Monika Häuschen – 51. Warum mag der Distelfink Disteln?



Während die Gärtnerin mit einer kleinen Erkältung kämpft, sich aber auch nicht recht traut, zu einer Chorprobe zu gehen, überlegen Monika, Schorsch und Günter, wie sie sich die Zeit vertreiben können. Die meisten Wettbewerbe fallen allerdings aus, aber ein Wettsingen könnten die drei veranstalten. Aber wer soll da entscheiden, wer die schönte Stimme hat? Gut, dass Distelfink Dieter gerade in der Nähe ist...

Die liebevolle Kinderserie um die niedliche Schnecke Monika Häuschen hat auch nach fünfzig Folgen noch einige neue Ideen und präsentiert auch in „Warum mag der Distelfink Disteln?“ die gekonnte Mischung aus wissenswerten Fakten und Unterhaltung. Dabei konzentriert sich der informative Teil natürlich auf den Distelfinken, doch auch andere Tierarten werden erwähnt, sodass auch exotische Arten vorkommen und in Kurzform von Ganter Günter erwähnt werden. Schön ist, dass dabei eben auch die Fauna eines Gartens berücksichtigt wird und zum Beispiel erklärt wird, warum auch scheinbares Unkraut und eben Disteln wichtig sind. Die kleine Geschichte, die darum gestrickt wurde, ist wieder mit liebevoller Stimmung angefüllt und wird durch die sehr charmanten Hauptrollen erzeugt. Sei es Monikas Friedfertigkeit und Liebe, Gunters Belehrungen oder die Seitenhiebe auf Schorsch oder die schlechte Laune des Regenwurms – das macht auch hier viel Spaß und wird durch die ruhigen Kommentare der Erzählerin gekonnt ergänzt. Die Idee mit dem Gesangswettbewerb ist nett, kommt aber nicht so recht zur Geltung. Zwar sind die Gesangseinlagen der Tiere putzig (und ziemlich schräg), aber das Thema wird zu oft fallen gelassen, um einen wirklichen roten Faden durch die Handlung zu bilden. Auch Distelfink Dieter wirkt nicht so präsent wie andere Gäste, sodass ein solider, aber eben nicht überragender Eindruck der Episode entsteht.

Wolfram Latke ist als Distelfink Dieter zu hören und bringt mit seiner treffenden Art und der manchmal leicht überheblichen Art eine weitere Facette mit ein, kann dem etwas blass wirkenden Charakter aber auch nicht viel mehr Farbe verleihen. Wunderbar wie immer ist der Graugänserich Günter, der mit seiner oberlehrerhaften, aber oft auch gereizten Art immer sehr präsent wirkt und eine sehr lebendige Darstellung schafft. Monica Deininger hat mir als Erzählerin auch wieder gut gefallen, ihre sehr liebevolle Art mit der großen Wärme sorgen für viele hübsche Zwischensequenzen. Natürlich sind auch Kathrin Bachmann und Tobias Künzel wieder zu hören.

Auch wenn der Klang an ein Kinderhörspiel nicht allzu hoch sind, weil es hier auf die Handlung ankommt, bin ich beim Hören einige Male ins Stocken gekommen. So ist leider manches mal zu hören, dass die einzelnen Gesprächsteile zusammengefügt wurden. Durch viele passende Geräusche ist dennoch eine stimmige Atmosphäre entstanden, die vom schmissigen Titelsong gut eingeleitet wird.

Wieder in einem niedlichen Comicstil gehalten ist das Cover, das eine typische Szenerie zeigt: Schorsch, Günter und natürlich Monika etwas abseits von ihrem Gast, wobei für den Distelfinken eine deutlich realistischere Darstellungsweise gewählt wurde. Warum Schorsch ein Fieberthermometer im Mund hat (Frage an Günter: Können Regenwürmer Fieber bekommen?) klärt sich übrigens in der Handlung.

Fazit: Das Konzept der Serie überzeugt immer noch, und auch die tolle Atmosphäre zwischen den drei Hauptfiguren kommt bestens zur Geltung. Die Handlung ist dieses mal nicht ganz so präsent wie sonst, was ebenfalls für Distelfink Dieter gilt. Wer mit der Serie einsteigen will, sollte eher zu anderen Episoden greifen, wobei auch diese noch ihren Unterhaltungswert hat.

VÖ: 15. Juni 2018
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602567447252

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