Raumschiff Promet: Angriff aus dem Nichts – 7. Gestrandet!



Das Raumschiff Promet ist mit seinem neuen Antrieb erstmals in der Lage, Reisen außerhalb unseres Sonnensystems vorzunehmen. Und so machen sie sich auf nach Alpha Zentauri, um auf dem erdähnlichen Planeten nach Spuren von Leben zu suchen. Doch was sie dort finden, übertrifft ihre Erwartungen bei weitem – und sorgt auch bei Harry T. Orell auf der Erde für Aufsehen...

Innerhalb der ersten sechs Folgen von „Raumschiff Promet“ hat sich die Serie schon deutlich weiterentwickelt, was auch in „Gestrandet!“ fortgesetzt wird. Hier bringt die neue Antriebstechnologie im wahrsten Sinne neuen Schwung in die Handlung und ermöglicht der Crew um Peet Orell einen deutlich weiteren Flug, der aber auch nicht ungefährlich ist – insbesondere für Arn Borul ist der Sprung durch den Raum ein Wagnis. Das bringt zu Anfang eine hübsch bedrohliche Stimmung mit ein, später konzentriert sich die Folge aber auf die Entdeckungen in dem fremden Sonnensystem. Und das ist sehr treffend in Szene gesetzt und bietet dem Hörer einige unerwartete Überraschungen, die die bisherigen Kenntnisse in Frage stellen. Zwei Dinge fallen dabei noch positiv auf: Einerseits gefällt mir, welche neue Bedeutung Arn Borul hier bekommt und die Forschergruppe der Promet immer wieder auf neue Erkenntnisse stößt. Andererseits ist die Handlung gestraffter, nicht mehr so breit gestreut, ohne dass es der Handlung etwas fehlen würde. Immer noch gibt es verschiedene Handlungsstränge, diese sind aber enger miteinander verbunden und insgesamt weniger geworden. Raumschiff Promet zeigt hier, was noch alles in der Serie stecken kann und überzeugt mit der konsequent fortgeführten Handlung.

Sascha Rotermund kann mit seiner lebendigen Sprechweise des Peet Orell wieder einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, er kann wieder mit viel Energie und einer treffenden Betonung eine lebendige Figur erschaffen. Tom Jacobs gelingt es, Arn Borul in jeder seiner Szene sehr intensiv wirken zu lassen und mit viel Überzeugungskraft zu sprechen, er wirkt ernst und passt dabei sehr gut in die Atmosphäre der Serie. Patrick Keller hat als Pino Tak eine Nebenrolle erhalten, die er sehr passend und treffend umsetzt. Weitere Sprecher sind Ricardo Richter, Detlef Bierstedt und Guiliana Jakobeit.

Die akustische Umsetzung der Serie ist wieder sehr vielseitig gelungen, wofür insbesondere die vielen eingebauten Geräusche sorgen. Doch diese sind immer zurückhaltend, es wird nie zugunsten der Sounds und gegen die Dialoge entschieden, was den ernsthaften Charakter der Serie unterstreicht. Die Musik ist dazu stimmig ausgewählt und sorgt für noch mehr Atmosphäre.

Die Promet ist auf dem Cover im Anflug auf einen rötlichen Planeten zu sehen, der mit nur wenigen, verwaschen wirkenden Elementen nur angedeutet wird und nicht allzu viel von der Handlung erfährt. Der Hintergrund mit dem Sternenhimmel geht dabei fast ein bisschen unter. Die Mitwirkenden und insbesondere die vielen Sprecher sind im kleinen Booklet übersichtlich aufgelistet.

Fazit: Die Handlung startet in dieser Folge recht schnell, die Stimmung ist hübsch bedrohlich und rätselhaft, die gewonnenen Erkenntnisse spannend und wichtig für den weiteren Verlauf der Serie. Bestens plaziert sind dabei die Charaktere, die sehr gut zur Geltung kommen, sowie die Reduzierung auf ein paar weniger Themen. So wirkt alles sehr stimmig und macht beim Hören viel Spaß.

VÖ: 7. April 2017
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2472-2

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