Death Note – 2. Kollateralschaden



Light Yagimi ist noch nicht bereit, die Macht des Deatk Note aufzugeben, weswegen er sich den übrig gebliebenen Ermittlern der Polizei und der Geheimdienste in den Weg stellen muss – selbst wenn dies Todesfälle verursacht, die zu Anfang eigentlich vermeiden wollte. Und so stellt er seinen Jägern einige Fallen und nutzt das todbringende Notizbuch immer geschickter...

So richtig auf ein Genre beschränken lässt sich „Death Note“ nicht. Die neue Hörspielserie von Lübbe Audio nach der international erfolgreichen Anime-Serie beinhaltet Elemente aus Krimi, Mystery und Agententhriller. Auch in der zweiten Episode funktioniert dieser Mix hervorragend, wobei die Ereignisse aus dem ersten Teil nahtlos fortgeführt und dabei verfeinert werden. So lernt der Hörer mehr über die Hintergründe des Todesdämonen, über die Vorgehensweise der Ermittler, die selbst aus kleinsten Details ihre Schlüsse ziehen, über die manchmal ermüdende Arbeit mit den Hinweisen aus der Bevölkerung. Die Erzählweise ist dabei wie in der ersten Folge sehr schnell und wird in kurz hintereinander geschnittenen Szenen, teilweise extra gelassenen Wissenslücken der Hörer und vielen eingestreuten sarkastischen Kommentaren sehr unterhaltsam dargeboten. Die Handlung konzentriert sich dabei auf Light im Fokus der Ermittler, der einige überraschende Tricks anwendet und sich aus der sich zuziehenden Schlinge herauswinden kann. Das ist sehr treffend, spannend und kurzweilig dargeboten, sodass mir auch diese zweite Episode äußerst gut gefallen hat. Schön, dass die entstandene Szenerie erst einmal weiter verfeinert wird, anstatt sie mit immer neuen Elementen zu überfrachten – der sehr interessante Grundgedanke reicht, um hier richtig viele spannende Szenen zu erzeugen.

Das Sprechensemble macht seine Sache auch hier wieder richtig gut, allen voran David Turba in der Hauptrolle des Light Yagimi. Er kitzelt hier noch weitere Facetten aus dem kühlen und planvollen Charakter heraus. Vera Teltz hat als Naomi Misora einen sehr interessanten Auftritt einer Geheimagentin, die in einer starken Szene gekonnt und treffend agiert. Auch Andi Krösing ist als Raye Penber überzeugend, ein weitere bemerkenswerter Charakter bekommt durch ihn seine eigene Note. Weitere Sprecher sind Lutz Mackensy, Mario Hassert und Felix Isenbügel.

Durch die vielen Szenenwechsel ist eine präzise akustische Umsetzung umso wichtiger. Dabei ist die Musik zwar häufig präsent, beeinflusst die Stimmung aber eher aus dem Hintergrund. Auch die Geräusche drängen sich nie in den Fokus, schaffen aber glaubhafte Atmosphären und trennen so die einzelnen Szenen voneinander. Gut gemacht, lebendig aber nicht aufdringlich.

Auf dem Cover zu dieser Folge sieht man den Totengott Ryuk, gemeinsam mit weiteren fantasievoll dargestellten Vertretern seiner Art. Alle sind sehr individuell gestaltet und natürlich im typisch japanischen Zeichenstil gehalten. Im Inneren bekommt man dieses Bild noch einmal in einem leicht größeren Format zu sehen, dazu noch Hinweise auf andere Produkte der Geschichte sowie einige Infos und ein Foto zum Sprecher von Ryuk, Martin Wick.

Fazit: „Kollateralschaden“ überzeugt mit einem sehr kurzweiligem Verlauf, der Fortführung gleich mehrerer Handlungsstränge und cleveren Einfällen. Das Spiel zwischen Light und den Ermittlern spitzt sich weiter zu, was mit hohem Tempo und cleverer Erzählweise sehr lebendig geraten ist. Auch diese zweite Episode ist hervorragend und setzt die Serienhandlung gekonnt fort.

VÖ: 26. Oktober 2018
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 978-3-7857-5772-7

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