Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien – 2. Silas und Rick



Auch Silas freut sich riesig auf die Ferien, zumal er in ein Camp zum Zelten fährt. Sein Vater hat vor vielen Jahren dort einen Urlaub verbracht und erzählt ihm, dass er die jährlich dort stattfindende Schatzsuche gewonnen hat. Silas will deswegen den Pokal ebenfalls unbedingt für sich bekommen und legt sich richtig ins Zeug...

Neben der auch als Hörspiel erfolgreichen Bücherreihe um "Die Schule der magischen Tiere" hat Autorin Margit Auer einen Ableger geschrieben, der die Kinder abseits des Schulalltags in den Ferien zeigt. Jede Episode hat dabei ein anderes Kind mit seinem magischen Tier als Titel, die anderen bekannten Charaktere werden höchstens als Randnotiz erwähnt. So lernt man in der zweiten Folge um Silas und sein sprechendes Krokodil Rick noch näher kennen, wobei der Knackpunkt hier sein Ehrgeiz und sein Siegeswille sind. Es wird als moralischer Aspekt gezeigt, dass diese Eigenschaften an sich zwar positiv sind, in übersteigerter Form aber auch einige Probleme mit sich bringen. Das mag zwar etwas zu dick aufgetragen sein, ist aber in eine unterhaltsame Geschichte eingebaut. Die Stimmung im Feriencamp, die sich immer mal verändernden Beziehungen zwischen den Charakteren und das spannend dargebotene Spiel mit der groß angelegten Schatzsuche kommen gut zur Geltung, wobei immer wieder starke Szenen geschaffen werden - beispielsweise in einer dunklen Gewitternacht oder bei den einzelnen Spielen. Und natürlich ist auch die besondere Beziehung zwischen Silas und seinem magischen Tier, dem Krokodil Rick wird immer wieder beleuchtet, das gegenseitige Vertrauen, aber auch wie sie aufeinander einwirken. Ab und an hätte das Dialogbuch noch etwas Feinschliff vertragen, insgesamt ist aber eine unterhaltsame Episode entstanden.

Flemming Stein ist wie auch schon in der ursprünglichen Serie als Silas zu hören und klingt durchgängig sehr glaubhaft und spontan, wobei er sowohl den starken Ehrgeiz des Jungen wie auch seine spätere Wandlung gekonnt herüberbringt. Die kecke Ruby wird von Julia Fölster gesprochen, die sie mit viel Nachdruck und vielen gekonnten Facetten umsetzt und den Handlungsbogen dabei gut unterstreicht. Martha, eine weitere Teilnehmerin des Feriencamps, wird von Nelly Voigt gesprochen, die das gute Niveau leider nicht ganz halten kann, sie klingt recht hölzern und „abgelesen", hat aber allerdings auch keine sonderlich große Sprechrolle. Weitere Sprecher sind Jan-David Rönfeldt, Lino Kelian und Erzähler Achim Buch.

Akustisch ist auch diese Folge wieder sauber umgesetzt worden, was besonders an der stimmigen Geräuschkulisse liegt. Im Hintergrund sind immer viele glaubhafte Sounds zu hören, die die Dialoge aber nie überdecken. Für meinen persönlichen Geschmack hätte dies ab und an ruhig noch kräftiger sein können. Die Musik ergänzt die Atmosphäre gut und passt zur locker erzählten Handlung.

Die Grundfarbe des Covers ist dieses Mal ein freundliches Gelb, vor diesem Hintergrund sind nicht nur Silas und Rick, sondern auch einige weitere Details aus der Handlung zu sehen. Im Inneren des kleinen Booklets ist neben den üblichen Produktionsangaben noch eine ausführliche Übersicht über die einzelnen Tracks zu finden.

Fazit: Mit „Silas und Rick“ haben zwei weitere interessante Charaktere aus „Die Schule der magischen Tiere“ ein Soloabenteuer erhalten, das kurzweilig geraten ist und die Charaktere noch weiter beleuchtet. Der moralische Aspekt ist etwas zu offensichtlich geraten, der Verlauf ist dennoch kurzweilig und bringt viele spannende Szenen und eine lebendige Stimmung im Camp.

VÖ: 17. Mai 2019
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602577241505

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