Die Playmos – 68. Ein Fall für das Sondereinsatzkommando



Die Playmos landen in der Zentralbank und treffen dort auf Kommissar Kruse, den Leiter eines Sondereinsatzkommandos. Er hat Hinweise darauf bekommen, dass ein Überfall auf die Bank geplant ist, sodass die Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden. Auch die Playmos werden eingebunden, müssen sich aber bald trennen - ein schwerer Fehler, denn besonders gemeinsam sind die Playmos stark...

Die Arbeit der Polizei übt auf viele Kinder eine große Faszination aus, immer wieder wurde dies deswegen auch in Kinderhörspielen thematisiert. Auch die 68. Episode der Playmos versetzt die Figuren mal wieder in ein solches Szenario, welches ziemlich abwechslungsreich und spannend geraten ist. Von den ersten Hinweisen auf den Überfall über die Planung bis hin zur Positionierung der Einsatzkräfte wird der Anfang zügig, aber nicht überhastet erzählt. So konzentriert sich der Mittelteil auf den eigentlichen Überfall und die pfiffigen Einfälle der Playmos, um ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Gerade dabei kommt auch der große Charme der Figuren bestens zu Geltung, sei es wenn die Gangster in Grund und Boden gequatscht werden oder ein simpler Tritt gegen das Schienbein eine entscheidende Wendung bringt. Doch neben diesen vielen witzigen Momenten kommen auch viele ernsthafte und spannende Elemente zur Geltung. Das Zusammenspiel der Polizei ist ein wichtiges Thema und wird trotz allen Humors und den typischen Überspitzungen oft recht realistisch dargestellt. Toll auch, dass die Rahmenhandlung um Tom auf sehr kreative Weise eingebracht ist und so erneut für eine gut gelöste Wendung in der Handlung sorgt. Dass Wortwitz und Charme der Charaktere wieder bestens eingebunden sind, die Erzählweise flüssig und kindgerecht ist und die Fantasie beim Spielen angeregt wird, kann ja glücklicherweise bei der Serie vorausgesetzt werden.

Neben den wunderbaren Stammsprechern der Serie wie Ricardo Richter, Santiago Ziesmer oder Erzähler Gerrit Schmidt-Foß sind auch die Nebenfiguren wieder wunderbar besetzt. So zeigt Stefan Kaminski als Kruse wieder eine neue Seite an sich und lässt immer wieder den Schalk hervorblitzen, spricht die Rolle aber insgesamt sehr ernsthaft und präsent. Die wundervolle Cathleen Gawlich ist als Kübler mit harter, forscher Stimme und dominantem Auftreten ein sehr eingängiger Charakter gelungen, der einen sehr gelungenen Kontrast zum sonst so heiteren Grundton bildet. Michael Pans unverwechselbare Stimme passt sehr gut zum Gangsterboss Winkelmann, der mit tollpatschigem Charme für sehr gelungene Szenen sorgt.

Auch die akustische Umsetzung der Folge sorgt dafür, dass die Geschichte so lebendig wirkt. So sind es besonders die vielen Geräusche, die die Szenen lebendig wirken lassen – seien es passende Untermalungen der Aktionen, eine lebendige Gestaltung des Hintergrunds oder die Übergänge von realer zur Spielewelt. Musik kommt dabei kaum vor, fehlt bei dem gelungenen Gesamtkonzept aber auch nicht.

Natürlich ist auch das Cover dieser Folge wie seine 67 Vorgänger aus Playmobil-Figuren nachgestellt, wobei auch Hubschrauber und Transporter nicht fehlen dürfen. Der zurückhaltende Hintergrund und der Fokus auf der vorderen Figur ergänzen einander gut. Auch die weiteren Motive mit den Spielfiguren und die Folgenübersicht im Inneren sind stimmig umgesetzt.

Fazit: Wie immer mit viel Witz und Charme, aber auch mit einer druckvollen und spannenden Geschichte überzeugt „Ein Fall für das Sondereinsatzkommando“ auf ganzer Linie. Besonders die Trennung der Playmos sorgt für dynamische Wendungen, während ein erzählerischer Kniff mit der Szenerie der Serie spielt. Da passt alles zusammen und verbreitet eine sehr liebenswerte Ausstrahlung.

VÖ: 9. August 2019
Label: floff
Bestellnummer: 4260229662694

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