TKKG Junior - 7. Zwischen Gauklern und Ganoven



Der Besuch eines Mittelaltermarkts hat für TKKG und Karls Vater seinen Höhepunkt in einer Jongleursvorstellung, bei dem Geldscheine der Zuschauer für einen spektakulären Trick eingesetzt werden. Der Schreck ist jedoch groß, als sich herausstellt, dass dabei Falschgeld verteilt wurde. Natürlich wollen die vier Freunde wissen, wer hinter der fiesen Masche steckt...

Es gibt so einige Klassiker bei den Verbrechen, die in den einschlägigen Juniordetektivserien vorkommen. Da macht auch TKKG Junior keine Ausnahme und bedient sich an dem gebotenen Portfolio, setzt diese aber sehr authentisch und spannend um. Die siebte Episode dreht sich um das Thema Falschgeld, verknüpft dies aber mit momentan so populären Mittelaltermärkten. Das startet in einer atmosphärischen Introszene, in der auch gleich ein wenig Kritik an der Kommerzialisierung der Spektakel geübt wird. Die Ermittlungen nach der Entdeckung des Falschgelds sind da schon deutlich ruhiger gehalten und können die Spannung nicht durchgängig hochhalten, zu lang sind einige Szenen geraten, ohne dass die Handlung wirklich vorankommen würde. Dieser Eindruck relativiert sich wieder etwas, als zum Finale ziemlicher Zeitdruck für die Juniordetektive aufkommt und sie in einer packenden Szene ein Unglück verhindern müssen. Besonders gut gefällt mir dabei, dass die Autoren ihre Hörer ernst nehmen. Denn auch hier gibt es ab einem gewissen Zeitpunkt offensichtliche Hinweise auf dem Täter, statt die Detektive aber scheinbar weiter im Dunkeln tappen zu lassen, setzt die Geschichte von dort an eher auf Action. Dass dabei auch ein kleines Familiendrama und ein Moment des gegenseitigen Verzeihens eingebunden sind, stärkt die Authentizität der Folge und macht auch „Zwischen Gauklern und Ganoven“ zu einer hörenswerten Folge der Serie.

Frank Jordan spricht in dieser Episode die Rolle von Karl Vater Albert Vierstein und bringt dabei die Rolle des leicht schusseligen, aber sehr klugen Wissenschaftlers sehr gut auf den Punkt, wobei er der Rolle viel Charme verleiht. Als sympathischer Veranstalter des Mittelaltermarktes ist Walther Wiegand zu hören, der einen bodenständigen Eindruck hinterlässt und „Wockel“ mit Energie und glaubhaften Emotionen ausstattet. Tetje Mierendorf hat einen Gastauftritt als Remigus, den er gekonnt umsetzt und seine Szenen mit Leben füllt. Weitere Sprecher sind Monty Arnold, Delio Malär und Kerstin Draeger.

Das Thema „Mittelaltermarkt“ bietet an sich ja schon eine schöne Vorlage für eine atmosphärische Gestaltung, die auch an einigen Stellen gut umgesetzt wurde, beispielsweise mit Marktschreiern im Hintergrund. Auch dass Gaby mal im Hintergrund eine Diskussion am Telefon mit ihrem Vater führt, ist ein gelungenes stilistisches Element, wobei alles gut zusammenpasst und gleichzeitig modern wirkt.

Das Cover zeigt die vier Detektive in verschiedenen Posen, die alle mit dem Mittelaltermarkt verbunden sind – Gaby und Tim beim Schwertkampf, Klößchen und auch Oscar beim Untersuchen weiterer Requisiten, Karl beobachtet skeptisch einen Gaukler. Schön, dass das Wesen der Charaktere schon auf dieser Zeichnung mit eingebunden ist.

Fazit: Auch wenn einige Passagen nicht ganz das Tempo halten können, entwickelt sich „Zwischen Gauklern und Ganoven“ auch nach der Introszene unterhaltsam und kurzweilig weiter. Die Kombination verschiedener Themen ist gelungen, da alles gleichberechtigt nebeneinander steht und gut verknüpft wurde. Schön ist auch das packende Finale, bei dem TKKG alle Hände voll zu tun haben.

VÖ: 21. Juni 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758813424

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