Asterix – 26. Die Odyssee



Nur durch den Zaubertrank konnte das kleine gallische Dorf bisher gegen die römische Übermacht Cäsars bestehen, doch genau dieser kann vom Druiden Miraculix nicht mehr hergestellt werden. Ihm fehlt als Zutat Steinöl, welches sich nur im fernen Judäas finden lässt. Asterix und Obelix sind natürlich bereit, die Reise anzutreten, doch dabei haben sie es auch mit einem zwielichtigen Begleiter zu tun...

Asterix hat schon seit Jahren Kultstatus erreicht, die Comics überzeugen zusätzlich auch in diversen Trick- und Realverfilmungen – und seit einiger Zeit auch wieder als Hörspielserie von Karussell, der die Geschichten des kleinen Galliers (meist) in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht. Und so steht als 26. Folge nun auch „Die Odyssee“ in den Regalen, die allerdings noch gemächlicher startet als ihre Vorgänger. Dabei kommt der Charme der Figuren und das nicht allzu beschauliche Dorfleben gut zur Geltung, aber die Geschichte kommt nicht so recht in Schwung. Die Reise der Gallier ist mit verschiedenen Stationen gespickt, die ihre Cleverness und ihre Stärke fordern, Spannung kommt dabei aber nicht wirklich auf. Vieles lässt sich einfach vorausahnen, selbst wenn man die Geschichte nicht kennt, sodass nur wenige Überraschungen aufkommen. Der Humor steht wie immer bei der Serie im Vordergrund, dabei sind einige gute Ideen eingeflossen, besonders die Idee des ziemlich unauffälligen Agenten Nullnullsix sorgt für einigen Witz. Wirklich zündend ist dies aber hier nicht, ohne die zugehörigen Bilder und nur durch die Beschreibungen kommen einige der Gags einfach nicht richtig zur Geltung. So ist „Die Odyssee“ solide, aber leider nicht so stark wie andere Folgen der Serie um die beliebten Figuren.

Kai Henrik Möller ist wieder als Piratenkapitän zu hören, der diesen Running Gag der Serie auch wieder mit viel Empörung und einer lebendigen Sprechweise umsetzt. Oliver Warsitz ist in dieser Folge als Nullnullsix zu hören, den er listig und clever spricht und dabei die herrschende Atmosphäre gut unterstreicht. Wolf Frass ist mit seiner angenehmen und sonnigen Stimme wieder als Erzähler zu hören, er gestaltet seine Passagen kurzweilig und bringt den Witz seiner Texte gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Marek Erhardt, Rüdiger Schulski und Bernd Stephan.

Die bereits bekannte comichafte Atmosphäre wird auch hier wieder erzeugt, wobei die wenigen eingesetzten Musikstücke bereits in den vorigen Folgen erklungen sind. Die Geräusche sind da schon vielfältiger und gut auf die einzelnen Szenen angepasst. Eine kleine Fliege, die eine überraschend wichtige Rolle in der Handlung spielt, sticht dabei hervor und entwickelt durch eine Änderung der Tonhöhe eine eigene Persönlichkeit.

Humorbetont ist auch das Cover der Folge, das natürlich wieder der Comicvorlage entnommen ist. Asterix, Idefix und sogar ihr Kamel sind sichtbar von der Hitze der Wüste zermürbt, während Obelix mit seinem typisch gleichmütigem Gesichtsausdruck über den Sand trabt. Die restliche Gestaltung hält einige weitere Motive auf weißem Hintergrund bereit.

Fazit: „Die Odysee“ von Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Steinöl ist kurzweilig und lebendig geraten, kann allerdings weder in Sachen Spannung noch bei den eingebauten Gags wirklich zünden. So bleiben die meisten Szenen eher blass und können mit anderen starken Folgen der Serie leider nicht mithalten.

VÖ: 17. August 2018
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602567137672

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