Death Note – 8. Live-Sendung



Als in einer live TV-Ausstrahlung die Identität des geheimnisvollen Serienmörders Kira enthüllt werden soll, zieht sich die Schlinge um Higuchi immer weiter zu. Um dies zu verhindern, will er das Death Note einsetzen und ihn so in letzter Minute töten. Doch dafür benötigt er den richtigen Namen des Moderators - und der ist ihm weiterhin unbekannt. Nur Misa kann ihm helfen...

Death Note hat von der ersten Episode an immer neue Schwerpunkte gesetzt, sodass auch die achte Episode „Live-Sendung“ einen anderen Ausdruck hat als ihre Vorgänger. Dabei steuert alles auf den großen Knall, die Enttarnung von Kira zu und konzentriert sich zunächst auf das Spiel zwischen Täter, Ermittlern und Medien. Der Druck der Erzählung nimmt dabei noch einmal zu und entlädt sich in einem packenden Finale, das auch gut der Abschluss der Handlung sein könnte, weil er so dramatisch erzählt wurde. Doch danach schließen sich noch weitere Entwicklungen um Light, Misa und die anderen Hauptfiguren der Serie an, in der die verschiedenen Parteien wieder ihre jeweilige Rolle spielen, einander täuschen, was mit geschickten Winkelzügen geschehen ist. Dabei kommt auch die interessant erdachte Rolle der Todesgötter und ihren unheilvollen Abmachungen und Kräften sehr gut zur Geltung, was für einige packende Momente sorgt. Die sprunghafte Erzählweise der Serie wird hier noch einmal verschärft, was die Aufmerksamkeit des Zuhörers noch mehr fordert, um den Überblick zu behalten und die teilweise eingebauten kleinen Sprachfetzen richtig einzuordnen. Das ist ungewöhnlich und packend erzählt und treibt die Serienhandlung immer weiter voran, füllt sie mit neuen Wendungen an und überzeugt mit der flotten Erzählweise.

Kyosuke Higuchi wird von Oliver Bender gesprochen, der den gehetzten Ausdruck des momentanen Death Note-Besitzers mit viel Ausdruck um und sorgt damit für zusätzliche Atmosphäre. Todesgöttin Rem bekommt durch Gabriele Blum einen ebenso trockenen Humor wie eine berechnende Art verliehen, was den Reiz der Figur bereichert und ihr eine gelungene Aura in den verschiedenen Szenen verleiht. Thomas Schmuckert überzeugt erneut mit seiner markanten Stimme als Soichiro Yagami, der gerade am Ende noch einmal eine andere, weichere Seite von sich zeigt. Weitere Sprecher sind Fabian Hollwitz, Marlin Wick und Urs Remond.

Akustisch wird von Lübbe Audio wieder eine sehr saubere Leistung abgeliefert, die die Handlung gekonnt unterstützt und bei den vielen kleinen Brüchen und Szenenwechseln geschickt verschiedene Elemente einsetzt. So wird das Verständnis der Folge erleichtert und zugleich noch eine moderne und lebendige Szenerie geschaffen, die gut aufeinander abgestimmt ist.

Das Booklet der Folge bietet im Inneren nicht nur wieder ein Foto sowie ein paar Informationen zu einem der Sprecher – hier David Wittmann – sondern hat auf dem Schriftzug des Covers wieder einen hübschen Glanzlack zu bieten. Dieser setzt sich ebenso wie die typische Zeichnung im Manga-Stil gut von dem rein schwarzen Hintergrund ab.

Fazit: Death Note verfolgt hier wieder stark die Serienhandlung und präsentiert dabei eine Handlung, die wie ein kleines Finale wirken und dann doch nur das Vorspiel zu einem packenden Machtkampf, einem intriganten Spiel um die Identität des Serienmörders wird, bei dem die Figuren noch einmal glänzen können. Das ist spannend und sehr unterhaltsam geraten, sodass eine starke Episode der Serie entstanden ist.

VÖ: 31. März 2019
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785757888

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