Dorian Hunter – 39. Yana Turmanyay



Die früheren Leben von Dorian Hunter beschäftigen ihn auch in den Tiefen des Dschungels, in der sagenumwobenen Stadt El Dorado. Denn dort wird er von Harnando Vivelda gefangen gehalten, den seine frühere Inkarnation hat sterben sehen. Und auch die Inkaprinzessin Marucha gibt dem Dämonenhasser weiter Rätsel auf...

Mit der 39. Episode von „Dorian Hunter“ mit dem recht unaussprechlichen Titel „Yana Turmanyay“ endet zugleich der große Vierteiler um das legendäre El Dorado und Hunters Expedition durch den Dschungel, der bereits einige Wendungen geschlagen hat – und damit auch Kenntnisse aus den vorangegangenen Folgen voraussetzt. Natürlich gibt es wie immer eine kleine Gedankenstütze, um wieder in die Geschichte zu finden, ohne die bisherigen Ereignisse zu kennen ist man hier aber schnell verloren. Doch es lohnt sich absolut, bis hierhin durchzuhalten, belohnt wird man nämlich mit einer sehr intensiven und stimmungsreichen Episode. Der Hörer steigt hier direkt in die Handlung ein, der Druck und das Tempo sind sogleich ziemlich hoch und sorgen schon in den ersten Minuten für aufregende Momente, Dabei ist die bedrohliche Situation für Hunter verbunden mit einem Geheimnis, welches die Charaktere umgibt und wieder sehr schön über mehrere Zeitebenen angesiedelt ist. Wunderbar auch, wie das eigentliche Ziel Hunters nicht aus den Augen verloren wird. Es ist ziemlich viel los, da offenbaren Charaktere ihre wahre Natur, da werden neue Erkenntnisse und Wendungen eingebaut, da kristallisiert sich langsam der Kern des Vierteilers hervor. Inmitten all dessen schmiedet Olivaro weitere finstere Pläne und nutzt das Schicksal Hunters aus, um das Blatt in seine Richtung wenden. Das ist alles so fein aufeinander abgestimmt, alles hat seinen festen Platz, sodass man sich wieder ganz in die wunderbar destruktive Stimmung der Serie fallen lassen kann.

Der Sprechercast ist wie üblich hervorragend besetzt und vereint viele starke Stimmen, wobei eben nicht nur auf die großen Namen gesetzt wird. Torben Liebrecht ist als Harnando Vivelda zu hören und sorgt mit seinem sehr präsenten Ausdruck für jede Menge zusätzliche Atmosphäre sorgt. Walter Gontermann fällt ebenfalls sehr positiv auf, die Rolle des Lipwitz bekommt durch ihn eine eindringliche Note, die er gekonnt in den verschiedenen Szenen variiert. Kerstin Hesse setzt ihre Stimme als Sacheen sehr sorgsam ein, mit viel Wucht und sehr facettenreich überzeugt sie vollkommen. Weitere Sprecher sind Bernd Stephan, Andrea Pani Laura und Volker Hanisch.

Deutlich fester Bestandteil der Serie ist auch die unverwechselbare akustische Gestaltung, die für jede Szene eine eigene Stimmung schafft. Hier werden typisch mexikanische Klänge verwendet, aber im Hunter-Stil bearbeitet und so bedrohlich, unheimlich und imposant dargestellt, dass alles sehr gut zusammenpasst. Ergänzt durch eine Vielzahl unterschiedlicher Geräusche ist so eine richtig tolle Inszenierung entstanden.

Das Mexiko-Thema wird natürlich auch wieder auf dem Cover aufgegriffen und setzt die vier Folgen auch optisch in einen Kontext. Natürlich wieder mit tiefschwarzem Hintergrund versehen und detailsreich gestaltet kommt die steinerne Figur bestens zur Geltung. Im Inneren gibt es wieder einen kleinen Einleitungstext, der dieses mal auf Besonderheiten der musikalischen Gestaltung hinweist.

Fazit: Der El-Dorado-Vierteiler wird hier sehr gekonnt abgeschlossen, indem alle Fäden zusammengeführt werden. Dabei gibt es viele Überraschungen zu erkunden, verschiedene Zeitebenen zu betrachten, gefahrvolle Situationen zu überstehen – und alles wird durch eine sehr intensive Atmosphäre verbunden, die bestens gelungen ist. Sehr hörenswert!

VÖ: 7. September 2018
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 978-3-9542-6698-2

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