Raumschiff Promet – 10. Aufstand auf Moran



Während Harry T. Orell weiterhin die Besiedlung extraterrestrischer Planeten fokussiert und dabei den Intrigen seines Konkurrenten Dex Coleman ausgesetzt ist, hat sein Sohn Peet an Bord der Prometh mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Denn der neu entdeckte Planet Seven Bones bietet so einige tückische Gefahren...

Mit „Aufstand auf Moran“ geht eine der wenigen verbliebenen Science Fiction-Hörspielserien in die zehnte Runde, „Raumschiff Promet“ betont dabei weiter die eher ruhige und ernsthafte Erzählweise anstatt sich in wilde Weltraumschlachten und skurrile außerirdische Lebensformen zu verlieren. Dabei wird die Teilung der Handlung auch hier wieder sehr gekonnt aufgegriffen, sodass man Szenen im Weltall ebenso zu hören bekommt wie auf der Erde. Hier steht der Chef des Weltraum-Imperiums Harry T. Orell im Mittelpunkt, seinem Teil der Geschichte werden hier neue Facetten eingefügt, die zwar keine wirkliche Revolution darstellen, aber dennoch unterhaltsam geraten sind. Spannender geht es bei seinem Sohn zu, der bei der Erkundung eines neuen Planeten so einige Widrigkeiten an temporeichen Szenen zu bestehen hat. Das ist sehr prägnant umgesetzt und betont die Stärken der Serie. Doch das eigentliche Highlight ist ein dritter Handlungsstrang, der sich - wie der Titel schon andeutet – um den Moraner Arn Borul und seinen Heimatplaneten dreht. Hier werden politische und gesellschaftliche Themen mit eingebracht, die die Serie auf eine neue Ebene führen und sich sehr gut mit dem restlichen Konstrukt vertragen. „Aufstand auf Moran“ beinhaltet einige Momente, in denen Spannung und Druck etwas verloren gehen, ist aber insgesamt gesehen immer noch sehr hörenswerte und gut erzählte Science Fiction-Kost.

Auch hier leistet das Ensemble der Serie wieder sehr gute Arbeit und lässt die Szenen so lebendig wirken. Constantin von Jascheroff spricht die Rolle des Jörn Callaghan wieder sehr gediegen und passt sich den verschiedenen Szenarien sehr gekonnt an, wobei er sowohl in ruhigeren als auch in aufregenderen Szenen punktet. Tom Jacobs lässt seine Stimme als Arn Borul immer markant und präsent klingen, der ernste und hintergründige Charakter kommt so gut zur Geltung. Detlef Bierstedt ist als Dex Coleman ebenfalls bestens besetzt, spricht leiser als von ihm gewohnt und lässt gerade so eine bedrohliche Stimmung entstehen. Weitere Sprecher sind Jeffrey Wipprecht, Oliver Baumann und Luisa Wietzorek.

Die eher ruhige Stimmung, die von der Handlung ausgeht, wird auch in der akustischen Umsetzung unterstrichen. Das ist mit viel Musik, die sich eng um die einzelnen Szenen legt, und nicht minder vielen Geräuschen dennoch aufwendig geraten, im Zweifel liegt der Fokus aber eben immer auf den Sprechern und der Entwicklung der Handlung. Action steht nicht so sehr im Vordergrund, und das ist auch gut so.

Eben diese Stimmung wird auch auf dem Cover aufgegriffen, dass außer dem bunten Schriftzug in gedeckten Farben gehalten ist und die Weiten im inneren eines Raumschiffs zeigt. Das ist hübsch geraten und ist mit seinem Spiel aus Licht und Schatten ansehnlich. Im Inneren gibt es neben den üblichen Produktionsangaben noch die Porträts zweier Sprecher.

Fazit: Die zehnte Episode der Serie erweitert die Handlungsstränge in unterschiedlichem Maße, sodass sich zwar ein paar etwas langwierige Momente eingeschlichen haben, insgesamt aber eine unterhaltsame und stimmungsvolle Handlung entstanden ist. Besonders die Geschichte um Arn Borul hat mich hier sehr überzeugt, da sie eine neue Ebene zum bekannten Gefüge beisteuert.

VÖ: 5. Oktober 2018
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2475-3

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