John Sinclair – 128. Hemators tödliche Welt



Um seinen Freund und Mitstreiter Suko aus dem Land ohne Grenzen zu retten, muss John Sinclair tief in die Leichenstadt eindringen, das Reich der Großen Alten. Für diesen Weg hat er in Ali und Leila neue Begleiter gefunden, doch natürlich bleibt ihr Erscheinen nicht unbemerkt. Und auch Kara und Myxin haben den Kampf an anderer Stelle aufgenommen...

Für den Abschluss einer Vierteilers in Hörspielen erwartet man ein großes Spektakel, eine packende Handlung und viel Spannung und Action – zumal wenn es sich bei der Serie um „John Sinclair“ handelt, der ja schon in den regulären Episoden nicht mit einer dichten und harten Atmosphäre geizt. „Hermators tödliche Welt“ schließt die Handlung um die Zombiemädchen und die Großen Alten bei ihrem Kampf gegen die Mächte der Hülle dann auch gekonnt ab und führt die verschiedenen Fäden zusammen. Viele Elemente aus den vorigen Episoden bekommen noch einmal Bedeutung, es gibt einige Wendungen (von denen allerdings nicht alle ganz überraschend kommen) und auch die Hintergründe über die Großen Alten werden noch einmal mehr ausgeführt. Und auch die humorigen Anspielungen auf die Sprecher in anderen Rollen, die mir im Vorgänger schon gut gefallen haben, finden hier wieder ihren Platz und sorgen für gut dosierte Heiterkeit. Das ist insgesamt schon ziemlich ansprechend und in eine temporeich erzählte Handlung verpackt – genau dort liegt aber auch ein kleiner Stolperstein. Die Vernichtung der Gegner scheint hier gar nicht schnell genug erfolgen zu können, einige Szenen werden mit ziemlich knappen Kommentaren abgehandelt. Sicherlich liegt hier auch nicht immer der Schwerpunkt des Vierteilers, da so einige Schauplätze wichtigere Entwicklungen bergen, die Macht der Gegenspieler Sinclairs wird dadurch aber ziemlich abgewertet und kommt nicht mehr so recht zur Geltung. Das ist aber wirklich nur ein kleiner Wermutstropfen in dem ansonsten sehr packenden Finale, das mir insgesamt wirklich gut gefallen hat.

Dazu tragen einmal mehr auch die Sprecher bei, die ihre Rollen sehr gekonnt ausfüllen. Samir Fuchs fällt als Ali beispielsweise wieder durch eine witzige und lockere Sprechweise auf, die man ihm absolut abnimmt, seine Stimme klingt wunderbar aufgekratzt und hyperaktiv. Suzan Demircan setzt ihre gekonnte Leistung aus den vorigen Teilen weiter fort und überzeugt mit einer wandlungsreichen Stimme, die die jeweilige Szenerie gekonnt aufgreift. Susanna Bonasewicz ist natürlich wieder als Kara dabei, wie immer klingt sie sehr geheimnisvoll, durch die immer dunkler werdende Stimme passt sie wunderbar in die düstere Atmosphäre der Serie. Weitere Sprecher sind Peter Matic, Wolf Frass und Boris Tessmann.

Dennis Ehrhardt und sein Team haben wieder eine sehr eingängige Stimmung geschaffen, die die Dynamik der Folge gut nachzeichnet und ihr Schwung und Intensität verleiht. Dabei ist die Musik gewohnt hart und passt sich gut an die verschiedenen Szenen an, während die Geräusche gerade in den Actionszenen wieder das gewohnte Spektakel erzeugen, das viel Power vermittelt.

Eine riesige, behaarte Spinne, ein Totenschädel, eine Frau mit erschrockenem Gesichtsausdruck inmitten vieler Spinnweben – das Cover der Folge erfüllt zwar einige Klischees der Gruselliteratur, punktet aber auch mit der dezenten Farbgebung und dem nostalgischen Ausdruck. Das Innere ist wie immer übersichtlich gestaltet und enthält eine ausführliche Folgenübersicht der Serie.

Fazit: Ein fesselnder Abschluss des Vierteilers, der die bisherigen Ereignisse noch einmal verdichtet und die Fäden zusammenführt. Einige der Kämpfe mögen zwar etwas zu schnell abgehandelt sein, es gibt aber wieder eine lebendige Kombination aus Spannung und Dramatik. Große Umwälzungen in der Serienhandlung bringen zusätzliche Würze in die Handlung mit ein.

VÖ: 31. Januar 2019
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785756485

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