Die Playmos – 63. Der verschwundene Kristall



Die Playmos landen in einem Land, in dem ewiger Winter herrscht und alles mit einer stetigen Schneeschicht bedeckt ist. Als sie erfahren, dass die Prinzessin des Landes ihren ganzen Lebensmut verloren hat und nur noch traurig ist, wollen sie unbedingt helfen. Das Rezept scheint einfach zu sein: In den verschneiten Bergen scheint der blutrote magische Kristall verloren gegangen zu sein, den die Playmos zurückholen wollen...

Mal geht es bei den Playmos mit aktuellen Themen zu, beispielsweise in der Vorgängerfolge um die Feuerwehr. Dann gibt es Episoden, die eine Reise durch die Zeit in ganz andere Epochen erlauben, sodass die Playmos im Mittelalter auftauchen. Und dann gibt es auch Folgen, die mit einem phantastischen, komplett neu erdachten Hintergrund ganz verschiedene Stimmungen erzeugen – und die 63. Episode „Der verschwundene Kristall“ ist dafür ein Paradebeispiel. In einer kurzen, witzigen Szene mit Paul und seinem Wunsch, wieder mit den Playmos zu sprechen, geht es schnell in das Land voller Eis und Schnee, es mit dem Leutnant eine leicht verschrobene Figur mit komischem Sprachfehler, einen Gegenspieler, der recht schnell ausgemacht werden kann, die traurige Prinzessin, die mit ihrer schwermütigen Art schnell das Mitleid der Hörer erregt. Doch es gibt auch noch viele magische und zauberhafte Elemente mit einigen Überraschungen für Kurzweil sorgen. Ich mag die märchenhafte Atmosphäre sehr gern, die gleichwohl von der spritzigen Art der Playmos aufgelockert wird und so dennoch modern wirkt. Da gibt es wieder zahlreiche Kabbeleien zwischen den dreien, viele Wortspielereien und herrlich schräge Einfälle. Die Auflösung geschieht in mehreren Etappen und führt zu einem Happy End, das alle losen Fäden zusammenführt. „Der verschwundene Kristall“ hat mir richtig gut gefallen und gehört zu den stärkeren Episoden der Serie.

Ich schätze Cathlen Gawlich als Sprecherin sehr, auch hier hat sie mir als Prinzessin Finya sehr gut gefallen, da sie aus der anfänglichen Traurigkeit immer mehr ausbricht, auch mal unvermittelt ein bisschen lebendiger wirkt und dabei alles sehr treffend und eingängig spricht. Uwe Büschken war schon in vielen verschiedenen Rollen bei den Playmos zu hören, auch den Leutnant mit seinem kleinen Sprachfehler kann er mit Witz, Charme und Aura ausstatten, sodass er seine Wirkung immer aufrecht erhalten kann. Fritz Rolf hat noch eine sehr besondere Rolle inne, die er sicher und solide umsetzt und eine weitere prägsame Figur schafft. Weitere Sprecher sind Sebastian Fitzner, David Turba und Ingo Albrecht.

Die Hörspiele der Playmos haben zwar immer einen ähnlichen Klang mit dem Mix aus vielen Geräuschen und kleinen Melodien, doch es ist immer wieder schön zu hören, wie Florian Fickel auf die verschiedenen Grundstimmungen eingeht und hier eben ein winterliches, magisches Reich schafft. Die Sprecher rücken dabei nie aus dem Mittelpunkt, sondern werden an den richtigen Stellen gekonnt unterstützt.

Der Kristallpalast von Prinzessin Finya ist auf dem Cover zu sehen und glitzert an allen Ecken und Enden. Der See und die hügelige Landschaft im Hintergrund passen dazu ebenso gut wie das niedliche Schneewesen mit seiner Lampe. Die restliche Gestaltung ist mit einigen weiteren Motiven aus der Playmobil-Welt verziert und natürlich im klassischen Blau der Marke gehalten.

Fazit: Eine märchenhafte Folge mit vielen guten Ideen, Witz und Spannung. Es gibt einiges zu entdecken und dazu viele prägnante Charaktere, die die Folge sehr kurzweilig machen. Die winterliche Welt kommt dabei sehr gut zur Geltung und verleiht zusätzliche Atmosphäre. Schön, dass auch die wundervollen Hauptfiguren dabei nicht zu kurz kommen.

VÖ: 5. Oktober 2018
Label: floff
Bestellnummer: 4260229662359

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