Schlau wie 4 – 9. Antarktis – Das Leben im ewigen Eis



Tobi bekommt von seiner Klassenlehrerin eine Sonderaufgabe: Statt die verpasste Klassenarbeit nachzuholen, soll er einen Bericht über die Antarktis schreiben. Klar, dass Samir, Pia und Lisa ihm helfen und mithilfe des Navinauten direkt vor Ort recherchieren wollen. Doch auch der Checker aus der Parallelklasse hat diese Aufgabe bekommen und schnüffelt vor dem Chillroom der Clique herum...

Wissensvermittlung für Kinder kann natürlich auch mal eher trocken sein, doch je lebendiger alles dargestellt wird, umso mehr können auch jüngere Kinder die dargestellten Fakten behalten. Wie es richtig geht, zeigt immer wieder die Europa-Serie „Schlau wie 4“. Zum großen Teil liegt das an den pfiffigen und sympathischen Hauptcharakteren, bei denen so ziemlich jedes Kind eine Identifikationsfigur findet und denen auch Raum zur Entwicklung gelassen wird. In der neunten Episode ist es besonders der „Checker“, der sich hier mehr mit der Clique anfreundet und hinter der ganzen Arroganz auch eine andere Seite von sich zeigen kann – und das, ohne seinen speziellen Humor zu verlieren. Die Rahmenhandlung rund um die neue Aufgabe für Tobi ist locker und kurzweilig erzählt, ebenso wie die Handlung im ewigen Eis der Antarktis spannend geraten ist. Durch ein Missgeschick lernen die vier Freunde zudem nicht nur wie geplant in der Antarktis der Gegenwart, sondern auch viele Jahre in der Vergangenheit und sind hautnah bei den ersten Expeditionen zum Südpol dabei. Ergänzt durch niedliche Tiere, fast menschlich wirkende Technik und viel Humor ist eine sehr unterhaltsame Geschichte entstanden – nur dass eben noch viele wissenswerte Fakten eingebaut sind, die sehr präsent wirken und lebendig dargeboten werden. Schön, dass diese Kombination auch hier wieder so gut funktioniert.

Robert Knorr sorgt als Samir wieder für einige sehr witzige Momente, indem er von seiner riesigen und verschachtelten Verwandtschaft spricht und dabei mit viel Charme und Präsenz punktet. Angela Quest bringt in dieser Episode als Patricia eine sehr liebevolle und gutmütige, aber auch wissbegierige Stimmung herüber und passt damit perfekt zur Atmosphäre der Serie. Auch Kai Hendrik Möller hat mich als Forscher der deuten Station überzeugt, seine lockere und sympathische Art kommt gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Sven Nowatzky, Elena Wilms und Ingo Meß.

Die Region um den Südpol ist nicht unbedingt für eine typische Geräuschkulisse bekannt, dennoch sind beispielsweise die vielen Pinguine und die anderen tierischen Bewohner klanglich stimmig eingebaut. Auch in den anderen Szenen geht es lebendig und treffend zu, während Musik nur während der Szenenwechsel eingesetzt ist und gut an die jeweilige Stimmung angepasst wurde.

Samir, Lisa, Pia und Tobi sind in ihren dicken Schneeanzügen in den weißen Weiten der Antarktis zu sehen, umringt von den vielen Pinguinen und ausgestattet mit Schneemobil und Wanderstöcken. Auch die übrige Gestaltung ist stimmig umgesetzt, zumal zahlreiche kleine Infoboxen für zusätzliche Wissensvermittlung sorgen.

Fazit: Toll, wie lebendig und spannend die Antarktis hier dargestellt wird und wie gut sich die einzelnen Elemente zusammenfügen. Die Erzählweise ist locker und kurzweilig, zumal den Charakteren Raum gegeben wird, um sich zu entwickeln. Auch dass das Geheimnis der Kinder um den Navinauten fast aufgedeckt wurde, sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel.

VÖ: 21. September 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758331126

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