Jules Verne – Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg – 18. Hetzjagd durch Asien



Das Herz von Phileas Fogg hat nach einem Giftanschlag zu schlagen aufgehört, mitten auf seiner Reise um die Welt. Sein Begleiter Passepartout will ihm die letzte Ehre erteilen und bereitet gemeinsam mit den Einheimischen den letzten Weg für ihn vor. Doch die Zeremonie wird empfindlich gestört, als eine junge Frau die Verbrennung verhindern will...

Auch wenn für Phileas Fogg in der Maritim-Serie vorrangig neue Abenteuer erdacht werden, ist natürlich auch ein Rückblick auf die vorigen Ereignisse und damit den ursprünglichen Roman von Jules Verne erlaubt. Hierfür wurde eine Erzählebene geschaffen, in der Phileas Fogg Kapitän Nemo von seiner Reise berichtet, was auch im zweiten Abschnitt „Hetzjagd durch Asien“ wieder gut funktioniert und von einer ruhigen, freundschaftlichen Stimmung geprägt ist. Die Handlung selbst ist da schon deutlich aufregender und von vielen kleinen Spannungsmomenten durchsetzt. Das Tempo ist dabei hoch und führt die Protagonisten durch immer neue Szenarien, in der sie mal nur knapp einer gefährlichen Situation entrinnen, während sie ein anderes Mal um die Einhaltung der Wette von Phileas Fogg kämpfen. Dabei betritt auch Aouda erstmals die Bühne, ein wenig mehr von ihrem persönlichen Hintergrund wird bekannt. Die sofortige Sympathie zwischen ihr und ihrem späteren Ehemann wirkt zwar etwas zu aufgesetzt, ansonsten gefällt mir die Zusammenstellung der Charaktere auch hier wieder sehr gut. Wie der Titel bereits vermuten lässt, spielt diese Episode hauptsächlich in Asien, was der Stimmung auch immer wieder mit individuell gestalteten Momenten anzumerken ist. Das macht die Folge noch eingängiger und lebendiger. Dass dabei der ursprünglichen Geschichte noch einige Elemente hinzugefügt wurden und der Stil der Serie gekonnt fortgesetzt wird, sorgt für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Gesamteindruck.

Sascha Draeger steht als Phileas Fogg auch hier wieder über weite Strecken im Vordergrund, seine ebenso ausdrucksstarke wie vielseitige Stimme findet für jede Situation den richtigen Unterton und überzeugt wieder mit einem sehr guten Timing. Tommi Pieper ist als Schiffskapitän zu hören, sein wie immer markanter Klang sorgt auch hier wieder für viel Aufmerksamkeit und eine passende Atmosphäre. Annina Braunmiller-Jest hat als Aouda einen großen Auftritt, in dem sie die kämpferische Seite der jungen Frau betont, kann aber auch ihre sanfte und fürsorgliche Seite zum Vorschein bringen. Weitere Sprecher sind Marius Claren, Udo Schenk und Kaspar Eichel.

Die akustische Umsetzung ist natürlich im typischen Stil der Serie geraten und überzeugt mit seinem vielseitigen Klang. So werden die einzelnen Szenen mit vielen Geräuschen unterlegt, die sie sehr lebendig und authentisch wirken lassen. Die Musik hat einen abenteuerlichen Klang und bringt Schwung in die Szenen, wobei sie besonders spannende oder dramatische Momente geschickt betont.

Die Szene auf dem Cover wirkt ruhig, fast schon friedlich und zeigt die kleine Reisegruppe auf dem Rücken eines großen Elefanten in einem Lichtkegel, der durch die Baumwipfel fällt. Die Optik ist wieder sehr gelungen und betont den geheimnisvollen Ausdruck der Serie. Das Innere ist dabei eher schlicht gehalten und enthält die wesentlichen Produktionsinformationen.

Fazit: Auch hier gefällt mir die Umsetzung von „In 80 Tagen um die Welt“ sehr gut und verströmt einen abenteuerlichen und lebendigen Ausdruck. Das Tempo ist sehr hoch und versetzt die Charaktere in ganz unterschiedliche Szenerien, was sehr dynamisch wirkt. Die Charaktere funktionieren sehr gut miteinander, jeder bringt seinen eigenen Reiz in die Handlung mit ein.

VÖ: 25. Januar 2019
Label: Maritim
Bestellnummer: 9783960661535

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