Die Playmos – 65. Die Top Agents auf hoher See



Um sich wieder mit den Playmos zu versöhnen, hat Paul eine ganz besondere Spielwelt aufgebaut. Und tatsächlich entschließen sich Emil, Sam und Liv, dem Jungen zu verzeihen und wieder mit ihm zu sprechen. Doch da Paul von seiner Mutter nach draußen geschickt wird, bestreiten die Playmos ihr Abenteuer wieder zu dritt – und landen abermals bei den Top Agents und ihrem neuen Fall...

Neben den in sich abgeschlossenen Geschichten der Playmos hat sich auch eine kleine Rahmenhandlung um die drei äußerst lebendigen Spielfiguren entwickelt. Und genau diese macht hier in der oben beschriebenen Szene einen deutlichen Schritt in eine andere Richtung, was wieder für neue Aspekte in den nächsten Episoden sorgen dürfte. Dennoch ist dieser Abschnitt zu Beginn und Ende der eigentlichen Handlung recht knapp gehalten, sodass das Abenteuer bei den Top Agents ganz im Vordergrund steht. Schnell sind die Figuren in den ersten aufregenden Szenen gelandet, die Entwicklung ist dabei actionreich und wird mit einem für die Serie recht hohen Tempo vorangetrieben. Die Top Agents sind dabei zwar schon aus einigen vorigen Folgen bekannt, der Einstieg fällt aber auch leicht, wenn man diese noch nicht kennt. Der Kampf gegen eine fiese Verbrecherbande ist gekonnt aufgebaut und überrascht mit einigen Wendungen, die sich besonders bei einer Figur zeigen. Schön, dass hier von reinem Schwarz-Weiß-Denken abgesehen wird. So einige brenzlige Situationen sorgen dabei für viel Spannung, aber auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Besonders begeistert hat mich die direkte Interaktion der Playmos und Erzähler Gerrit Schmidt-Foß und einer ungewöhnlichen Idee, die sehr witzig wieder aufgelöst wird. Wieder mal ist Florian Fickel so eine kreative, unterhaltsame und spannende Episode der liebevollen Serie gelungen.

Nicht nur wegen der bereits erwähnten Szene mit dem direkten Gespräch mit den Playmos hat mich Gerrit Schmidt-Foß hier wieder begeistert, sondern auch wegen seiner warmherzigen und dynamischen Sprechweise, die seinen Passagen eine sehr gelungene Stimmung verleihen. Karlo Hackenberger ist in dieser Episode als Sharky zu hören und macht seine Sache ebenfalls sehr gut, indem er in jeder Szene eine glaubhafte Sprechweise präsentiert. Präsent wirkt auch die Rolle des Jet Girls, die durch Marianne Graffam mit viel Elan ausgestattet wird. Weitere Sprecher sind Andi Wittmann, Bernd Rumpf und Julian Haggege.

Wer den Titelsong der Serie hier noch nicht mitsingen kann, steigt wohl erst hier ein – er bleibt schnell im Ohr und sorgt so zu Beginn und am Ende für eine fröhliche Stimmung. Während der Handlung ist Musik nur sehr spärlich im Einsatz, dafür gibt es wieder viele passende und treffend eingebaute Geräusche, die die Dialoge sehr lebendig wirken lassen und eine schöne Atmosphäre erzeugt.

Auch dieses Cover wird wieder mit Figuren aus der Playmobil-Spielewelt dargestellt, mal mit einer Waffe in der Hand, mal Kitesurfend mitten im Wasser, aber auch die technische Seite der Folge wird durch das gut ausgestattete Wassergefährt aufgegriffen. Im Inneren gibt es einige weitere Motive aus dem Hörspiel, aber auch ein Folgenindex ist im Inneren zu finden.

Fazit: Auch wenn die Szenerie mit den Top-Agents nicht ganz neu ist, wirkt auch diese Folge frisch und unverbraucht. Nicht nur, weil diese sehr spannend erzählt ist und die Figuren in allerlei brenzlige Situationen versetzt, sondern weil auch der Humor sehr treffend eingebaut ist. Da passt einfach alles sehr gut zusammen und sorgt für gute 50 Minuten beste Unterhaltung.

VÖ: 22. Februar 2019
Label: floff
Bestellnummer: 4260229662588

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