Die Fuchsbande – 7. Fall 13: Die gerissene Seite / Fall 14: Der Melonenschwund



Ohne ihr Fuchsbuch wäre die Fuchsbande ziemlich aufgeschmissen, schließlich tragen sie dort alle ihre Ermittlungsergebnisse ein. Doch im Kindergarten merken die drei, dass eine Seite herausgerissen ist. Niklas und Till sind sich aber nicht sicher, ob es nicht ein Missgeschick von Nele war... (Die gerissene Seite)
Für ihre Erzieherin schauen die drei Kinder noch einmal beim Gemüseladen vorbei, um sich drei Melonen zu reservieren. Doch der Gemüsehändler berichtet, dass in letzter Zeit immer wieder einige der Früchte verschwinden. Natürlich wollen die drei herausfinden, warum... (Der Melonenschwund)

Krimis für die ganz kleinen Hörer aus deren Alltag – das ist das Konzept der Fuchsbande, das nun schon in der siebten Folge mit zwei weiteren Episoden angewendet wird. Abgesehen davon, das der Text in dem Titel Song mit „das ist unser dreizehnter Fall“ etwas holpert, geht es dabei wie gewohnt weiter – jedenfalls fast. Denn „Die gerissene Seite“ stellt erstmals einen Bezug zu einem vorigen Fall her, lässt die damalige Täterin erneut unter Verdacht geraten. Zudem ist auch der enge Bezug zum Fuchsbuch, in dem dieses mal nicht nur Hinweise eingezeichnet werden, sondern das auch im Mittelpunkt des Falls steht, sehr gelungen. Durch einige interessante Fragetechniken und das ausschießen von Tätern kommen die Nele, Niklas und Till langsam dem Täter näher, was gut aufbereitet wurde. Besonders interessant ist dabei, dass sich die drei erstmals so richtig uneins sind und ein bisschen Streit in der Luft liegt, sich die drei aber auch schnell versöhnen. Während sich der erste Fall vor allem auf den Kindergarten konzentriert, führt der zweite die Fuchsbande auch an ganz andere Orte, wobei der Aufbau der Folge eher auf glückliches Raten zurückzuführen ist denn auch wirkliche Ermittlungen. Dafür wird es am Ende dann aber auch rührend, die Auflösung bringt eine traurige Stimmung mit sich, die aber mit einem positiven Dreh noch gewendet wird.

Lina Isabell Sturm ist wieder als Nele zu hören, sie bringt die Rolle wieder glaubhaft herüber und kann besonders die Enttäuschung über Tills und Niklas' Verdacht passend darstellen. Robert Frank ist in dem zweiten Fall als Gemüsehändler Herr Petersilie zu hören, er klingt dabei sehr gutmütig und passt damit gut in die Szenerie der Serie. Elvira Schuster sorgt hier ebenfalls für einige gelungene Momente und führt ihre Rolle mit einer ebenso sanften wie gefühlsbetonten Stimme aus. Weitere Sprecher sind Peter Weis, Simona Kabst und Nora Jokhosha.

Natürlich konzentriert sich das Hörspiel vor allem auf die Dialoge, damit die sehr junge Zielgruppe den Geschichten auch folgen kann. Doch manchmal gibt es eben doch Geräusche oder eine kleine Melodie, die dann beide gut an die Handlung angepasst wurden und nicht zu sehr ablenken. Sehr kindgerecht und stimmig umgesetzt.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Zoo aus der zweiten Geschichte, in einfachem und kindgerechtem Zeichenstil sind die drei Mitglieder der Fuchsbande zu sehen, während Niklas einem freundlichen Elefanten den Rüssel streichelt. Hier kann man mit Kindern schön noch einige Tiere erklären oder ein Suchspiel machen. Das Innere ist wieder übersichtlich gestaltet und stellt im kleinen Booklet die Kinder und Füchsin Fritzi vor.

Fazit: Mit einem kleinen Sprung in die Vergangenheit (auch wenn sich vermutlich nicht alle Kinder daran erinnern können), einem kleinen Streit in der Bande und einem emotionalen Ende kommen noch einige neue Elemente in die Serie ein. Beide Episoden sind wieder solide erzählt und können von den kleinen Zuhörern gut nachverfolgt werden.

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758086125

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