DeathNote – 11. Flamme



Fünf Jahre lang hat Kira die Welt verändert, und immer noch wurde er nicht geschnappt. Während sich Experten nicht sicher sind, ob sein Einfluss gut oder schlecht ist, lenken die Ermittler den Verdacht in ihre innersten Kreise - bis es weitere Todesfälle gibt und sich die Schlinge um den Hals von Light immer wieder zuzieht...

Die Idee der Notizbücher, die jeden töten, dessen Name hineingeschrieben wird, wurde in den ersten zehn Episoden von DeathNote auf vielerlei Weise beleuchtet, was in der elften Folge „Flamme“ weiter ausgebaut wird. Und da schon seit Beginn der Serie auch der Einfluss der Medien eine wesentliche Rolle gespielt hat, passt es umso besser, eine Diskussion um die Veränderung der Gesellschaft im Fernsehen zu verfolgen, was der eingängigen Szenerie noch mehr Tiefe verleiht. Auch ansonsten ist die Handlung vielschichtig durchdacht und greift Themen wie Ehrgeiz oder Eifersucht auf, was die bereits bekannten Charakteren noch mehr Facetten verleiht. Die Szenen sind dabei sehr vielschichtig, die Handlung entwickelt sich auf ganz verschiedenen Ebenen weiter. Kernelement ist dieses Mal jedoch der Verdacht, dass Light Yagami Kira sein könnte. Auch wenn dem Hörer dies seit der ersten Folge bekannt ist, bekommt die Handlung dadurch noch mehr Schärfe, zumal er sich auch selbst offenbart und ziemlich viel Bewegung in seinem Umfeld stattfindet. Das ist sehr unterhaltsam geraten, was durch den letzten Track der CD aber noch einmal verstärkt wird. Dort wird es einerseits emotional, andererseits wird auch ein packender Cliffhanger präsentiert, der die Neugier auf die kommende (und vorerst letzte) Episode verstärkt. Wieder eine richtig starke Folge der Serie, die sich vielseitig, intensiv und mit vielen markanten Szenen präsentiert.

Ryuk wird wie auch in den vorigen Episoden von David Turba gesprochen, wobei der leichte Verzerreffekt seine prägnante Sprechweise mit dem immer leicht ironischen Unterton sehr gut unterstützt. Teru Mikami wirkt durch die ausdrucksstarke Stimme von Rainer Fritzsche sehr gelungen, wobei der Anwalt mit seiner markanten Sprechweise viel Ausdruck verliehen bekommt. Yara Blümel spricht die Rolle der Kyyomi Takada sehr vielseitig und treffend, sodass die verschiedenen Facetten der jungen Frau gut zur Geltung kommt. Weitere Sprecher sind Peter Lontzek, Liane Rudolph und Yasim Meisheit.

Die Ausstattung der Geräuschkulisse ist sehr treffend geraten, wobei deren Einsatz sehr effektiv ist. Auf die Gestaltung des Hintergrunds wird dabei weitestgehend verzichtet, sodass der Fokus stark auf die Dialoge gelenkt wird. Die moderne Atmosphäre wird durch den Einsatz kurzer Musikstücke als Szenentrenner gut ergänzt und bekommt eine düstere Atmosphäre.

Das Cover dieser Episode wird von der Zeichnung von Kiyomi Takada geziert, die mit leicht spöttischem Ausdruck den Betrachter direkt anzusehen scheint und die Faszination für die junge Frau dabei verständlich macht. Im Inneren des kleinen Booklets ist dann auch in der bereits bekannten Aufmachung eine Übersicht der Mitwirkenden zu sehen, wobei natürlich auch hier wieder ein Foto und ein paar kleine Infos zu einem Sprecher zu finden sind, dieses Mal ist es Yara Blümel.

Fazit: Wieder führt die Folge in eine andere Richtung, der Druck auf Light wächst in gleichem Maße wie sein Einfallsreichtum, was die Handlung sehr spannend wirken lässt. Das Erzählen auf mehreren Ebenen ist die große Stärke der Serie und wird hier besonders gut fortgeführt, wenn sich private mit gesellschaftlichen Themen verbinden. Besonders gegen Ende nimmt die Intensität noch einmal deutlich zu und schließt diese sehr starke Folge gekonnt ab.

VÖ: 28. Februar 2019
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785757901

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