Raumschiff Promet – 8. In den Klauen der Riddler



Die Besatzung der Promet erkundet den geheimnisvollen Planeten Riddle, der unserer Erde in vielen Dingen ähnelt. Und so entdeckt die Crew auch zahlreiche Spuren außerirdischen Lebens und ist beeindruckt von deren Technologie. Währenddessen muss sich Harry T. Orell den Attacken der Space Police erwehren und dabei tief in die Trickkiste greifen...

Nach einiger Pause und der eigentlich schon gefallenen Entscheidung, die Space-Opera „Raumschiff Promet“ nicht fortzusetzen, hat WinterZeit sich nun doch noch entschieden, neue Folgen auf den Markt zu bringen. Toll, denn es wäre sehr schade um diese ernsthafte und hörenswerte Science Fiction-Serie, die gleich an mehreren Handlungssträngen erzählt wird. Wer jetzt erst einsteigt, wird demnach kleine Schwierigkeiten haben, allen Details folgen zu können. Kernelement dieser Folge ist die Entdeckung des fremden Planeten, hier wird eine sehr eigene Stimmung erzeugt, immer neue Details hinzugefügt und immer viele Fragen aufgeworfen. Das ist sehr gelungen umgesetzt und wird durch zwei weitere Handlungsstränge ergänzt, von denen die Spionin Leslie Stewart wieder etwas heraussticht und in ihren wenigen Szenen ihren Plan weiter verfolgt, wobei gar nicht so sehr auf die Science Fiction-Thematik eingegangen wird. Toll auch wieder die Szenen um Harry T. Orell und seinen Kampf gegen die Space Police, was abwechslungsreich und mit kleinen Finten versehen ist. Dabei wird nicht nur eine eigenständige Handlung erzählt, sondern eben auch die Geschichte der Serie weiter vorangetrieben, sodass eine weitere sehr lohnende und unterhaltsame Episode entstanden ist.

Die Zusammenstellung der Charaktere ist sehr gelungen, was sowohl für die Hauptsprecher als auch für die Nebenrollen gilt. Wunderbar ist es beispielsweise, dem wunderbaren Peter Groeger lauschen zu können, der Harry T. Orell einige neue Facetten entlocken kann, seinen unverkennbaren Charme aber auch hinter einer harten Fassade verbergen kann. Yvonne Greitzke macht als Leslie Stewart wieder eine sehr gute Figur und wirkt in ihren Szenen sehr präsent. Constantin von Jascheroff hat in der Serie die Rolle des Jörn Callaghan übernommen und präsentiert einen eingängigen Sprechrhythmus. Weitere Sprecher sind Corinna Dorenkamp, Tom Jacobs und Florian Seigerschmidt.

Die Musik ist auch hier wieder sehr gut auf die Handlung angepasst und steigert so die Stimmung der Folge, aber es sind besonders die Geräusche, die hier für viel Flair sorgen. So ist das leise Rauschen des Windes auf Riddle perfekt eingesetzt und geht mit den Sprechern eine stimmige Symbiose ein, um den so interessanten Planeten zum Leben zu erwecken. Aber auch die restlichen Sounds sorgen immer für eine sehr treffende Untermalung.

Das Cover zur Wiederauferstehung der Serie ist deutlich bunter geworden und bekommt so eine neue Stimmung verpasst. Wieder ist ein Raumschiff auf dem Weg zu einem riesigen roten Planeten, ein Sternenhimmel und ein Komet ergänzen die Szenerie. Im Inneren des Booklets sind neben den Fotos zweier Sprecher einige einleitende Worte zu lesen, warum die Serie nun doch fortgesetzt wird.

Fazit: Die Wiedereinstieg in die Serie ist mit dieser Folge sehr gut gelungen, wieder wird eine recht komplexe, aber auch sehr gut erzählte Handlung erzähl geboten, die ganz unterschiedliche Stimmungen zaubert und so sehr abwechslungsreich ist. Toll besonders die Entdeckung des fremden Planeten, die packend umgesetzt wurde. Schön, dass es hier nach einiger Pause doch noch weitergeht!

VÖ: 30. März 2018
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2473-9

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