliert dabei aber nicht an Intensität. Eingestreut sind weitere Erinnerungen aus Sarahs Tagebuch, sodass die Aufmerksamkeit des Hörers auf verschiedenen Ebenen gefordert wird, was wegen der düsteren Faszination der Serie aber leicht fällt. Vieles prägt sich sofort ein, da man selbst der unglaublichen Tat auf die Spur kommen will und die Hinweise zusammenfügen möchte. Die dynamischen Wechsel zwischen den einzelnen Szenen und der lang geplante und vielseitige Vorsatz des Todeskünstlers spielen dabei gekonnt zusammen und überzeugen mit der sehr flüssigen Erzählweise, sodass der Hörer immer voll im Geschehen ist.

Douglas Welbat führt nicht nur Regie bei dieser Serie, sondern ist auch in der Rolle des Alan Washington zu hören. Souverän und spontan wirkend stellt er den Ermittler in Smokys Team glaubhaft dar und trifft dabei immer genau den richtigen Ton. Als Cathy Jones ist Anne Moll zu hören, die die Atmosphäre ihrer Szenen mit feinen Facetten unterstreicht, was einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. Auch Michael Bideller macht als Direktor Jones seine Sache sehr gut, spricht intensiv und vielschichtig, was sehr gut in die Handlung passt. Weitere Sprecher sind Isabella Grothe, Arwen Beims und Marion Elskis.

Der Einsatz der Musik ist sehr gut auf die Handlung angepasst und verstärkt den Spannungsbogen, der so noch besser zur Geltung kommt. Dabei werden einige Dialoge auch nicht durch Melodien begleitet, sodass man den Schlussfolgerungen der Ermittler sehr fokussiert erfassen kann. Die Geräusche sind treffend eingepasst und lassen die Gespräche lebendiger wirken.

Das Titelbild der Folge unterscheidet sich kaum von denen der Vorgänger (inklusive der ersten Miniserie). Das Foto von Katy Karrenbauer wirkt dabei immer noch sehr prägnant, ihr bohrender Blick passt gut zu ihrer Rolle. Wieder mal ist ein blutiges Utensil zu sehen, dieses Mal ein Hammer in einer blutigen Lache. Das mag zwar zur Serie passen und Kosten sparen, wirkt dann aber eben auch etwas beliebig.

Fazit: Die Serie ist in dieser Episode im Wandel – sowohl die Charaktere als auch die Szenerie zeigen andere Facetten von sich. Die Ermittlungen stehen hier mehr im Mittelpunkt als die brutalen Verbrechen, sind spannend und abwechslungsreich aufbereitet und sorgen für einen packenden Verlauf. Wuchtig und eindringlich wälzt sich das über den Hörer und bereitet wie nebenbei noch das große Finale vor.

VÖ: 31. Mai 2019
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785757529

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