Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien – 1. Rabbat und Ida



Wie alle anderen Kinder freut sich auch Ida riesig auf die Ferien, besonders da sie mit ihren Eltern in ein Hotel am Meer fährt – natürlich in Begleitung ihres magischen Tieres, dem gewitzten Fuchs Rabbat, der für alle anderen Menschen wie ein gewöhnliches Stofftier aussieht. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft schlägt Idas Laune um, da sich ihre Eltern in den Kopf gesetzt haben, dass sie sich mit dem nervigen Pelle anfreunden soll...

Noch gar nicht so alt ist die Hörspielserie „Schule der magischen Tiere“, und dennoch gibt es bereits einen ersten Ableger. Weniger verwunderlich ist das, wenn man bedenkt, dass die Buchreihe ein großer Erfolg ist und dann natürlich auch die Bände vertont werden, die nicht direkt mit den Ereignissen in der Schulklasse zusammenhängen. Denn wie der Untertitel vermuten lässt geht es hier um die schulfreie Zeit, die einzelnen Folgen konzentrieren sich dabei auf ein einziges Kind mit dem jeweiligen magischen Tier. Zum Start gibt es eine Geschichte um Ida und Rabbat mit einem kleinen Krimi. Das hat den Vorteil, dass man so den Fokus auf eben diese Charaktere legen, ihnen noch einmal andere Facetten verleihen kann. Zudem kann man hier auch gut einsteigen, wenn man die andere Serie noch nicht kennt, die wichtigen Zusammenhänge werden schnell klar. Allerdings wirkt diese Folge auch ein wenig starrer als sonst, die Lebendigkeit aus der Klasse und die vielen unterschiedlichen Tiere fehlen ein bisschen und nehmen der Geschichte die Würze. Das Verhältnis von Ida und Rabbat kommt die ganze Zeit über sehr gut zur Geltung, das unbedingte Vertrauen zwischen ihnen und die vielen Geheimnisse, die sie teilen, das ist alles stimmig umgesetzt. Dennoch spielt Rabbat eher eine Nebenrolle, Ida und ihre anfängliche schlechte Laune, die Vorurteile gegen Pelle und die spätere Wandlung sind glaubhaft und treffend erzählt, während die Suche nach dem Dieb im Hotel etwas altbacken wirkt, bei der Zielgruppe aber dennoch punkten dürfte. Die Befragung von Verdächtigten, viele heimliche Beobachtungen und eine Falle, die dem Täter gestellt wird sorgen dafür, dass man miträtseln und -tippen kann. Mit 75 Minuten ist das Hörspiel aus meiner Sicht aber zu lang geraten, einige Szenen mögen für das Buch funktionieren, sind für diese Umsetzung aber überflüssig und wirken ein wenig zäh.

Josephine Martz ist – wie auch schon in der ursprünglichen Serie - als Ida zu hören und macht ihre Sache sehr gut. Jede Gefühlsregung wird von ihr glaubhaft umgesetzt, sowohl Wutausbrüche, Angst und Freude werden von ihr treffend vertont. Stefan Brönnecke bringt als Fuchs Rabbat mit viel Schwung in die Folge, klingt immer sehr pfiffig und energiegeladen, sodass einem das magische Tier schnell ans Herz wächst. Gregor Schade ist als Pelle zu hören, der für die Rolle anfangs etwas nervig und altklug spricht, später dann aber einen sympathischen und überzeugenden Auftritt hinlegt. Schön, dass er dabei den richtigen Ton trifft. Weitere Sprecher sind Achim Buch, Erik Schäffler und Claudia Drews.

Das Sounddesign der Folge wurde im Großen und Ganzen von der Ursprungsserie übernommen, sodass auch hier wieder viele verschiedene Klänge und auch mal ein paar Wortfetzen für die einzelnen Szenen eine passende Kulisse bieten, die Großküche des Hotels wird ebenso gut umgesetzt wie der Strand oder das Hotelzimmer. Zwischendrin gibt es immer wieder Musik, die eine fröhliche Grundstimmung ausstrahlt und die einzelnen Szenen gut voneinander trennt.

Ida und Rabbat strahlen dem Betrachter auf dem Cover aus einem stilisierten Schwimmring an, Cocktail, Blume im Haar und Schwimmbrille unterstreichen das Urlaubsfeeling, das die beiden ausstrahlen. Die blaue Grundfarbe und einige weitere Motive ergeben mit dem Schriftzug ein schlichtes, aber stimmiges Titelbild. Im Inneren gibt es neben den üblichen Produktionsangaben eine ausführliche Trackliste und eine Kurzinfo zu Autorin Margot Auer.

Fazit: Die Reihe der Soloabenteuer der Schule der magischen Tiere startet mit „Rabbat und Ida“ noch etwas verhalten und wirkt insgesamt etwas starr. Manche Szenen sind zu lang geraten und lassen die Spannungskurve sinken, während die Charaktere gut zur Geltung kommen und die Stimmung passend umgesetzt ist – nur eben weniger schwungvoll und abwechslungsreich als die eigentliche Serie.

VÖ: 17. Mai 2019
Label: Karrussell
Bestellnummer: 0602577241475

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