Dorian Hunter – 41.1 Macumba



Jeff Parker hat in Rio de Janeiro eine Luxusimmobilie gekauft, ohne sie zuvor gesehen zu haben. Dies will er nun gemeinsam mit Dorian Hunter nach, der gleichzeitig mit Marucha die Spur von Igor Lipwitz verfolgen will. Doch das teure Penthouse wie das gesamte dazugehörige Hotel sind völlig verwüstet. Dabei stoßen die drei immer wieder auf einen Namen, der mit dem Vorfall zusammenzuhängen scheint: Marucha...

In der 40. Episode hat Zaubermond den Zuhörern der dunklen Mystery-Serie „Dorian Hunter“ mit einer Folge überrascht, die den Titelhelden ausgeblendet und den Fokus auf seine Frau Lilian gelegt hat. Der nachfolgende Zweiteiler beginnt mit „Macumba“ und kehrt wieder zu Hunter zurück und setzt an die vorigen Ereignisse um die südamerikanische Szenerie an. Wie immer wird in kurzen Szenenschnipseln zusammengefasst, was bisher geschehen ist, bevor eine unheimliche Szenerie um einen sich verwandelnden Mann für die ersten sehr stimmungsvollen Momente sorgt. Die Ankunft von Dorian, Jeff und auch Marucha, die neu zum Team dazugestoßen ist, bringt zunächst auch ein paar Lacher mit ein, auch die Idee um das luxuriöse Penthouse wird eher locker angegangen. Aber auch diese Folge lässt es sich wieder nicht nehmen, auch gleich zu Beginn einige druckvolle Momente einfließen zu lassen, die aus der Mythologie der Gegend stammen und den Hörer mit unheilvollen Ankündigungen neugierig auf die kommenden Entwicklungen machen. Das Tempo ist dabei sehr ausgewogen, sie lässt sich Zeit und hetzt nicht durch die Handlung, der Erzählfluss ist dabei dennoch sehr stetig und sorgt für einen unterhaltsamen Ablauf. Mir gefällt sehr gut, wie der letzte Mehrteiler nun noch enger mit der bisherigen Serienhandlung verbunden wird, einige Elemente fortgeführt werden, aber wieder auf eine urbanere Grundstimmung zurückgegriffen wird. Die Entwicklung der Handlung ist dabei klarer als gewohnt, birgt aber dennoch viele Geheimnisse und Spannungsmomente, um eine weitere packende Episode der Serie zu schaffen.

Andrea Pani Laura ist als Marucha auch in dieser Episode sehr überzeugend und punktet in der moderneren Atmosphäre ebenso, sorgt dabei auch für einige Lacher und sorgt dennoch auch mit ihrem intensiven Klang für zusätzliche Stimmung. Volker Hanisch macht als Jeff Parker seine Sache ebenfalls wieder sehr gut, er schafft eine gelungene Kombination aus Ernsthaftigkeit und einer Spur Humor, die immer wieder aufblitzt – ein dynamischer Ausdruck. Gerhard Garbers spricht Vincent Neiva mit viel Ausdruck und Energie, sodass er die wichtigen Momente gekonnt betonen kann. Weitere Sprecher sind Sidney Martins, Dirk Petrick und Alexandra Lange.

Die Umsetzung der Folge zeichnet den dynamischen Handlungsbogen wieder gekonnt nach und präsentiert dabei einige bereits bekannte Melodien, die ihren festen Platz im Gefüge der Serie haben, ebenso wie einige neue Stücke, die die vorherrschende Stimmung gut wiedergeben. Auch die Geräuschkulisse ist dicht und stimmig, auch wenn die Handlung in Sachen Spannung noch nicht am oberen Pegel angekommen ist, wird sie dadurch gekonnt unterstützt.

Das Cover der Folge zeigt ein dämonisches und beeindruckendes Bild um einen finster dreinblickenden Mann, aber auch durch das berühmte Wahrzeichen des Handlungsortes wird die Folge gut aufgegriffen. Der schwarze Untergrund und die dunkelorangenen Elemente sorgen für einen intensiven Gesamteindruck. Im Inneren des Booklets gibt es ein paar mehr Informationen zu einem Dämon aus der südamerikanischen Mythologie.

Fazit: „Dorian Hunter“ gestaltet den Auftakt zum neuen Zweiteiler etwas lockerer als gewohnt, bringt aber dennoch immer wieder eine intensive Stimmung mit ein – besonders durch Elemente aus der südamerikanischen Mythologie. Aber auch Marucha als neues Teammitglied ist eine sehr interessante Komponente. Schön, dass sich die Serie zwar auf ein bestimmtes Thema um die mysteriöse Macumba konzentriert, die Serienhandlung aber wieder stärker einbezogen wird.

VÖ: 7. Juni 2019
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 9783954267002

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