Die Schule der magischen Tiere – 7. Wo ist Mr. M?



Als Miss Cornfield die letzten Mathearbeiten zurückgibt, ist vor allem Ronja geknickt - schon wieder eine sechs. Unschlüssig, wie sie es ihren Eltern beibringen und trotzdem auf den Rummel gehen kann, kann sie es noch nicht einmal einem magischen Tier anvertrauen, da sie von Mr. Morrison noch keines bekommen hat. Und auch Lothar hat die Matheaufgabe nicht gut geschafft...

Nach einem Ausflug in die Ablegerserie „Endlich Ferien“ geht es bei „Die Schule der magischen Tiere“ wieder mit den normalen Episoden weiter, sodass der Hörer wieder mehr von der lebendigen Stimmung in der Klasse mitbekommt - und natürlich auch neue magische Tiere vorgestellt werden. Bis dahin dauert es aber etwas, die Geschichte konzentriert sich vor allem auf Ronjas Probleme in Mathematik und den damit einhergehenden Verwicklungen. Auch hier wird wieder auf eine typische Situation von Schulkindern eingegangen, Verständnis geweckt und eine Lösung präsentiert, für die das magische Tier höchstens der Anstoß ist. Mir gefällt, dass die Kinder hier immer für sich allein verantwortlich sind und nicht durch irgendeinen Zufall oder fremde Hilfe gerettet werden. Nachdem der Handlungsstrang um Ronja und ihr neues magisches Tier aufgelöst wurde, wird noch eine weitere Geschichte um einen äußerst unsympathischen neuen Lehrer und die Abwesenheit von Miss Cornfield erzählt, wobei die magischen Tiere wieder ihren ganz eigenen Anteil haben. Ihre ganz besonderen Eigenschaften und der liebevolle Umgang untereinander sorgt dabei wieder für eine lebendige Stimmung, während die Kinder ihren eigenen Weg finden, um mit dem Lehrer auszukommen. Dabei geht Lothar ein wenig unter, der erst am Ende wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Auch wenn es etwas schade ist, dass dies recht schnell abgehandelt wird, freut mich, wie abwechslungsreich die Folge geraten ist und ein sehr flüssiger Verlauf erreicht wurde.

Ronja wird von Jana Mehmann gesprochen, die das aufgedrehte Mädchen lebendig spricht und ihr mit viel Energie eine positive Aura verleiht. Aber auch ihre Sorgen um die schlechten Noten in Mathematik und das Verhältnis zu ihren Eltern kriegt sie glaubhaft hin. Lino Kelian spricht die Rolle des Lothar mit sympathischer Stimme, schafft es aber nicht, alle Szenen authentisch und locker klingen zu lassen und klingt manchmal etwas hölzern. Toffi, der niedliche Hund, wird von Benno Lehmann gesprochen, der dem Tier eine sehr niedliche Aura verleiht und bestens in die Atmosphäre der Serie passt. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Patrick Elias und Manuela Eifrig.

Für eine Kinderserie ist die akustische Umsetzung ziemlich vielfältig, auch während der Dialoge sind fast durchgängig Geräusche oder Musik zu hören. Das ist aber meist dezent genug eingesetzt, um die Kinder nicht von der Handlung abzulenken. So ist eine glaubwürdige und lebendige Atmosphäre entstanden, die mir gut gefallen hat.

Auf dem Cover ist das eigentliche Motiv wieder in einem kreisrunden Ausschnitt auf dem dieses Mal gelben Hintergrund untergebracht, wobei verschiedene Charaktere und Tiere aus der Handlung zu sehen sind, ergänzt durch einen Globus mit einem darauf fahrenden Auto. Das ist alles gut auf die Handlung abgestimmt. Im Inneren gibt es neben einer ausführlichen Trackliste auch eine übersichtliche Auflistung der vielen Sprecher.

Fazit: Auch die siebte Episode von „Die Schule der magischen Tiere“ macht wieder viel Spaß, stellt einige Charaktere näher vor und verbindet einige Handlungsstränge zu einer gut erzählten Geschichte. Der flüssige Verlauf und die vielen witzigen und niedlichen Momente sorgen für eine gute Stimmung, sodass auch die traurigen oder nachdenklichen Anteile von Kindern gut verkraftet werden können.

VÖ: 30. August 2019
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602577646508

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