Der kleine Hui Buh – 12. Der verschollene Ritterschatz / Polly, das Piratenmädchen



Als neue Aufgabe von ihrem Lehrmeister Frederik bekommt Hedda Hex aufgetragen, Ereignisse des letzten Freitages in ihrer Kugel vorherzusagen – nicht ganz uneigennützig von der Fledermaus. Doch als Hedda und Hui Buh Levin und Elsa begegnen, die einen verlorenen Schatz suchen, entwickelt sich der Tag ganz anders als gedacht... (Der verschollene Ritterschatz)
Frederik bekommt Besuch von seiner ehemaligen Schülerin Polly, einem Piratenmädchen, das allerdings seekrank wird. Gemeinsam mit Hui Buh und Hedda versucht er, eine neue Unterkunft für Polly zu finden, wobei Gespenst und Hexe wieder ihr ganzes Können einsetzen müssen... (Polly, das Piratenmädchen)

Zwei neue Geschichten um das junge Schlossgespenst Hui Buh und seine Weggefährtin Hedda Hex werden auch in der 12. Episode von „Der kleine Hui Buh“ geboten, die wieder viel Charme verbreiten, kindgerecht erzählt sind und den Geist der „guten alten“ Europa-Hörspiele der 70er und 80er Jahre verströmen. Wieder sind es die Begegnungen mit Kindern aus Burgeck, die auf die eine oder andere Weise Hilfe von Gespenst und Hexe benötigen, die den Kern der Handlung bieten. Beide Male wird ihnen von Erwachsenen ein Unrecht angetan, die eigensinnig und herzlos reagieren, beide Male werden sie durch die Spukereien von Hui Buh – respektive Hexereien im Fall von Hedda Hex – eines Besseren belehrt und müssen ihre Fehler korrigieren. Die Motive ähneln sich hier und wirken vielleicht etwas repetitiv, sind aber auch in sehr unterhaltsame und kurzweilige Geschichten untergebracht. Mir gefällt, wie sich die übernatürlichen Elemente nahtlos in die reale Welt einfügen und den Episoden einen witzigen Anstrich verpassen, sich aber eben nicht in den Vordergrund drängen. Auch der Fokus auf ganz unterschiedlichen Figuren ist gelungen und sorgt für viel Abwechslung. Vielleicht ist hier nicht die stärkste Folge der Serie entstanden, dazu ähneln sich die beiden Geschichten zu sehr und präsentieren nur wenige neue Ideen, doch solide umgesetzt und unterhaltsam ist sie allemal.

Bert Franzke ist als gutmütiger, aber manchmal auch leicht brummiger Lehrer Frederik ein fester Bestandteil der Serie, auch hier stellt er die Fledermaus ausdrucksstark und präsent dar, wobei auch er immer wieder die Lacher auf seiner Seite hat. Anja Rybieczka mischt die zweite Episode als Piratenmädchen Polly ordentlich auf, klingt frisch und wild, aber auch die unsichere Seite der Figur kommt gut zur Geltung. Tobias Kluckert ist als Gegenspieler von Hui Buh als Herr Münzsack sehr überzeugend und darf mal seine unsympathische Seite zeigen. Weitere Sprecher sind Leni Meyers, Elias Sigalov und Jan Spitzer.

Auch wenn die Figuren herrlich überdreht sind und in den Folgen auch durchaus schon mal Chaos herrscht – die akustische Umsetzung bleibt dennoch ruhig und sorgt dafür, dass Kinder nicht überfordert werden. Von dem witzigen Titelsong mit den Pfeifenklängen bis hin zu den vielen Geräuschen passt alles gut zusammen und sorgt für einen lebendigen Gesamteindruck.

Polly ist inmitten der Ahnengalerie der Schule zu sehen, sodass man auch mal die beiden sprechenden Gemälde zu Gesicht bekommt. Die Aufmerksamkeit lenkt aber vor allem das Piratenmädchen auf sich, die mit euphorischem Gesichtsausdruck und typischem Piratenlook sehr witzig gezeichnet ist. Das wirkt alles sehr stimmig, was auch für die übrige Gestaltung gilt.

Fazit: Wie immer witzig und kurzweilig präsentiert sich diese Folge von „Der kleine Hui Buh“, die mit einprägsamen Charakteren und eingängigen Handlungen überzeugt. Zwar ähneln sich die beiden Episoden mehr, der Schwung geht dadurch aber nicht verloren. Und da die wunderbare Atmosphäre wieder sehr gut zur Geltung kommt, ist eine weitere empfehlenswerte Folge der Serie entstanden.

VÖ: 12. April 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758785028

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