Conni – 57. und die Nacht im Museum



Die ganze Klasse von Conni macht einen Ausflug ins Museum, um einiges über verschiedene Kulturen zu lernen. Während alle sehr konzentriert sind, ist Anna jedoch alles andere als begeistert und hat vor allem Angst vor den Sarkophagen der alten Ägypter. Dennoch ist auch sie mit dabei, als die Kinder an einem Wettbewerb des Museums teilnehmen, bei dem man ganz tolle Preise gewinnen kann...

Museen haben bei vielen Kindern nicht den besten Ruf und werden oft als ziemlich langweilig empfunden. Dass dies nicht immer so sein muss, zeigt unter anderem auch die neue Folge um Conni, in der viele Szenen in dem städtischen Museum spielen. Gleich zu Anfang ist der oben beschriebene Besuch der Klasse zu hören, bei dem es schon einiges zu entdecken gibt, die Stimmung in der Ausstellung kommt gut zur Geltung, auch das Interesse für die verschiedenen Themen wird geweckt. Später kommen immer mehr Elemente hinzu: Die Gruppendynamik in der Klasse mit ganz verschiedenen Charakteren wird ebenso gut dargestellt wie die Euphorie bei der gemeinsamen Erstellung eines Projektes. Dass es am Ende dann auch eine Übernachtung im Museum gibt, ist bei diesem Titel natürlich keine große Überraschung, wird aber sehr lebendig dargestellt. Natürlich gibt es dort einiges zu erkunden, und bei einem Ausflug mit der ganzen Klasse dürfen auch einige Streiche nicht fehlen. Auch Anna mit ihrer dominanten und sehr speziellen Art kommt dabei wieder gut zur Geltung, ebenso wie die Nebencharaktere gut eingebaut sind. Es ist dabei ziemlich viel los, die Szenerie wechselt häufig, und gerade am Ende kann man leicht den Überblick verlieren, was so alles passiert. Doch das sorgt auch für einen unterhaltsamen Ausdruck, der der Szenerie einen lebendigen Anstrich verleiht, zumal die verschiedenen Elemente gut miteinander verknüpft wurden.

Alina Degener ist als Anna zu hören und schafft es, trotz einiger unsympathischer Züge auch eine lockere und nette Seite von sich zu zeigen, sodass ein glaubhafter Ausdruck entsteht. Jakob Drews spricht den ziemlich vorlauten Torben, kann aber auch kleinlaut und zurückhaltend wirken. Allerdings sind manche seiner Passagen auch etwas hölzern geraten. Ingo Meß spricht den netten Museumswärter Milos, der die Schulklasse während der Nacht betreut und kann dabei schnell die Sympathien der Zuhörer gewinnen. Weitere Sprecher sind Sonja Warms, Traudel Sperber und Paul Buchberger.

Akustisch ist das alles stimmig umgesetzt, wobei Musik dabei nur eine kleine Rolle spielt – neben dem eingängigen Titelsong sind kaum Melodien im Einsatz. Dafür sorgen viele Geräusche für eine passende Szenerie, die in den Szenen im nächtlichen Museum besonders gelungen ist und der kindgerechte Grusel passend ausgestaltet wurde.

Conni, Anna und Billie sind auf dem Cover im schlichten Zeichenstil der Serie in ihrer Höhle im Museum zu sehen, wobei die düstere Beleuchtung und viele Motive aus dem Hörspiel ihren Platz gefunden haben. Im Inneren dürfen natürlich nicht die kleinen „Fotos“ fehlen, die Szenen aus dem Hörspiel zeigen und den Hörern auch gleich einen optischen Eindruck von Personen oder Orten vermitteln.

Fazit: Eine typische Conni-Folge, die viele Themen miteinander vereint und dabei auch zwischenmenschliche Aspekte nicht außer acht lässt. Dabei kommen verschiedene Stimmungen herüber, wobei besonders die kindgerechte Grusel in der Nacht zur Geltung kommt. Schön, dass hier Lust auf einen Museumsbesuch gemacht wird!

VÖ: 31. August 2018
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602567547426

Datenschutzerklärung