Tony Ballard - 32. Wenn die Toten sich erheben...



Tony Ballard und sein Team trauern um den Verlust ihres Freundes und Mitstreiters Lance Selby, der im Kampf gegen Dr. Kull gefallen ist. Doch bei einer Trauerfeier liegt der Leichnam nicht mehr in seinem Sarg, weswegen Tony gleich von einem neuen Plan der finsteren Mächte ausgeht. Und während er versucht, diesen Fall aufzuklären, muss London gegen eine ganze Armee an Untoten verteidigt werden...

Direkt an den zweiteiligen Vorgänger anknüpfend geht es mit der 32. Episode von Tony Ballard doch mit einem ganz anderen Thema weiter. Statt Killerwespen und einem irrsinnigen Wissenschaftler muss sich das Team um den Dämonenhasser hier mit Zombies herumschlagen, wie der Titel „Wenn die Toten sich erheben“ schon andeutet. Der Einstieg in die Handlung ist durch den Tod von Lance Selby recht emotional gelungen und hat daher eine eher ruhige Ausstrahlung, was mir gut gefallen hat – selbst wenn der Effekt dadurch abgeschwächt wird, dass Tony Ballard schon einige heftige Verluste einstecken musste und sich deswegen einige Wiederholungen eingeschlichen haben. Der weitere Verlauf der Handlung ist zweigeteilt und so recht dynamisch geraten, die Schnitte zwischen den einzelnen Szenen sind schnell und erhöhen so das Tempo. Allerdings wird dies leider nicht konsequent durchgezogen, denn immer wieder wird den Hörern erzählt, wer nun wann und wo ist. Die häufige Aufzählung der handelnden Personen stört den Hörfluss, ist aber oft auch nötig. Denn die Charaktere sind hier nicht allzu prägnant beschrieben, sodass man manchmal den Überblick verliert, wer nun wer ist. Die Schärfe dieser Handlung und die Verbindung von Action und Spannung ist gelungen, aber es gibt dann eben doch einige Stolpersteine, die den Hörfluss behindern.

Andreas Fröhlich ist in dieser Episode als Russell Ayres zu hören und legt seinen sonst so warmen Klang ab und passt sich so sehr gut an die düstere Atmosphäre an. Er schafft einen durchaus interessanten Charakter, der seinen festen Platz in der Handlung findet. Lutz Mackensy ist als Richard Shuck zu hören und spielt gekonnt mit seiner Stimme, setzt gelungene Akzente und wirkt dabei immer sehr präsent. Marc Schülert punktet als Fystanat mit markantem Klang und viel Ausdruck, ist aber immer kurz davor, dabei über das Ziel hinauszuschießen. Weitere Sprecher sind Udo Schenk, Tom Steinbrecher und Katja Kessler.

Die akustische Gestaltung von „Wenn die Toten sich erheben...“ ist auf einem soliden Niveau, der Spannungsbogen der Folge wird mit Musik und Geräuschen treffend nachgezeichnet. Das hat an den richtigen Stellen mehr Druck, um die Atmosphäre zu erhöhen. Auch wenn nicht jedes Geräusch absolut treffsicher eingebaut ist, entsteht insgesamt ein stimmiger Gesamteindruck.

Eine Kralle mit langen Klauen an den Enden, schwarz behaart und kraftvoll, bricht sich seine Bahn durch eine nur halb verschlossene Tür, während eine Frau mit vor Schreck aufgerissenem Mund versucht, diese ganz zu verschließen. Das nostalgische Cover des Heftromans wird auch hier verwendet, das Motiv auch bei der restlichen Gestaltung wiederholt.

Fazit: Die dynamischen Wechsel der Folge verlieren etwas ihre Wirkung, da immer wieder die Situationen mit sämtlichen Namen wiederholt werden. Die Handlung an sich ist spannend und wird durch die Zweiteilung interessant erzählt, auch Stimmung und Charaktere haben mir gefallen. Ein wenig mehr Feinschliff am Drehbuch hätte die Folge aber gut vertragen können.

VÖ: 7. September 2018
Label: Dreamland
Bestellnummer: 978-3-939066-75-0

Datenschutzerklärung