Fünf Freunde – 128. und der unsichtbare Feind



Mitten in Kirrin ertönen alte Seemannslieder, die auch Julian, Dick, Anne und George neugierig machen. Dahinter steckt Aale-Peter, der früher zur See gefahren ist und nun ein Fischgeschäft eröffnet hat. Doch das stößt sich überall auf Gegenliebe, schon bald ist der Geschäftsmann einer Panne nach der nächsten ausgesetzt. Natürlich wollen die fünf Freunde helfen...

Wie viele Bewohner Kirrins die Fünf Freunde im Laufe ihrer Detektivkarriere schon kennengelernt haben, ist für eine fast schon verschlafene Kleinstadt beachtlich. In der 128. Episode ist es ein Neuzugang, dem hier durch die Freunde geholfen wird – allerdings fast ausschließlich durch die vier menschlichen Freunde, Hund Timmy spielt in dieser Geschichte kaum eine Rolle. Die Stimmung in Kirrin kommt dabei von Anfang an gut zur Geltung und vermittelt den typischen Charme der Serie, zumal auch erst einmal nicht klar ist, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird. So werden die kleinen Gemeinheiten gegen Aale-Peter erst einmal als eventuelles Versehen deklariert, erst mit der späteren Häufung ist klar, dass es einer auf den sympathischen Ex-Seemann abgesehen hat. Die Ermittlungen der Fünf Freunde sind dann wunderbar „oldschool“ und weit weg von digitalen Medien, was die abenteuerliche Atmosphäre noch weiter unterstreicht. Der Verlauf ist flüssig und kurzweilig, die Auflösung allerdings schon viele Minuten vor der eigentlichen Überführung des Täters klar. Leider kommt diese dann auch etwas plötzlich und wirkt dadurch etwas aufgesetzt, auch versteckte Hinweise in diese Richtung hat es vorher nicht gegeben. Am Ende geht es dann auch noch ziemlich moralisch zu, der Täter sieht seine Missetaten eine Spur zu schnell ein, auch Aale-Peter reagiert nicht immer ganz einleuchtend, dafür umso zuvorkommender. Ein wenig mehr Feinschliff hätte die Folge also schon vertragen, im Grunde ist aber eine kurzweilige Episode entstanden.

Peter Franke ist in dieser Episode als Aale-Peter zu hören, den er mit seiner gradlinigen Art und einer großen Portion guter Laune grundsympathisch und mit viel Herz darstellt, auch seine Gesangseinlagen strahlen diese Attribute aus. Ivo Möller kann als Julian wieder auf ganzer Linie überzeugen, er spricht den selbstsicheren Jungen mit viel Überzeugungskraft und lässt ihn pfiffig und gewitzt klingen. Claus Fuchs ist am Ende noch in einer kleinen Rolle zu hören, die er sehr prägnant in Szene setzt und deren wesentlichen Eigenschaften er gut zur Geltung bringt. Weitere Sprecher sind Tim Knauer, Barbara Focke und Stephan Schad.

Die vielen Gesangseinlagen von Aale-Peter werden mit passender Akkordeonmusik unterlegt und bringen so viel Seefahrer-Flair in die Folge ein. Doch auch die übrige Musikauswahl ist geglückt und bringt eine angenehme Stimmung in die Episode. Passend ergänzt wird dies durch die wie immer reichlich eingebauten Geräusche, die gut auf die einzelnen Szenen angepasst sind.

Das Geschäft von Aale-Peter ist als Hintergrund für das Covermotiv gewählt worden, auch der sympathische Fischverkäufer ist darauf mit gutmütigem Gesichtsausdruck zu sehen. Die fünf Freunde sind mit ihren wie immer in ihrem schreiend bunten Kleidungsstil zu sehen. Die Szenerie wirkt sehr hell und freundlich, was mir gut gefallen hat.

Fazit: „Fünf Freunde und der unsichtbare Feind“ macht mit seiner dichten und stimmigen Atmosphäre viel Spaß, zumal mir auch der Charakter des Aale-Peter gut gefallen hat und eine sehr individuelle Note mit einbringt. Manche Szenen wirken zwar etwas holprig und hätten mehr Feinschliff vertragen, aber der Verlauf ist kurzweilig und lebendig.

VÖ: 7. September 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758330723

Datenschutzerklärung