John Sinclair – 124. Die Rache der Horror-Reiter



Seit ihrer Rückkehr auf die Seite des Guten steht Jane Collins wieder im Fadenkreuz der Mächte der Hölle. John Sinclair fasst den Plan, sie in dem Mönchskloster unterzubringen, in dem Pater Ignazius die silberne Munition für den Geisterjäger schmiedet. Dort wähnt er sie sicher, doch einige alte Feinde tauchen bald wieder auf, um für Zerstörung zu sorgen...

Jane Collins hat seit einiger Zeit ihre Seele zurückgewonnen und ihr Herz verloren – und das bedeutet auch einen großen Umbruch für die Sinclair-Serie, was die momentanen Folgen so interessant macht. Schließlich will nicht nur der Charakter wieder ins Team integriert werden, die Rolle muss neu definiert werden. Durch ihre Bekehrung ist aber auch ein Platz als Erzfeind frei geworden, der gefüllt werden muss, um einen roten Faden durch die verschiedenen Folgen zu ermöglichen. In „Die Rache der Horror-Reiter“ entwickelt sich beides weiter, die Geschichte wirkt aber nicht immer ganz so prägnant, wie man es von der Serie gewohnt ist. Die Atmosphäre ist wieder bestens umgesetzt, besonders die Szenen im Kloster und mit dem geheimnisvollen Wanderer sind sehr stark und präsent in Szene gesetzt. Doch manchmal finden sich eben kleine Durchhänger in der Geschichte wieder, in der die Spannung nachlässt. Gut in Szene gesetzt sind wieder die Horror-Reiter, die an verschiedenen Stellen auftauchen und die Helden des Hörspiels auf Trab halten, durch sie wirkt die Atmosphäre hübsch bedrohlich und unheimlich. Wie viele andere Episoden auch endet diese in einem großen Knall, der jedoch noch eine dicke Überraschung bereit hält, was den Fortlauf der Serie weiter entscheidend beeinflussen wird. Vollkommen packen konnte mich die Episode wegen der kleinen Hänger zwar nicht, ein sehr solides Hörspiel ist aber dennoch entstanden.

Der wunderbare Klaus Dieter Klebsch überzeugt auch hier mit seiner ausdrucksstarken, eingängigen Stimme, die er herrlich diabolisch klingen lässt. Er findet dabei wieder gelungene Facetten wie Hinterlist und Machtgier, um einen sehr präsenten Charakter zu schaffen. Markus Stolberg spricht Pater Ignazius sehr gradlinig und passt sich gut der vorherrschenden Atmosphäre an, geschickt unterstreicht er die wichtigsten Szenen. Auch Wolf Frass macht einen sehr ordentlichen Eindruck, mit viel Wucht und einer furchteinflößenden Stimme wird der Horror-Reiter durch ihn umgesetzt. Weitere Sprecher sind Walter Wiegand, Uli Krohm und Konstantin Graudus.

Der Verlauf der Handlung ist wie gewohnt dynamisch geraten, sodass auch die akustische Umsetzung immer wieder an- und abschwillt. Das wird besonders durch den Einsatz von verschiedenen Geräuschen erzeugt, die die Actionszenen betonen und für eine aufregende Atmosphäre sorgen. Die Musik ist wieder hart und sorgt für gut gestaltete Szenenwechsel.

Die Horror-Reiter haben nicht nur für den Titel der Folge gesorgt, sondern sind auch auf dem Cover zu sehen. Im typischen Stil der Serie wirken sie zwar eher nostalgisch als wirklich bedrohlich, durch die düstere Szenerie samt Nebel und den Skelett-Gesichtern ist aber dennoch ein ansehnliches Titelbild gelungen.

Fazit: Die Gegenspieler der Folge werden sehr gut inszeniert, wobei nicht nur die Horror-Reiter für eine bedrohliche Atmosphäre sorgen. Eindringliche Szenen gibt es vor allem im Kloster, das Ende ist dabei besonders präsent geraten. Zwar gibt es dabei manchmal einen Spannungsabfall, insgesamt ist aber eine weitere starke Folge entstanden.

VÖ: 31. August 2018
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 978-3-7857-5644-7

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