Death Note - 12. Spitzenprädator



Nachdem Misa ihr DeathNote aufgegeben und Light sie verlassen hat, ist die junge Frau völlig verwirrt und steht oben am Rand auf einem Hochhaus. Detective Masuda versucht, sie davon abzuhalten, doch scheinbar kann nur die Versöhnung mit Light sie dazu bringen, den entscheidenden Schritt nach hinten zu gehen...

„Superprädator„ stand von Anfang an als Abschluss der zwölfteiligen Hörspielserie „DeathNote„ fest, bis zu diesem Punkt hat der Hörer zahlreiche verschiedene Verwicklungen miterlebt - persönliche, politische und gesellschaftliche. Dieser Abschluss konzentriert sich aber wieder stärker auf die Hauptfigur des Light Yagami, der in einer der ersten Szenen seine ehemalige Freundin Misa vom Selbstmord abzuhalten versucht, später in seinen Beziehungen in diverse Konflikte gerät und dann immer weiter in Bedrängnis gerät. Die Gliederung des Hörspiels ist hier sehr viel klarer und gradliniger als in den vorigen Episoden, einfach weil manche Handlungsstränge schon zu Ende erzählt wurden und so die Konzentration auf das Wesentliche ermöglicht wird. Genau das ist sehr packend geraten und schließt den Kreis der Serie, die Stimmung ist oft ähnlich wie in der ersten Folge der Serie. Natürlich steht der große Showdown an, der hier ganz im Stil der Serie eine kühle, berechnende Wirkung ausübt und die verschiedenen Parteien ihre eigenen Ziele verfolgen lässt. Die Zwänge, die sich daraus ergeben, sind ebenso wie die vielen kleinen Überraschungen gekonnt zusammengestellt und sorgen für einen intensiven Ausdruck. Und auch wenn man das Ende aus dramaturgischen Gründen schon vorausahnen konnte, ist es nicht minder eingängig geraten - zumal am Ende dann doch noch eine sehr unerwartete Wendung die Serie sehr gekonnt abschließt. Der flüssige Verlauf dieser Episode ist sehr gelungen und unterstreicht noch einmal die Qualität der ganzen Serie.

Als Misa Amane ist natürlich wieder Yesim Meisheit zu hören, deren helle und klare Stimme die große Verletzlichkeit der Figur unterstreicht und die dramatischen ersten Szenen damit sehr nahbar wirken lässt. Maximilian Artajo überzeugt mit seinem markanten Klang und glaubhafter Betonung, was die Rolle des Mello mit einer gelungenen Ausstrahlung versieht. Auch Fabian Hollwitz ist sehr überzeugend, er passt sich gekonnt der vorherrschenden Stimmung an und verstärkt diese mit seinem treffenden Ausdruck. Weitere Sprecher sind Marlin Wick, David Wittmann und Ulrike Stürzbecher.

Mir gefällt, wie die akustische Gestaltung immer die Dialoge in den Fokus stellt und dabei oft recht nüchtern klingt, aber auch mit kleinen prägnanten Musikstücken die Atmosphäre der Szenen unterstreicht und zusätzliche Dramatik verleiht. Die Geräusche sind auch eher dezent im Hintergrund eingesetzt, funktionieren insgesamt sehr gut.

Ein Doppelpack ist dieses Mal auf dem Cover zu sehen, neben dem diabolischen Gesicht eines jungen Mannes ist auch ein Totenkopf zu sehen, dessen schwarze Flügel und die rot leuchtenden Augen ihren Effekt nicht verfehlen. Das gesamte Titelbild strahlt eine düstere und unheimliche Aura aus, was sehr gut zum Hörspiel passt. Im Inneren des Booklets gibt es dieses Mal kein Sprecherfoto, sondern ein paar Informationen zu Autor und Zeichner der Serie.

Fazit: Die vielschichtige Serie verstärkt in diesem letzten Teil noch einmal des Fokus auf Light und schließt so den Kreis über die gesamten Folgen. Das ist mit einigen Dramen, weiteren Intrigen und vielen intensiven Momenten geschehen, was die Charaktere noch einmal hervorhebt und auch die düstere Faszination der tödlichen Notizbücher gekonnt aufgreift. Ein sehr gelungener Schluss dieser außergewöhnlichen Reihe.

VÖ: 28. Februar 2019
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785757970

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