Johnny Sinclair – 5. Dicke Luft in der Gruft 2/3



Endlich hat Johnny Sinclair seinen ersten richtigen Auftrag als Geisterjäger bekommen, da wird seine Auftraggeberin Millie von einer schweren Apathie, dem Pustelfieber, befallen. Erasmus von Rothenburg, der sprechende Totenkopf, präsentiert seinem Schützling zwar gleich ein passendes Gegenmittel, doch die Beschaffung ist ziemlich riskant – und Johnny wird das Gefühl nicht los, dass sein Mentor nur aus eigennützigen Motiven handelt...

Auch wenn in der mittlerweile fünften Episode von „Johnny Sinclair“, einem jungen und aufstrebenden Geisterjäger, die wichtigsten Konstellationen und Zusammenhänge längst abgesteckt. Dennoch gibt es auch hier immer wieder kleine Verschiebungen, die für neue Reizpunkte sorgen und Leben in die Handlung bringen. Sei es die erneute Abreise von Johnnys Eltern oder das aufkeimende Misstrauen zu Erasmus, die eingebrachten Ideen sind sehr gelungen und sorgen für Abwechslung. Der Verlauf ist dabei sehr kurzweilig, immer neue Herausforderungen warten auf Johnny und sein Team, die mal witzig, mal spannend und mal gruselig umgesetzt sind – alles aber natürlich für die Zielgruppe ab 10 Jahren geeignet, zu heftig sind die Szenen nicht. Auch das Tempo gefällt mir deswegen sehr gut, die eine durchaus komplexe Handlung präsentiert wird, werden die Zusammenhänge sehr deutlich gemacht und wirken so immer gut verständlich. Auch das Zusammentreffen mit alten bekannten aus dem ersten Dreiteiler und die Vertiefung der magischen Welt der Serie sind sehr gelungen, zumal man hier nicht das Gefühl hat, dass hier lediglich die Vorbereitungen für das große Finale getroffen werden – alles hat hier seinen festen Platz und ist unterhaltsam erzählt. Schön, wie sich hier alles gut zusammenfügt und „Dicke Luft in der Gruft“ gekonnt weitererzählt wird.

Leon Blaschke bringt als Johnnys treuer Begleiter Russell einige sehr humorvolle Elemente in die Handlung mit ein, lässt sich aber auch auf die unheimliche Grundstimmung ein, wenn diese in den Vordergrund tritt. Erik Schäffler spricht Johnnys Vater mit einer sehr präsenten Ausstrahlung und sorgt dabei für eine angenehme und lockere Atmosphäre, mit der er eine eigene Note in die Handlung einbringt. Sven Plates markanter Klang kommt auch der Rolle des Alfie Foster zugute, seine Szenen wirken sehr stimmig und lenken die Aufmerksamkeit auf den jungen Gegenspieler der Serie. Weitere Sprecher sind Ela Nitzsche, Flemming Draeger und Ursula Sieg.

Auch akustisch macht diese Episode wieder einen sehr guten Gesamteindruck, alle Elemente sind gut aufeinander abgestimmt und unterstreichen so die vorherrschenden Stimmungen. Sehr wichtig dabei sind die vielen Geräusche, die die Dialoge lebendig wirken lassen, aber auch die Musik oder die voneinander durch einen anderen Klang abgesetzten Stimmen wirken in sich sehr rund.

Wie schon beim ersten Dreiteiler unterscheiden sich die Cover hier kaum voneinander, lediglich eine andere Einfärbung des Motivs wurde hier eingesetzt. Die nächtliche Szenerie mit Johnny, Russell und Erasmus auf dem Friedhof ist zwar sehr stimmig, ein wenig mehr Abwechslung hätte ich mir allerdings schon gewünscht. Im Inneren gibt es neben den üblichen Angaben und Produktwerbung in eigener Sache keine weiteren Extras.

Fazit: Auch der zweite Teil von „Dicke Luft in der Gruft“ ist sehr stimmig und abwechslungsreich umgesetzt und bietet dem Hörer immer neue Situationen, die mit Witz und viel Spannung aufgelöst werden. Das Tempo ist gut gewählt und lässt den Figuren und den Szenerien viel Raum, um sich zu entfalten, ohne dass es langweilig werden würde. Besonders das Wiederhören mit einigen bekannten Charakteren hat mir sehr gut gefallen.

VÖ: 26. April 2019
Label: Folgenreich
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