Teufelskicker – 71. Die Rückkehr der Beach Kings



Der Beach Soccer Cup steht wieder an, und natürlich müssen auch die Teufelskicker als Titelverteidiger wieder mit dabei sein. Doch abseits der Vorbereitungen auf das Turnier gibt es noch einiges zu tun. Denn durch einen heftigen Sturm wird jede Menge Treibgut an den Strand gespült, sodass die Verletzungsgefahr groß ist. Und dann will auch noch ein kleiner Heuler gerettet werden, der von seiner Mutter getrennt wurde...

Bereits in der 43. Folge der Teufelskicker hat das Team um Moritz, Enes und Co einige Tage auf Amrum verbracht und nicht nur Beachfußball- sondern auch nordfriesische Luft geschnuppert. Dass dies in dieser Folge noch nicht komplett ausgereizt wurde, beweist der Nachfolger, der als 71. Teil der Serie erschienen ist. Denn hier erfährt das Turnier eine Neuauflage, was für weitere Abenteuer auf der Insel sorgt. Dabei werden neue Schwerpunkte gesetzt, Umweltschutz steht hier oft an erster Stelle. Das geschieht einerseits durch die große Aufräumaktion am Strand, aber eben auch durch die sympathische Wattführerin Frederika. Das einzigartige Naturschauspiel wird dabei ebenso thematisiert wie das Retten und Aufziehen von vereinsamten Heulern, was stimmig und dynamisch in die Handlung eingebaut ist. Fast schon erwartbar war es da, dass durch Ebbe und Flut Menschenleben bedroht werden, was aber dennoch gut passt und das Wattenmeer noch lebendiger darstellt. Fußball gibt es natürlich auch, das Turnier wird mit Witz und einigen Überraschungen durchaus spannend dargestellt, die Stimmung zwischen den Teams macht richtig Spaß. Schön, wie sich hier die verschiedenen Teile zusammenfügen und zu einem mal spannenden, mal lustigen, mal aufregenden Ganzen werden.

Elise Eikermann hat mir als engagierte Frederika richtig gut gefallen, sie bringt viel Energie mit ein und agiert in allen Situationen authentisch. Dabei schafft sie eine gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Charme, die gut zu einer Wattführerin passt. Tobias Diakow ist wieder als Cornelius zu hören, auch er macht seine Sache gut und kann ein positives Gesamtbild seines Charakters schaffen. Anton Sprick darf als Moritz natürlich nicht fehlen, trotz seines langen Einsatzes in dieser Rolle klingt er nie zu routiniert, sondern passt sich immer an die neuen Situationen an. Weitere Sprecher sind Marek Harloff, Flemming Stein und Oliver Rohrbeck.

Bei der akustischen Umsetzung hätte man an der einen oder anderen Stelle vielleicht noch etwas mehr Nordsee-Feeling herauskitzeln können, insgesamt ist die Geschichte aber solide und mit einigen bekannten Klängen umgesetzt. Gerade viele Melodien sind bereits aus den vorigen Teilen bekannt und sorgen für einen Wiedererkennungswert, während die Geräusche stimmig und passgenau eingesetzt wurden.

Das Cover ist wieder in dem ansprechenden Comic-Stil gehalten und zeigt drei der Teufelskicker im Wattenmeer – bei steigender Flut und ängstlichen Gesichtern. Das lässt das Ganze recht aufgeregt wirken, wovon auch der niedliche Heuler nicht ablenken kann. Witzig, dass auch im Inneren der CD auf das Thema des Beachsoccers eingegangen wird.

Fazit: Auch wenn sich naturgemäß einige Elemente aus dem ersten Besuch nach Amrum wiederholen, wird hier eine eigenständige und kurzweilige Geschichte erzählt. Dabei gibt es immer wieder dynamische Sprünge zwischen den einzelnen Themen, überfrachtet wirkt die Folge dennoch nicht. Eine sehr solide Geschichte mit einigen kleinen Überraschungen.

VÖ: 9. März 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854541422

Datenschutzerklärung