Der kleine Hui Buh – 11. Das verrückte Klassenzimmer / Freitag, der 13.



Die neue Aufgabe für Hui Buh bringt ihn schier zur Verzweiflung: Ausgerechnet er soll für Ordnung sorgen, dabei richtet er doch so gern Chaos an. Hedda Hex soll etwas erfinden und ist damit schon deutlich zufriedener, doch auch bei ihr will es nicht so recht klappen... („Das verrückte Klassenzimmer“)
Am Freitag, den 13. sind die Prüfer der obersten Hexen- und Gespensterkommission unterwegs, um die Schüler zu prüfen. Doch wer genau dazu gehört, wissen Hui Buh und Hedda Hex nicht genau. Sie müssen also erstmal jedem helfen... („Freitag, der 13.“)

Mit über 75 Minuten ist die elfte Folge von „Der kleine Hui Buh“ ziemlich voll geraten, fast die ganze Laufzeit einer CD wurde dabei ausgenutzt. Erstaunlich einerseits, da die Folgen sogar noch recht günstig verkauft werden, umso mehr aber, da es sich um Kinderhörspiele handelt. Andere Label hätten die beiden hier erzählten Geschichten wahrscheinlich getrennt und zwei CDs zu je 37 Minuten veröffentlicht. Doch auch ohne diesen positiven Aspekt überzeugt die Serie wieder auf voller Linie und bringt den Charme einiger 80er Jahre-Hörspiele zurück, ohne jedoch nur ansatzweise altbacken zu wirken. Toll ist zum Beispiel, wie die vielen Wortspiele und verdrehten Begriffe immer wieder für Spaß sorgen, ohne sich aufzudrängen oder allzu albern zu wirken, was durch die tollen und liebenswerten Charaktere noch unterstrichen wird. Beide Episoden dieser Folge ähneln sich stark, der Aufbau und die Spannungskurve haben einen fast identischen Verlauf – was wegen der witzigen Gestaltung aber nicht sonderlich negativ auffällt. Wie sich die beiden scheinbar so unterschiedlichen Aufgaben der beiden Hauptfiguren am Ende ergänzen ist dann ein sehr gelungener erzählerischer Kniff, der für ein paar hübsche Überraschungen sorgt. Die zweite Episode erzählt an einigen verschiedenen Ecken und hat nicht einen so starken roten Faden, punktet aber mit so einigen gelungenen Einfällen und bringt das Thema Aberglaube auf sehr amüsante Weise herüber. Insgesamt also wieder sehr hörenswerte kleine Geschichte mit Witz und Charme.

Stefan Krause ist in der Rolle des kleinen Hui Buh wieder hervorragend, spricht das aufbrausende und liebenswerte Gespenst mit viele Facetten und kann vor allem die vielen Wortspielereien sehr genau auf den Punkt bringen. Andreas Fröhlich ist passenderweise in der Rolle des Lehrers Herrn Fröhlich zu hören, klingt sehr gutmütig und verständnisvoll, wobei er sympathisch und spontan wie eh und je wirkt. Alicia May macht ihre Sache als Lotte auch sehr gut und bringt das aufgewühlte Mädchen gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Christian Holdt, Bert Franzke und natürlich auch wieder Cathlen Gawlich als Hedda Hex.

Der Titelsong der Serie gefällt mir immer noch sehr gut, die fröhliche Flötenmelodie geht schnell ins Ohr und stimmt gut auf die Atmosphäre der Handlung ein. Diese geht eher sparsam mit weiterer Musik um und setzt diese vor allem als kleine Trenner ein, Geräusche sind da schon häufiger zu hören und bringen viel Leben in die Dialoge, ohne dass diese überfrachtet wirken.

Jede Menge Wollfäden, die durch das gesamte Klassenzimmer gespannt sind, aufgehängt von dem fröhlichen Hui Buh und der konzentrierten Hedda Hex. Das Wesen der beiden Figuren wird dabei sehr ansprechend dargestellt. Dieses Motiv wird auch im Inneren einige Male wiederholt, die wichtigsten Informationen sind dennoch übersichtlich dargestellt.

Fazit: Wie Hui Buh und Hedda Hex durch Burgeck ziehen und den Menschen helfen, wie dabei einiges schiefgeht, wie sie am Ende doch alles zurechtgebogen bekommen, ist sehr unterhaltsam und kurzweilig aufgebaut, selbst wenn die beiden Episoden recht ähnlich sind und keine großen Überraschungen bieten. Dafür funktionieren Charme und Witz der Charaktere umso besser.

VÖ: 1. Februar 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758784922

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