Teufelskicker – 75. Kampf der Maskottchen



Mehmet und Enes spionieren heimlich bei der Konkurrenz des VfB und sind erstaunt, als der Verein sein neues Maskottchen präsentiert. Das können die Teufelskicker natürlich nicht auf sich sitzen lassen und überlegen sich, was wohl als Maskottchen für sie dienen könnte – und sie wollen natürlich noch einen draufsetzen und auch eine tolle Show präsentieren...

In 75. Episoden der Teufelskicker wurde das Thema Fußball schon von vielen Seiten beleuchtet, auch die Kommerzialisierung des Sportes wurde schon in einigen Folgen in den Mittelpunkt gerückt. „Kampf der Maskottchen“ geht ebenfalls in diese Richtung und widmet sich den beliebten bunten Begleitern der Vereine, die auch beispielsweise in der Bundesliga eine wichtige Rolle spielen und das Image der Mannschaften prägen. Auch hier werden die Vorteile benannt, die Spaß machen, die Zuschauer unterhalten und nebenbei noch die stets klamme Kasse der Jugendclubs füllen. Doch auch die negativen Aspekte werden aufgezeigt, was typisch für die Serie ist und echt differenziert geraten ist. Der Verlauf zeigt dann auch, wie sich die beiden Konkurrenten immer mehr herein steigern, die Gegner auszustechen versuchen und immer neue Wege finden wollen, um besser dazustehen. Das ist manchmal vielleicht eine Spur zu plakativ geraten und setzt gerade die direkten Attacken zu übertrieben um, der Verlauf ist dennoch unterhaltsam und kurzweilig geraten. Und auch das kleine Crossover zu der Schwesterserie „Punkies“ ist gelungen eingebunden und sorgt für coole Abwechslung bei der Musik dieser Folge.

Flemming Stein ist als Mehmet natürlich wieder mit dabei und setzt die Rolle des engagierten Torhüters wieder gekonnt um, der witzige Anklang bei der ersten Szene ist dabei wieder sehr gelungen. Florian Marissal spricht hier seinen Bruder Enes, nicht immer klingt er dabei spontan, sondern manchmal auch etwas hölzern. Meist kann er aber die Begeisterung des Jungen herüberbringen. Kommentator Ulli Potofski hat hier leider nicht seinen stärksten Auftritt, stockt manchmal mitten im Satz und kann auch in der direkten Interaktion keinen wirklichen Sprechfluss erzeugen. Weitere Sprecher sind Sven Nowatzky, Tim Kreuer und Philipp Draeger.

Wie bereits erwähnt sind hier gleich zwei Lieder aus der Serie „Punkies“ eingebaut, die hier für Abwechslung sorgen und in ihren Szenen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Viele andere Melodien sind bereits bekannt und werden hier wiederholt, was nicht immer zu der vorherrschenden Stimmung passt. Die Geräusche sind aber wieder passend eingebaut, besonders die lebendige Stadionatmosphäre kommt hier wieder gut zur Geltung.

Klar, dass die beiden Maskottchen, die in der Handlung vorgestellt werden, auch auf dem Cover zu sehen sind. Der muskelbepackte Tiger des VfB und der blaue tasmanische Teufel der titelgebenden Mannschaft liefern sich auch hier ein Duell um die Aufmerksamkeit, wobei auch Tazman, der Hund von Mehmet und Enes, seinen Platz auf dem Titelbild gefunden hat.

Fazit: Wieder wird ein Aspekt des Fußballs auf verschiedene Weisen betrachtet und in einer temporeichen Folge verpackt, auch wenn es eben doch einige Stolpersteine gibt – nicht nur in den manchmal überspitzten Szenen, sondern auch in der Produktion. Fans der Serie sind daran gewöhnt und können darüber hinwegsehen, an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir dennoch mehr Feinschliff gewünscht.

VÖ: 25. Januar 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 889854542320

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