Dorian Hunter – 41.2 Penthouse der Schweine



In Rio de Janeiro sehen sich Dorian Hunter, Marucha und Jeff Parker einer Horde von Schweine-Dämonen gegenüber, der Bedrohung können sie nur mit knapper Not und einigen Verlusten entkommen. Doch während Jeff in Selbstvorwürfen zergeht, ist der Kampfeswille bei Dorian Hunter endgültig entfacht. Er macht sich auf, um endlich hinter das Geheimnis von Macumba zu kommen...

Die Ereignisse in Rio de Janeiro rund um Dorian Hunter und Macumba wurden von Zaubermond zu einem Zweiteiler verarbeitet, der in „Penthouse der Schweine“ seinen Abschluss findet – seinen recht kurzen Abschluss, denn abzüglich des ausgedehnten Dialogs, der mit der eigentlichen Handlung aber kaum etwas zu tun hat und sich um Bethany Bail dreht, bleiben noch eine knappe halbe Stunde Laufzeit für die Geschichte übrig. Und diese hätten auch noch auf die erste CD gepasst, während die Bonusgeschichte „Die Liste“ zwar unterhaltsam geraten ist, die daraus gewonnenen Erkenntnisse hätten aber sicherlich auch auf andere Weise vermittelt werden können. Sei es drum, „Penthouse der Schweine“ ist auch so äußerst unterhaltsam geraten. Das Tempo hat sich hier noch einmal deutlich gesteigert, was natürlich auch daran liegt, dass hier direkt mitten in der spannendsten Sequenz des Zweiteilers gestartet wird. Aber eine Hörspiel-CD mit einem heftigen Kampf zu eröffnen, ist schon mal eine Ansage. Doch auch danach geht es sehr spannend weiter, die Geheimnisse um Mucumba und ihre Anführerin werden aufgedeckt, weitere Hinweise auf Igor Lipwitz gegeben, die Spannung spitzt sich immer weiter zu und bringt so einige übernatürliche, sehr intensive Momente mit ein. Das Finale ist mit Wucht und einigen Überraschungen umgesetzt, und auch wenn dieser Zweiteiler nicht ganz die Intensität einiger Vorgänger entfaltet, ist eine gelungene und hörenswerte Produktion der Serie entstanden. Dass dabei sogar mehr als nur ein Ansatz von Sozialkritik enthalten ist, rundet das Hörspiel mit einem neuen Dreh sehr interessant ab.

Alexandra Lange hat als Viviana eine sehr interessante und zwiespältige Rolle inne, die sie sehr gelungen umsetzt und mit feinen Facetten ihr Talent ihre Stimme auskostet, was für einige intensive Momente sorgt. Sidney Martins punktet als Domingo Marcial mit viel Dynamik und einer eingängigen Sprechweise, er lenkt die Aufmerksamkeit auf wichtige Details und setzt seine Figur glaubhaft um. Auch Karyn von Ostholt überzeugt in ihrer Rolle als Luisa Neiva, ausdrucksstark und mit viel Energie hinterlässt sie einen sehr gelungenen Eindruck. Weitere Sprecher sind Gerhard Garbers, Henry König und Julian Greis.

Die düstere Szenerie der Serie wird natürlich auch hier wieder aufgegriffen, aber gekonnt an die Geschichte der Folge anpasst. Dabei sorgt die Musik für viel Dynamik, Abwechslung und Atmosphäre, die Geräusche für Lebendigkeit und einen harten Eindruck, gerade während der opulent ausgestatteten Actionszenen. Das ist alles punktgenau und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt.

Selbst wenn die Vorstellung von Männern mit Schweineköpfen etwas lächerlich klingen mag – das Cover zeigt, wie beängstigend dieses Motiv wirken kann. Die Männer in ihren schwarzen, hochgeschlossenen Anzügen und die ausdruckslosen Gesichter sorgen mit der „dreckig“ wirkenden Gestaltung unheimlich, düster und sehr gut zu der Folge passen.

Fazit: Das Tempo ist gleich sehr hoch, die Dramatik steigert sich immer weiter, die Wucht, mit der die Szenen erzählt werden, ist hörenswert. Schön, dass hier wieder einige bisher lose Fäden zusammengeführt werden und dem Hörer einige Dinge klar werden. Ein gelungener Abschluss des Zweiteilers, auch wenn der Epilog diese Intensität nicht so recht halten kann.

VÖ: 7. Juni 2019
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 9783954267019

Datenschutzerklärung