Foster – 14. Götter und Dämonen



Bei seiner Flucht vor seinen Gegenspielern ist Halbdämon Foster durch Deutschland unterwegs, wobei er ausgerechnet in dem kleinen Mädchen Marie eine neue Verbündete findet. Währenddessen sind auch seine Freunde auf der Suche nach ihm, sodass Sniffer in Alarmbereitschaft ist. Doch noch ist nicht klar, ob Foster unbeschadet aus der Nummer herauskommt – physisch wie psychisch...

Die vorige Episode von „Foster“ hat die harte Mystery-Serie eine deutliche Wendung in den Vorzeichen genommen und die Situation der Hauptfigur in andere Bahnen gelenkt. Die 14. Episode setzt kurze Zeit danach an und führt einige der Handlungsstränge nahtlos fort, beispielsweise um Ralph und Anthony, in deren Szenen weitere unheilvolle Ankündigungen zur Ankunft des Dämonen Sebul eingebracht sind. Andere Sequenzen sind mit neuen Charakteren oder eben unter anderen Vorzeichen umgesetzt, was die Serienhandlung auf vielfältige Weise fortsetzt. Wie immer geht es dabei recht komplex zu, da sich viele der Szenerien kaum berühren und so viele unterschiedliche Charaktere eine wichtige Rolle spielen. Doch durch die klare Struktur der Szenen und ein sehr gutes Tempo kann man mit genügend Aufmerksamkeit allem folgen und auch die gelungenen Feinheiten erfassen. Langsam schält sich dabei heraus, welche Wandlung Foster durchmacht, in welche Richtung sich sein großes Potenzial entwickeln würde, was im weiteren Verlauf in seinen Entscheidungen immer deutlicher wird. Sehr gelungen finde ich, wie dabei auch immer mehr die Hintergründe der Serie um „Götter und Dämonen“ eingebunden werden, wie ja auch der Folgentitel heißt. In einem sehr interessanten Zwiegespräch gegen Ende findet diese Thematik ihren Höhepunkt - unglaublich, wie eine so ruhigen Szene eine solche Kraft entfalten und mehr fesseln kann wie so manche Actionszene. Der eingebrachte gesellschaftspolitische Komponente und die Wucht der Erkenntnisse lassen diese Szene noch lange nachhallen und fügen der Serie eine weitere Ebene hinzu.

Die Rolle der Marie wird von Amelie Schröter gesprochen, die sehr spontan und glaubhaft wirkt. Gerade in Anbetracht ihres Alters ist es sehr lobenswert, wie authentisch und aufgeweckt sie das kleine Mädchen spricht. Sniffers immer leicht rotziger Unterton wirkt sehr markant, während er mit seiner passenden Attitüde die Atmosphäre der Handlung unterstützt. Auch Uwe Büschken hat mir als Ralph gut gefallen, mit seinem glaubhaften Gefühlsausdruck und feinen Facetten bringt er die stetige Wandlung des Mannes gekonnt zur Geltung. Weitere Sprecher sind Marieke Öffinger, Asad Schwarz und Rafael Weissengruber.

Wieder ist die akustische Umsetzung der Episode sehr treffend geraten und sorgt in jeder Szene für ein passendes Klangbild. Meist sind es leise Hintergrundgeräusche, die in genau der richtigen Dosis für eine lebendige Wirkung sorgen. Wie immer bei Oliver Döring gibt es aber auch laute Soundeffekte und eindringliche Musik, die gemeinsam ein sehr gekonntes Klangbild ergeben.

Aufkommender Irrsinn, bösartige Dämonen, feurige Augen – das Cover zu der Folge hält dies alles parat und verbindet die collagenartige Darstellungsweise zu einem sehr ansehnlichen Titelbild, wobei die klare Aufteilung der Farben durch den großen Schriftzug ergänzt wird. Das Cover ist wie immer übersichtlich umgesetzt, leider sind aber wieder nicht alle Sprecher ihren Rollen zugeordnet.

Fazit: Sehr gelungen, wie vielfältig und markant auch diese Episode geraten ist, die mit ihrem dynamischen Verlauf und vielen Szenenwechseln anfangs sehr abwechslungsreich geraten ist. Unangefochtenes Highlight ist jedoch das lange Zwiegespräch am Ende um die Vergangenheit und die Zukunft der Welt, was sehr intensiv und in seiner Schlichtheit sehr wuchtig geraten ist. Sehr hörenswert!

VÖ: 4. Oktober 2019
Label: Imaga
Bestellnummer: 9783946207566

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