Asterix – 27. Der Sohn des Asterix



Die ruhige Stimmung im Dorf der Gallier wird unversehens durch ein Geplärre gestört, welches ausnahmsweise nicht vom Barden Troubadix kommt. Ausgerechnet vor der Hütte von Asterix wird ein kleines Kind abgelegt, sodass Gutemine direkt eine heimliche Liebschaft vermutet. Dennoch nimmt der kleine Krieger den Jungen vorerst bei sich auf – und der sorgt für viel Trubel...

Während sich in etwa der Hälfte der Folgen Asterix auf Reisen durch die Weltgeschichte befindet, dreht sich die andere Hälfte mehr um das Dorf und seine Bewohner - „Der Sohn des Asterix“ ist eine davon. Die Hörspielumsetzung von Karussell hält sich neben des kurzen Intros mit der bekannten Vorstellung der Gesamtsituation nicht mit langen Erklärungen auf, sondern lässt das rätselhafte Kind schnell auftauchen. So wird das Interesse des Zuhörers schnell geweckt, die Handlung wirkt im Gegensatz zum Vorgänger wesentlich dichter. Schön ist, dass lange Zeit nicht klar ist, woher der (Pflege)sohn des Asterix denn nun stammt und was hinter dem Aussetzen des Jungen steckt. Verschärft wird dies durch einige Intrigen, die im Hintergrund geschürt werden und die Geschichte um Cäsar in leicht andere Bahnen lenken als es geschichtlich überliefert ist. Das erzeugt durch einige Wechsel zwischen den Szenerien nicht nur einen dynamischen Eindruck, sondern ist auch angefüllt mit vielen witzigen Momenten. Besonders der Zaubertrank sorgt dabei wieder für Kurzweil, wobei der Bezug zu Obelix und seinem „kleinen“ Unfall als Kind immer wieder betont wird. Auch die Charaktere kommen dabei immer gut zur Geltung, und bringen mit ihren speziellen Eigenschaften ihre ganz eigene Not mit ein. Die Auflösung ganz am Ende sorgt noch einmal für einige Überraschungen und klärt die gelegten Spuren stimmungsvoll auf. Eine starke Episode der Serie, bei der Spannung und Humor in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Michael Grimm ist natürlich wieder als Asterix zu hören und sorgt mit seiner lebendigen, pfiffigen Art für einen gelungenen Eindruck des kleinen Galliers, zumal sein Witz sehr gut zur Geltung kommt. Bernd Stephan spricht die Rolle des Cäsar wieder mit einer wunderbar überheblichen Attitüde, kann aber gegen Ende auch mit einer anderen Seite von sich überraschen. Jonas Minthe spricht den Agenten Wurzelaus ebenfalls sehr treffsicher und lässt sich auf den Witz der Figur ein, ohne albern zu werden. Weitere Sprecher sind Achim Buch, Elena Wilms und Christian Rudolf.

Die Atmosphäre der Folge kommt durch die lebendig eingesetzten Geräusche wieder gut zur Geltung, wobei jede Szene die passende Untermalung bekommen hat. Das darf natürlich bei einer Vertonung von Comicvorlagen etwas präsenter und übertriebener sein, was hier in einem guten Maße ausgenutzt wurde. Die Musik ist bereits aus den vorigen Folgen bekannt und spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Glücklich nuckelt der kleine Junge mit den roten Wangen und dem strohblonden Haar an einer Flasche mit Zaubertrank, während er in einer Art Nest liegt und von dem ziemlich geschafft dreinblickenden Asterix gefüttert wird – der allerdings im Verhältnis deutlich kleiner ist. Das sehr bekannte Motiv wurde auch hier als Cover verwendet und wird durch weitere Zeichnungen aus der Vorlage ergänzt, natürlich sind auch die üblichen Angaben zu den Mitwirkenden im kleinen Booklet aufgelistet.

Fazit: „Der Sohn des Asterix“ macht richtig Spaß, die Hörversion ist dabei gelungen umgesetzt. Der Witz der Figuren und der Situationen kommt sehr gut zur Geltung, die Handlung ist stimmig erzählt und entwickelt sich durch immer neue Informationen gut weiter. Dabei fehlen die Bilder aus dem Comic nicht, um die Geschichte gut wirken zu lassen.

VÖ: 28. September 2018
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602567137696

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